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Kieler Kunterbuntes

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Mein Postzusteller ist überfordert – Gaudi in der Lederhose

Wie ich hier im Blog bereits geschrieben habe, bin ich begeisterter Postcrosser. Für alle, die das Postcrossing-Projekt noch nicht kennen: Man kann dort Postkarten an Mitglieder in aller Welt verschicken und erhält die entsprechene Anzahl von versendeten Postkarten von jeweils anderen Usern zurück. Pro Woche trudeln hier 5- 15 Postkarten ein. Das scheint unseren Postzusteller zu überfordern bzw. habe ich ihn schon so konditioniert, dass er anscheinend sämtliche Postkarten Kiels in meinen Briefkasten stopft, ohne auf den korrekten Empfänger zu achten. Letzte Woche hatte ich eine Ansichtskarte aus Australien im Briefkasten, die für meinen Nachbarn bestimmt war. Heute dann das Highlight: Eine Karte für eine weibliche Person, die an eine Adresse weit entfernt von meiner Straße adressiert war. Da sendet jemand eine selbstgestaltete Karte aus dem Urlaub in Österreich an ihre beste Freundin. Das Motiv ist echt witzig… und zeigt die Absenderin knutschenderweise vor dem Ösi-Alpenpanorama. Grins. Hach… Teenager möchte ich nochmal sein.Bin ich froh, dass die beiden nicht im FKK-Urlaub weilten… Ich habe die Personen so gut es geht unkenntlich gemacht. Will hier ja niemanden persönlich vorführen. Ich find’s süß 🙂

Gaudi in der Lederhose

Gaudi in der Lederhose

Hitzefrust?!

Deutschland schwitzt… Kann es an der Hitze liegen, dass ich heute extremst stinkig bin? Wie sagt man so schön: Ich habe den Kaffee auf. Oberkante Unterlippe. „Holst mal schnell deine zwei nicht zugestellten Briefsendungen von der Hauptpost ab!“ dachte ich „und gehst danach schnell zu ALDI – Zutaten für den Kartoffelsalat kaufen.“.

1. Station Post: Die Sonne brennt. Kiel ist eine Baustelle. Geparkt werden kann nur noch im Hinterhof der Hauptpost (die mitten in der City liegt). Klasse. Parkplatzsuche! Frei nach Herbert Grönemeyer: Ich warte schon seit Stunden und dreh so meine Runden… Nach zehn Minuten Parkplatz gefunden. Rein in die Post: Riesenwarteschlange vor den Schaltern. „Prost Mahlzeit“ denke ich und krame meinen sauersten Gesichtsausdruck hervor. Hurra – nach gefühlten 30 Minuten bin ich an der Reihe. Postmitarbeiterin schaut auf eine meiner beiden Abholkarten: „Zustelversuch am 08.07.? Na, der Brief wird vieleicht noch da sein…“. BITTE??? Na sicher ist der noch da – die Lagerzeit beträgt immerhin 7 Tage! Heute ist der 14.7. – macht 6 Tage! Hallo?! Geht’s noch.. In mir fängt’s weiter an zu brodeln. Was ein dümmlicher Kommentar. Post-like. Geh‘ Mathe machen, Mädchen, und reg mich nicht auf. Das Beste war, dass ihr Kollege jede 10 Sekunden wild herumschrie: „Hier anstellen!!! Wir haben nur einen (!) Wartepunkt!!!“. Sehr intelligent, dass bei der Post ein rieseiges Schild im Raum steht, auf dem sinngemäß steht: „Bitte nutzen Sie auch den 2. Wartepunkt im hinteren Teil.“. Meine Empfehlung an den brüllenden Herren war, das Schild doch zu entfernen, dann könne er seine Stimme schonen und die maßlose Schreierei für den Abend mit seiner Frau aufheben. Er meinte angepestet und lapidar, dass man sich hier ja nicht um alles kümmern könne. Ah ja – ich habe es doch nur gut gemeint, der Herr. Püh…

Nächste Station: Der ALDI-Markt – bekannt durch den vorherrschenden extremen Asozialen- und Alkoholiker-Zulauf. Es stinkt schon auf dem Parkplatz nach Alkis und 10-Tage-nicht-gewaschen. Aber der Kartoffelsalat im WeightWatchers-Style verlangt nach seinen Zutaten. Sorry, aber ihr hättet spätestens jetzt ebenfalls die Nase voll gehabt. Kartoffeln, Paprika, Gurke, Äpfel, Bananen. Alles Standardsachen auf meiner Liste, oder täusche ich mich? Sollte kein Problem sein… Denkste! Jetzt weiß ich, wieso ich den Einkauf bei der Discounter-Konkurrenz präferiere. Ich fluche selten in Supermärkten, aber heute habe ich es getan („Scheissladen“). Die Obst- und Gemüsetheke war leergefegt. „Typisch ALDI“ denke ich kurz. Ach nee, ich vergaß: Es gab noch Fruchtfliegen im BigPack auf den verdorbenen Nektarienen, Äpfeln und braunen Bananen. Alter Falter. Wo wohn ich hier?! Früher in der DDR konnte es nicht schlimmer gewesen sein. Immerhin habe ich meine ALDI-Cola Zero bekommen… An der Kasse konnte ich mir allerdings nicht verkneifen, die Kassiererin darauf aufmerksam zu machen, dass die Obst- und Gemüseabteilung mal wieder einen Offenbarungseid abgäbe  und dass sie mich die nächsten 12 Monate erstmal nicht wiedersehen würde. Antwort: „Der Lieferwagen ist gerade gekommen und steht auf dem Hof… Wir räumen dann irgendwann am Nachmittag die Ware ein…“. Ahja… am Nachmittag.. irgendwann…  Bitte denkt an das Insektenspray für die Fruchtfliegen… Aber nun gut – kenne ich von DEM Aldi auch nicht anders. Bei ALDI ist es doch immer so: Man hat gefühlte zwanzig Artikel auf der Einkaufsliste stehen, bekommt aber nur 10 davon. Den Rest muss man notgedrungen teuer im Nicht-Discounter kaufen. ALDIs Sortiment ist schlecht, schlechter, am schlechtesten. Meine Hutschnur stand mir schon im 180 Grad Winkel hoch als es weiter gen Auto ging… Ich hatte zuvor eine ALDI-Plastiktüte für meine gerade erworbenen halb vergamnmelten Champignons, die zwei von Fruchtfliegen angefressenen Ananas, die Batterien und diverses anderes Zeugs, welches nicht auf der Einkaufsliste stand, erworben. Am Auto und kurz bevor ich den letzten Artikel eintüten wollte, macht es RATSCH… Tüte gerissen. Der Boden gepflastert mit dem ehemaligen Tüteninhalt. Meine Miene muss zu diesem Zeitpunkt sehr verfinstert ausgesehen haben… vielleicht auch hochrot. Wer weiß das schon – außer der Kassiererin, die leider meine Wut voll abbekommen hatte.

Oh ich vergaß diese dickliche, immerwährend quatschende Kundin… Ihr erstes Opfer war die Mitarbeiterin, die übelst zugetextet wurde. Jetzt wissen wir alle, dass die dicke Kundin 1,5%-Milch kauft, weil die andere 3,%-fette ihr zu fetthaltig ist – genauso wie das Aldi-Eis. „Wo haben sie Cabanossi? Und Sprühsahne…?“ Die Mitarbeterin muss gedacht haben „Und wo hab ich mein Tepptichmesser?!“. An der Kasse stand die redselige dicke Frau vor mir. Ich hatte mich kaum eingereiht prasselte ein verbaler Tornado auf mich ein: Ihr Sohn würde endlich aus dem „Hotel Mama“ ausziehen, sie würde sich bei der Hitze in den Keller verdrücken, wobei es dort immer so schrecklich stinken würde aufgrund von hochgepressten Grund- oder Abwässern… Sie würde zu nah an der Förde wohnen. Naja, wenn die so viel scheisst wie sie redet, verwundert mich der Gestank nicht. Nicht, dass ich mich an ihren an mich gerichteten Monolog beteiligt hätte… Ich konnte aber mir letztendlich hinsichtlich des Wohnungsauszugs ihres Sohnes nicht verkneifen, zu bemerken: „Ihr Sohn ist sicher heilfroh über seinen Auszug…“. Sie hat leider die Ironie nicht ganz erfasst…

Ich bin wirklich kein Choleriker.. Ehrlich nicht. Ich schwör’s euch. Ich bin die Ruhe selbst. Der Vormittag heute war „too much“ für mich. Dem Nervenzusammenbruch nahe. Meine Freundin schaut mich schon die ganze Zeit schräg von der Seite an, hört zum Glück ihr Hörbuch auf ihrem MP3-Player, so dass sie mich nicht fluchen hören kann. Besser ist das! Was jetzt? Na was wohl: Die restlichen Lebensmittel aus dem Auto holen, denn ich hatte bekanntlich keine Tragetasche (mehr) zum Hochschleppen. Außerdem habe ich vorgestern geschätzte 100 ml Energydrink („Relentless“) über meine Tastatur geschüttet, so dass meine „L“-Taste klebt und nicht mehr korrekt funzt. Media Markt – ich komme – aber wehe, da steht ein Schild: „Heute nur ein Wartepunkt!“…

Netter Zeitvertreib: Postcrossing.com

Vor einiger Zeit, genauer gesagt gestern, bin ich auf eine Seite aufmerksam gemacht worden, die sich postcrossing.com nennt. Einige werden diese nette Internetcommunity (wenn ich Postcrossing als solche bezeichnen kann) bereits kennen und sogar aktiv daran teilnehmen. Es geht hier um den Austausch von Postkarten mit Postcrossing-Mitgliedern aus der ganzen Welt. Man registriert sich auf der Seite, füllt sein Profil aus und klickt auf „send a postcard“. Daraufhin erhält man eine zufällig ausgewählte Adresse eines anderen Mitglieds und kann/muss/sollte diesem nun eine Postkarte seiner Wahl zusenden. Im Gegnzug wird die eigene Adresse an ein anderes Postcrossing-Mitglied weitergegeben und man erhält idealierweise in den nächsten Tagen ebenfalls eine Postkarte. Man darf bis zu 5 Postkarten gleichzeitig im Umlauf (travelling) haben. Wenn der Empfänger die Postkarte erhält, regisitriert er den Eingang auf Postcrossing.com mithilfe der zuvor erstellen Post-ID, die auf jeder Karte zwecks Zuordnung vermerkt sein muss. Viele User fotografieren die erhaltenen und gesendten Postkarten, so dass sie in einer Galerie einsehbar und nachverfolgbar sind.

Die Adressen sind nicht öffentlich einsehbar, sondern werden nur dem „Sender“ zur Verfügung gestellt. Es ist aber auch möglich, einen direkten Postkartentausch zu veranlassen, sollten beide User damit einverstanden sein. Die Kontaktaufnahme erfolgt durch die Mitgliedersuche bzw. durch eine private Kommunikation mit dem integrierten Messagingsystem.

Schaut’s Euch einfach mal an. Ist kinderleicht und sehr verständlich. Nur solltet Ihr grundlegende Englischkenntnisse besitzen. Eine Postkarte in das europäische Ausland kostet zur Zeit 0,65 Euro, in andere Länder der Welt 1 Euro.

Mein Fazit: Ich bin zwar erst frisch dabei, aber das Projekt sounds like fun. Ich bin mal gespannt, wann ich meine erste Postkarte erhalte und woher sie stammt. Die ersten meiner fünf Karten liegen bei mir abschickbereit auf meinem Schreibtisch. Sie gehen nach Japan, China, Finnland, Moskau und in die USA (Maryland).

Umsonst gewartet und dann kommt auch noch ein Klinkenputzer

Da teilte mir letzte Woche der freundliche MEDION-Mitarbeiter während der telefonischen Reklamation unsers Laptops mit, dass die DHL das Gerät garantiert am (letzten) Samstag abholen werde.. und was geschah? Wir warteten, warteten, warteten, trauten uns nicht mal shoppen zu gehen… warteten… und niemand kam. Heute habe ich bei MEDION nachgehakt und der Hotline-Mitarbeiter bat mich, das Paket doch bitte selber einzusenden. Klasse. Ich vermute die Schuld aber nicht bei MEDION, sondern eher bei der DHL. Freitag war Feiertag. Die DHL war überlastet und hat Abholaufträge vermutlich unter den Tisch fallen lassen vor lauter Stress. Wäre kein Einzelfall. Ausbaden muss es wieder mal König Kunde.

Jetzt klngelt es an der Wohnungstür… Ich weiß aber, dass dies nicht die DHL ist, sondern wieder einmal ein „Kabel Deutschland“-Klinkenputzer, der mir per Haustürgeschäft digitales Kabel u.v.m. andrehen will. *grrr*. Der Schlaumeier hatte nämlich bereits 5 Minuten zuvor bei sämtlichen Nachbarn geschellt, um Einlass ins Treppenhaus zu erhalten. Ich will ja nichts Schlechtes über Kabel Deutschland sagen, aber die freien Vertriebsmitarbeiter nerven wirklich und verschaffen sich unter dubiosen Vorwänden Einlaß in die Wohnungen (z.B. müssten sie das Kabelnetz prüfen…). Bin 1x darauf hereingefallen, habe dann aber den Vorwand bemerkt und habe den unseriösen Vertriebspartner im hohen Bogen aus der Wohnung geworfen.

Nebenbei sei eingeworfen, da wir sowieso digitales Kabel anschaffen wollen, da die analoge Übertragungsart bei einem großen LCD-TV nicht gerade das Idealste ist. Allerdings schließe ich den Vertrag dann eigeninitiativ per Internet ab, so dass die Vertriebspartner keine Provision erhalten. Den meisten traue ich nicht einen Zentimeter über den Weg.

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