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125 Jahre Leidenschaft: Herzlichen Glückwunsch, HSV

Jubiläums-Mitgliedsausweis

Jubiläums-Mitgliedsausweis

Am gestrigen Samstag, passend zum Bundesliga-Spiel gegen den „kleinen“ HSV aus Hannover, feierte Hamburg das 125. Vereinsjubiläum seines Hamburger SV‘. In einem hart umkämpften Spiel gewannen die Hanseaten durch das erste Heimtor von Neuzugang Artjoms Rudnevs in der 20. Minute mit 1:0. Die abendliche offizielle Feier in der O2-World war demnach gerettet. Vor Spielbeginn zeigten die Hamburger Fans, was sie drauf haben und sorgten für allgemeine Begeisterung: Zum Jubiläum gab es die größte Fußball-Choreographie aller Zeiten. Weltrekord! In achtmonatiger Gemeinschaftsarbeit haben die HSV-Fans, unter Federführung der „Chosen Few“, eine Choreographie auf die Beine gestellt, die ihresgleichen sucht. 45.000 Doppelhalter wurden von den Zuschauern mit dem Einlauf der Mannschaften in die Höhe gereckt. Vom unteren Teil des B-Rangs bis zum A-Rang der Imtech-Arena umspannte ein riesiges zusammenhängendes Banner das komplette Stadionrund. Die Aufschrift lautete:

„Ob Titel, Triumphe und Legenden, ob Zafirov, Autowachs und rosa Hemden – unsere Geschichte ist einmalig und wird niemals enden! 125 Jahre Hamburger Sport-Verein e. V.“.

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Bald geht es wieder los: Haa – Ess – Vau

Die neue Dauerkarte ist seit wenigen Tagen in meinem Besitz. Das diesjährige Motiv finde ich toll: Die Westtribünen-Choreo vorm Europa-League-Spiel gegen Fulham. Ich hatte davon auch ein Foto gemacht… Vergleich own pic vs. Dauerkarte 2010/11. NUR DER HSV! Weitere Infos zum HSV gibt es ein ander Mal – die Mannschaft hat diese Woche das Trainingslager im österreichischen Längenfeld gestartet. Bald dazustossen dürfte HSV-Neuzugang Heiko Westermann. Herzlich willkommen! Selbiges gilt auch für Dennis Diekmeier, der aus Nürnberg geholt wurde (macht Guy Demel endlich Feuer unterm Hintern), sowie für den vom 1. FCN zurückgekehrten entliehenen Spieler Choupo-Moting und dem Neu-Trainergespann Armin Veh/Michael Oenning. Jetzt „veht“ ein spürbar anderer Wind beim HSV als noch zu Zeiten „Schlabbadias“. Auffällig nürnberg-lastig das Ganze (Choupo, Oenning, Diekmeier – alles mal Ex-Nürnberger). Mut zur Hoffnung macht auch Nachwuchsspieler Heung Min Son. Er hat sich als bereits unglaublich treffsicher erwiesen. Trainer Veh wird das derzeit gängige 4-2-3-1-Sytem spielen lassen mit Paolo Guerrero zentral und mit nuer einen echten Spitze, die vorraussichtlich Ruud van Nistelrooy heißen wird.Aus meiner Sicht wird Mladen Petric auf der rechten Seite Probleme bekommen. Ein Wort noch zu niederländischen Wendehals Affelay: Bleib, wo du bist. Ich mag keine Spieler mehr sehen, die arrogant daherkommen und sich (wie Eljero Elia) schon bei Real Madrid wähnen. Daher Daumen hoch für die momentane Einkaufspolitik von Siegenthaler, Reinhardt und Co.: Zunehmend deutsche Spieler verpflichten, die sich eher mit dem HSV identifizieren als einige andere Herren. Ich muss immer noch laut lachen, wenn ich an Thiago Neves denke… Das Lachen wird lauter, wenn ich mir die Geschichte um die vermeintliche brasilianische Fußballperle Carlos Alberto und Werder Bremen ins Gedächtnis zurückrufe: Die Nulpe wäre um ein Haar für einen zweistelligen Millionenbtrag beim HSV gelandet damals. Er spielt jetzt im übrigen für den CR Vasco da Gama in seiner Heimat. Das kommt davon, wenn 10 geldgierige Berater um einen herumwuseln und man nicht weiß, was man will und tut.

Plattitüde zum Schluss: Auf gehts, Hamburg, kämpfen und siegen! Gilt besonders für das Auftaktmatch gegen Schalke in der Imtech-Arena. Van Nistelrooy gegen Raul?! Auf jeden Fall Westermann gegen Metzelder.

Choreo

Choreo

Dauerkarte 2010/11

Dauerkarte 2010/11

Die WM 2010 hat begonnen – meine Ohren

Vuvuzelas

Vuvuzelas (Source: flickr.com. Thanks to Coca Cola South (Creative Commons licence). http://www.flickr.com/photos/coca-colasouthafrica/4638238373/)

Ich bin für gewöhnlich ein toleranter Zeitgenosse… Gestern trieb es mir aber die Zornesröte ins Gesicht. Aber erstmal von vorne. Schön, dass die Fußball-WM in Südafrika endlich begonnen hat. Ebenfalls schön, dass die Menschen in Südafrika fast ausnahmslos in Feierlaune sind und allseits gute Stimmung verbreiten. Allseits? Nein, nicht allseits. Nicht in den Stadien. Dort hört man nur das ohrenbetäubende, nervtötende Tuten und Surren dieser höllischen Tröten, Vuvuzelas genannt. Für mich war es eine Qual, das WM-Eröffnungsspiel der Südafrikaner gegen Mexiko mit Ton in Zimmerlautstärke anzuschauen. Das Getute machte einen spätestens nach 10 Minuten aggressiv. Meiner Meinung nach haben Vuvuzelas nur einen Sinn: Die Stimmung in den WM-Stadien zu killen. Man hörte nicht einen Schlachtenbummler bzw. Fangesang. Dafür immerwährend Vuvuzelas. Platt gefragt: Was soll das?! Soll das afrikanische Fußballatmosphäre darstellen? Wenn ja, kann ich nur doppeldeutig feststellen: Armes Afrika… WM gucken wird also in den kommenden vier Wochen zur Qual, denn ich befürchte, dass bei Spielen ohne afrikanische Beteilung genauso hartnäckig getrötet wird wie im Eröffnungsspiel. Diese logische Vorausahnung macht mich nervös… Ohropax? Ton abstellen? Beides keine Lösung. Bei Bundesligaspielen war ich „SKY“ immer dankbar, dass man den Kommentator wegschalten und auf „Stadionton“ umschalten konnte. In Südafrika ist es umgekehrt: „Bitte lieber Kommentator, sprich lauter. Liebe Technik, dreht den Außenmikros den Saft ab!“ fleht man innerlich ab Spielminute 1.

In Europa wird vielfach befürchtet, dass Vuvuzelas auch Einzug in europäische oder auch deutsche Stadien nehmen werden. Meiner Ansicht nach ist diese angst völlig unbegründet, da Vuvuzelas fast allen deutschen/europäishen Fußballanhängern auf die Nerven gehen. Ich sage es mal so: Wehe, jemand bringt eine Vuvuzela mit ins Stadion… Derjenige wird sein Blasgerät nach weniger als 3 Minuten von seinen Tribünennachbarn zerbrochen und zertreten im nächsten Mülleimer wiederfinden. Jede Wette. Wir werden in Deutschland Vuvuzelas so oft in unseren schönen, stimmungsvollen Arenen sehen wie eine Kuh in der Straßenbahn. Keine Sorge – zumindest der deutsche Fußball scheint gerettet. Vuvuzela-Nutzer haben eh meist vom Tuten und Blasen keine Ahnung – unterstelle ich hier mal ganz frech und wortspielerisch.

Dennoch wird das Übel „Vuvuzela“ uns in den kommenden vier Wochen noch einige Nerven und Trommelfelle kosten. Oder hat jemand eine Idee, wie man innerhalb von 2-5 Tagen alle Vuvuzelas Afrikas entsorgen kann?!

Noch ein Wort an die Leute, die argumentieren, Vuvuzelas würden zur afrikanischen Fußballtradition gehören: Dies ist nicht korrekt. Die Tröten sind erst seit circa Mitte der 90er Jahre im Kommen und sind daher nicht als „Tradition“ auf dem Schwarzen Kontinent zu bezeichnen.

Fazit: Die WM 2010 bei den fröhlichen, gut gelaunten und fußballfanatischen Südafrikanern könnte so schön werden, jedoch zerstören die Vuvuzelas jegliche Stimmung in den WM-Arenen und lassen nicht den Hauch von Fußballatmosphäre aufkommen. Hey – dann lieber popcornessende Amerikaner… Die stören wenigstens nicht. Bin mal gespannt, ob sich unsere deutschen Schlachtenbummler gegen die Tröten durchsetzen werden am Sonntag und man wenigstens einige „Deutschland, Deutschland“-Rufe hören kann. Ich hege starke Zweifel.

Galatasaray

So Freunde der Sonne.. ich habe den Blog sträflich vernachlässigt, da ich kaum Zeit zum Tippseln hatte. Dabei wollte ich doch vom UEFA-Cup Heimmatch gegen Galatasaray Istanbul berichten, welches 1:1 ausgegangen ist. Die Hamburger hatten in Halbzeit eins absolut kein Mittel gegen gut stehende und aggressive Türken gefunden. Da setzt auch immer wieder meine Kritik an: Unser HSV bekommt Schwierigkeiten, wenn einem der Gegner auf den Füssen steht, früh attackiert und so das Spiel zerstört bzw. dem HSV keinen Raum bietet. Schnelles Spiel ist keine hamburger Tugend. Erschwerend kommt hinzu, dass wir nicht in der Lage sind, einen ideenreichen, kreativen, schnellen Spielaufbau zu betreiben. Meiner Meinung nach fehlen uns die technisch versierteren Spieler. Wir haben nur einen Trochowski, der zumeist weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Jansen und neuerdings Albert Streit sind da Lichtblicke. Letzterer spielte im letzten Bundesligasspiel gegen Cottbus von Anfang an und hinterließ einen guten Eindruck. Selbiges gilt auch für Mickael Tavares auf der 6er Position vor der Abwehr.

Zurück zum Gala-Spiel… Die Gala-Fans waren eindeutig in der Mehrheit, machten das HSV-Heimspiel fast zum Auswärtsspiel. Die Atmosphäre war für einen Europapokalabend eine ganz tolle, eine fast nie zuvor dagewesene. Herauszuheben ist das friedliche Miteinander beider Fangruppen. Es gab keine Absperrungen, keine Polizeieinsätze, kein Gepöbel,… Mir ist ein türkisches Team mit seinen 15 000 Fans doch 10x lieber als Brutalo-Pöbel-Fans aus den Niederlanden, England oder Osteuropa. Bengalos gab es natürlich auch… siehe Video. Aufgenommen nach dem 0:1 von Galatasaray.

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