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125 Jahre Leidenschaft: Herzlichen Glückwunsch, HSV

Jubiläums-Mitgliedsausweis

Jubiläums-Mitgliedsausweis

Am gestrigen Samstag, passend zum Bundesliga-Spiel gegen den „kleinen“ HSV aus Hannover, feierte Hamburg das 125. Vereinsjubiläum seines Hamburger SV‘. In einem hart umkämpften Spiel gewannen die Hanseaten durch das erste Heimtor von Neuzugang Artjoms Rudnevs in der 20. Minute mit 1:0. Die abendliche offizielle Feier in der O2-World war demnach gerettet. Vor Spielbeginn zeigten die Hamburger Fans, was sie drauf haben und sorgten für allgemeine Begeisterung: Zum Jubiläum gab es die größte Fußball-Choreographie aller Zeiten. Weltrekord! In achtmonatiger Gemeinschaftsarbeit haben die HSV-Fans, unter Federführung der „Chosen Few“, eine Choreographie auf die Beine gestellt, die ihresgleichen sucht. 45.000 Doppelhalter wurden von den Zuschauern mit dem Einlauf der Mannschaften in die Höhe gereckt. Vom unteren Teil des B-Rangs bis zum A-Rang der Imtech-Arena umspannte ein riesiges zusammenhängendes Banner das komplette Stadionrund. Die Aufschrift lautete:

„Ob Titel, Triumphe und Legenden, ob Zafirov, Autowachs und rosa Hemden – unsere Geschichte ist einmalig und wird niemals enden! 125 Jahre Hamburger Sport-Verein e. V.“.

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Deutschland – Finnland in „meinem Wohnzimmer“

Es begab sich zu einer Zeit … zu der Deutschland sich bereits für die WM in Südafrika qualifiziert hatte. Nein, dies ist nicht der Anfang der Weihnachtsgeschichte. Die Weihnachtsgeschichte hat eine frohe Botschaft zu verkünden, ich dagegen eine negative: Das Länderspiel der deutschen „Nati“ gegen Finnland in meinem „Heimatstadion“ im Volkspark war ein grauenhaftes. Fußball: Fehlanzeige. Stimmung: Fehlanzeige. Sieg: FEhlanzeige. Endstand: 1:1. Ich habe selten ein schlechteres Fußballspiel live im Stadion verfolgen müssen als an diesem Abend, von der mangelnden Stimmung und Atmosphäre ganz zu schweigen. Null Support, wirklich null! Ich war baff.

Nach dem Spiel stellt sich ein Ballack oder Adler mit totaler Verständnislosigkeit vor die Medien und beschwert sich über das halbzeitliche Pfeifkonzert der enttäuschten Besucher. Herr Ballack, die Zuschauer bezahlen ein hohes Eintrittsgeld (plus sonstige Ausgaben wie Parkplattz, verpflegung, ggf. Hotel, Benzin,…), um Sie im Nati-Dress sehen zu dürfen. Die Besucher waren – entgegen ihrer Meinung – nicht da, um eure erfolgreiche WM-Quali zu feiern. Das haben wir alle schon am Wochenende oder beim freien Training am Montag erledigt. Die Besucher waren da, um eine befreit aufspielende Nationalmannschaft zu sehen, die Spaß am Fußball zeigt und uns mitreisst, wenigstens ein einigermaßen akzeptables Spiel zeigt. Davon war nichts zu sehen. Kein Elan, kein Wille, keine Motivation. Ist es da nicht nur gerecht, wenn man mit Pfiffen bedacht wird, die einen ggf. während der Halbzeitpause aufwecken? Die Pfiffe galten dem Spielgeschehen, keinem Nati-Spieler persönlich. Nicht mal dem Bremer Tim Wiese. Aber als Profifußballer verkennt man scheinbar des öftern mal die soziale Realität. Dass viele Stadionbesucher sich die Kosten vom Munde haben absparen müssen, dafür höchstwahrscheinlich auf andere Dinge verzichtet haben.

Herr Ballack: Viele von uns verdienen ebenfalls (wie sie) 25.000 Euro – aber nicht am Tag, sondern im Jahr!Ich bitte dies nach dem nächsten Pfeifkonzert zu beachten. Ein wenig Selbstkritik und Relfexion wären auch angebracht. Zum Feiern gehe ich in die Disco, zum Fußball schauen ins Stadion.

Über das Spiel selber gibt es keine großen Worte zu verlieren. Das einzige deutsche Tor in Minute 90 haben wir nicht mehr gesehen, da wir bereits auf dem Weg zum Auto waren. „Bloß weg hier!“. Nach der miserablen Leistung war uns selbst das verpasste Tor egal und man wollte, gänzlich durchgefroren, nur noch nach Hause.

Dennoch will ich meinem Blog und den Lesern ein paar visuelle Eindrücke nicht vorenthalten:

Nationalhymnen D - FIN

Nationalhymnen D - FIN

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Ich habe auf meiner Cam noch ein Video des Spiels gefunden, in dem man die typische pomadige, uneffektive  Spielweise Piotr Trochowskis bestens sehen kann. Leider leider leider darf ich keine Videos, auf denen Spielszenen zu sehen sind, posten. Schade!!! Hätte ich ja allen gerne mal gezeigt, die meinen, Troche sei der absolute „Knaller“ auf dem Platz. Da ich ihn seit nunmehr fünf Jahren in JEDEM spiel beobachte, lasst euch sagen: Trochowski ist ein Spieler, der maßlos überschätzt und überbewertet wird. So langsam kommen immer mehr Leute dahinter. Große Klappe, nix dahinter sage ich immer.

Das war knapp, HSV

So liegen Erfolg und Misserfolg beieinander: In der Nachspielzeit sicherte dich der HSV am letzten Bundesligaspieltag beim Spiel gegen die Eintracht aus Frankfurt den Einzug in die Euro-League und damit Platz 5. Frust beim BVB, Freude beim HSV.

Leider habe ich den Spieltag nur per Handy-Ticker mitbekommen, da ich durch ein Blockseminar am Wochenende verhindert gewesen bin. Dank auchan den Kollegen, der mich mit frischen SMS zu den aktuellen Spielständen versorgt hat, während ich Dutzende von Referaten über mich ergehen lassen musste. Ein Wechselbad der Gefühle. Erst die klare 2:0 Führung der Hamburger, dann der enttäuschende Ausgleich zum 2:2 und in der 91. Minute das wohl wichtigste (Abseits)Tor der vergangenen Saison durch Troche.

Wolfsburg hatte ja bereits nach 20 Minuten keinen Zweifel mehr über die Vergabe der Meisterschaft aufkommen lassen, so dass sich die Spannung auf die Spielorte Bielefeld, Gladbach, München und Frankfurt konzentrierte.

Für die Arminia tut es mir leid. Ich hätte sie gerne weiterhin in Liga 1 gesehen (als alter Ostwestfale). Vielleicht kommt es in den kommenden Saison zum OWL-Derby gegen den SC Paderborn, welcher das Relegationsspiel gegen den VfL Osnabrück bestreiten wird. Tolle Paarung: SCP – Osna. Ebenfalls eine Art Derby.

Glückwunsch an WOB zur souveränen Meisterschaft. Ein absolut verdienter Titel, auch wenn WOB das Feiern noch lernen muss.

Was gibt es zum HSV zu sagen? Minimalziel erreicht. Die miserable Rückrunde hängt einem immer noch in der Magengrube und wird nicht so schnell vergessen sein. Jetzt gilt es, einige (viele) Profis weg zu schicken und gute neue Leute von Qualitä einzukaufen. Eine schwierige Aufgabe für Beiersdorfer und Co. Aber es muss definitiv ein Schnitt gemacht werden. Weg von der Quanität zu mehr Qualität im Kader.

Ich wünsche allen Lesern eine sommerliche, schöne fußballfreie Zeit. Mein Unterrichtsentwurf wartet auf mich. Deadline ist in 2 Stunden… Husch husch.

So hatte ich mir meinen Mittwoch abend nicht vorgestellt… HSV – Werder 2:4 n.E.

Choreo vor dem Nordderby

Choreo vor dem Nordderby

Ich will nicht mehr viele Worte über das 2:4 des HSV im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen verlieren. Eine verdiente Niederlage.

Weiß der Teufel, was Matin Jol bei der Mannschaftsaufstellung geritten hat: Er ließ alle drei nominellen Stürmer (Petric, Guerrero, Olic) von Beginn an spielen, stellte dazu sieben defensive Akteure auf und formierte eine Dreierkette vor der Viererkette (häh?). Ergebnis: Unsere Offensive bekam keine Bälle, es fehlten die Ballzulieferer und Kreativspieler im Mittelfeld, denn Pitroipa und Trochowski schmorten auf der Bank. Auf weitere taktische Fehler (Jansen/Aogo etc.) gehe ich an dieser Stelle nicht ein.

Die Bremer gingen aggressiver zur Sache, gingen oftmals mit drei Mann auf den ballführenden Spieler, waren immer einen Tick schneller am Ball. Der HSV in Halbzeit eins im Tiefschlaf ohne Elan, Esprit, Einsatzwillen und Kampfgeist. Fehlpässe pflasterten ihre Wege. Die Rote Karte für David Jarolims war lediglich die Konsequenz eines krassen Fehlpasses von Jonathan Pitroipas (nicht der einzige an diesem Abend), der einen schnellen Bremer Konter eröffnete.

Dass das Elfmeterschiessen gegen Werder vollends in die Hose ging (drei verschossene Elfer von Boateng, Olic und Jansen), war keine Überraschung. Es ist hinlänglich bekannt, dass Großmaul Tim Wiese als Elferkiller gilt und Werder in Sachen Penalties erprobter ist als der HSV.

Die positiven Eindrücke dieses Fußballabends: Wir haben keinen Treffer in Unterzahl hinnehmen müssen.
– Die Choreo (siehe Foto) vor dem Spiel war wieder einmal allererste Sahne.
– Die Stimmung auf den Rängen war vor dem Spiel und nach dem Ausgleich phänomenal.
– Jol hat seine Taktikfehler zugegeben und freimütig eingeräumt.
– Es verbleiben drei Gelegenheiten, es den Bremern heimzuzahlen.
– Der Teamgeist war, ist und bleibt intakt.
– Wiese hat gestern zum letzten Mal arrogant gejubelt.
– Im und um das Stadion blieb es trotz aller Rivalität weitestgehend friedlich.
– Ich bin gesund und munter um 1:30 Uhr wieder zu Hause angekommen (bei bleiernder Müdigkeit am folgenden Morgen) – auch wenn mir mein HSV-Automagnet während der Hinfahrt von der Motorhaube geflogen ist (Sorry an den Fahrer des dunklen BMW mit Paderborner Kennzeichen, der zu dem Zeitpunkt auf der B76 in Kiel hinter mir fuhr).

…und tschüss, Nigel

Nun ist es amtlich: Nigel de Jong verlässt mit sofortiger Wirkung den Hamburger SV und wechselt für eine Ablösesummer von 19,5 Millionen zu Manchester City. Viel Erfolg dort, Nigel. Du wirst uns Fans immer in bester Erinnerung bleiben.
Ob ManCity nun ein sportlicher Aufstieg ist, wird sich zeigen. Der bessere und erfolgreichere Fussball wird zur Zeit definitiv in Hamburg gespielt. Aufgestiegen im finanziellen Sinne ist Nigel auf alle Fälle – bei einem Salär von 5-6 Millionen Euro im Jahr… Not bad, not bad.
An dieser Stelle bitte ich den Scheich, Werder Bremen Diego wegzukaufen. Obwohl das die Bremer sportlich eher stärken wird als schwächen, da dann Ruhe im Busch herrschen wird. Keine nächtlichen Alkoholfahrten mehr, keine Sarah Connor Dates…
Aber was interessieren uns Diego und Connor.. Wir brauche einen neuen Sechser und zwar zügig! Ob Didi und Bernd derzeit ein Bad in der Millionen-Euro-Wanne nehmen a la Dagobert Duck?
By the way: Nur zwei andere Transfers brachten mehr Millionen in die Kassen von Bundesligisten: Der Emerson Transfer von Leverkusen zu Roma (20 Mio) und der von Owen Hargreaves von Bayern zu ManU (25 Mio). Danke, Scheich Mansour bin Zayed al Nayan aus Abu Dhabi.

Die Nummer 1 im Norden sind wir!

HSV - Gladbach

HSV - Gladbach

Nach der beschämenden Schalker Niederlage in Köln und den (aus HSV-Sicht) gut verlaufenden gestrigen Bundesligaspielen hat der HSV die Tabellenführung in Liga 1 zurückerobert. Die im Sturm harmlosen Gladbacher wurden mit einer nicht gerade ansprechenden Leistung zurück gen Niederrhein geschickt. Man merkte dem HSV an, dass die Taktik eher dem Stevenschen System glich: Die Null muss stehen! Nach vorne ging über die gesamten 90 Minuten sehr wenig, allerdings tat Gladbach es dem HSV gleich. Beste Spieler auf Seiten des HSV waren meiner Meinung nach Nigel de Jong und Tim Atouba. Die Abwehrformation scheint sich gefunden zu haben: Demel und Tube als Aussenverteidiger und Reinhardt/Mathijisen innen. Enttäuschend schwach war wieder einmal der Auftritt der beiden Neuzugänge Thiago Neves und Marcell Jansen. Neves wollte nichts gelingen, das Spiel lief an ihm vorbei und er konnte nur bei Standards auf sich aufmerksam machen. Marcell Jansen fehlt es an Durchschlagskraft und Durchsetzungsvermögen auf der linken Seite. Neves ist in dieser Form ganz eindeutig ein Fall für die Bank. Daher hoffe ich, dass in Cottbus Piotr Trochowski den Sportsfreund Neves ersetzen wird. Für Jansen wäre Olic eine Alternative auf links.

Ich hatte gestern einen traumhaften Sitzplatz im Stadion: Direkt an der Mittellinie im Rang B 4. Reihe. Nach den Business- und VIP-Plätzen die teuersten und besten Plätze. Siehe Foto. Ansonsten befindet sich mein Platz seit Jahren hinter dem Tor und ich habe lange gebraucht, um mich an die neue Perspektive zu gewöhnen (im positivem Sinne).

Eine Karte für das Spiel in Hannover habe ich mir bereits gesichert. Es gibt so ein paar Auswärtsspiele, die neben Bremen Pflicht sind. Hannoi gehört dazu.

HSV im DFB-Pokal Achtelfinale

Am gestrigen Mittwoch hat auch der HSV den Einzug in das Achtelfinale des DFB-Pokals geschafft. Äusserst schwache Bochumer wurden durch zwei Tore von Mladen Petric mit 2:0 bezwungen. Da hat sich Mladens Einsatz von Beginn an doch gelohnt. Ich hätte ihn schon in dne vorherigen Spielen aufgeboten, da immer „Musike“ im Spiel war, wenn Petric reinkam. Ich plädiere daher für das Sturmduo Petric/Olic. Denn auch Olic brachte gestern nach seiner Einwechslung Schwung ins Angriffsspiel. Der HSV hatte sich nämlich ab dem 1:0 deutlich zurückgezogen und kein gutes Spiel geliefert. Allerdings muss ich das Team da in den Schutz nehmen, da die taktische Marschroute dahingehend ausgelegt war, nicht mehr so viele Gegentore wie in den letzten Spielen zu kassieren. Da nehme ich als Fan auch mal ein weniger spektakuläres Spiel in Kauf. Atouba hat seinen Einsatz auf der linken Aussenverteidigerposition wieder einmal gerechtfertigt. Marcell Jansen, der vor Atouba spielte, blieb meiner Meinung nach aber schwach. Der Junge kann mehr. Samstag geht es gegen die derzeitige Versager-Truppe aus Gladbach. Meine Wetten sind bereits getätigt: Es fallen mehr als 3,5 Tore. Bis dahin…

HSV - Bochum

HSV - Bochum

Eigenlob! Spitzenreiter!

Ich lobe mich ja ungerne selber… Aber hier stehe ich, ich kann nicht anders… Was habe ich im letzten Post geschrieben bezüglich meines Tipps HSV – Leverkusen? Letzter Absatz. Ich zitiere mich selbst:

„Mein Tipp HSV vs. Leverkusen: 3:2 nach 0:2 Rückstand. Wir machen es wie in Bielefeld… 10 Euro bei einem großen Wettanbieter sind bereits gesetzt (Quote 1:1,95 für einen Heimsieg HSV).“

Wie jeder weiss, hat der HSV am letzten Spieltag grandios aus einem 0:2 ein 3:2 gemacht. In diesem Sinne: Nur der HSV!!!
Es war mal wieder klasse im Stadion. Kein Herumgekurke a la Huub Stevens, sondern der erwartete  Offensivfussball wie ihn der Fan liebt. Thiago Neves zeigte eine zufriedenstellende Leistung und so manches Mal konnte man erkennen, weswegen er Brasiliens Fussballer des Jahres ist. Überraschenderweise spielten Demel und Atouba von Beginn an, rechtfertigten ihre Einsätze aber mit guten bis sehr guten Leistungen (Wunder geschehen.. ich war dabei… ). Wer hätte das vorher geglaubt?!
Ganz stark auch die HSV-Bank: Benjamin, Marcell Jansen, Mladen Petric, Silva und Togun… *Zunge schnalz*. Ich erinnere mich an die Vorsaison, wo die Reservebank oftmals mit Amateuren aufgefüllt werden musste mangels Alternativen.
Ein ganz unfairer Verlierer war Leverkusens Treiner Bruno Labbadia, der den Schiri Fleischer einzig und alleine für die Niederlage verantwortlich machte. Dabei war die gelb-rote Karte für Manuel Friedrich völlig berechtigt. Da muss Bruno noch lernen…

SPITZENREITER SPITZENREITER HEY HEY! Für die kommenden 30 Spieltage!? Scheinbar nehmen uns die meisten Leuten noch nicht so ganz ernst – vor allem die Medienvertreter. Der HSV als Spitzenreiter wird medial beschmunzelt, so mein Eindruck. Wer zuletzt lacht…

Der HSV 2008!

Seit den spektakulären Neuverpflichtungen habe ich mich hier noch nicht zu „meinem“ HSV geäußert. Es wird Zeit… Ich freue mich schon „wie ein Schnitzel“ auf das Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen am 4. Bundesligaspieltag in unserer Arena. Die Bezeichnung Spitzenspiel ist alles andere als übertrieben. Es werden die beiden offensivstärksten Teams der Liga aufeinandertreffen und ich erwarte einen offenen Schlagabtausch mit mehr als vier Toren. Bei beiden Mannschaften sind die recht mäßigen Defensivschwächen auffallend. In der Abwehr wird Martin Jol aber die Qual der Wahl haben. wird Neuzugang Silva Basti Reinhardt als Innenverteidiger verdrängen können? Wird der sonst so souveräne Joris Mathijsen seine Form steigern können, um nicht von Silva verdrängt zu werden? Einen Härtefall wird es geben. Das Spiel heisst 2 aus 3: Reinhardt, Mathijsen oder Silva.
Ein ähnliches Bild bietet sich im Mittelfeld, wo Pitroipa zusammen mit Trochowski und Neves auf die Plätze in der Startelf kämpfen. Ausgang: offen. Neves ist DER Superstar und Spielgestalter, Trochowski befindet sich seit dieser Saison überraschenderweise in überragender Form, blüht nach van der Vaarts Weggang förmlich auf. Ich denke, dass im Endeffekt Pitroipa Geduld zeigen muss. Alles steht und fällt aber mit dem Jol’schem Spielsystem. Da kann es auch sein, dass ein Sechser (de Jong?) sich mal auf der Bank wiederfindet. Die Entwicklung sehe ich aber positiv: Der HSV ist auf allen Positionen gut und doppelt besetzt. Ausfälle lassen sich locker kompensieren. Der HSV ist für den Tanz auf drei Hochzeiten (UEFA-Cup, DFB-Pokal und Bundesliga) bestens aufgestellt, insofern sich die zwei Brasilianer gut einleben.
Einen weiteren Härtefall wird es vermutlich im Sturm geben, wo Olic, Petric und Guerrero um die Plätze an vorderster Front fighten. Guerrero scheint gesetzt. Olic ebenso. Da muss Mladen Petric aufpassen, der am Wochenende als Joker das 3:0 für die kroatische Nati im Spiel gegen Kasachstan markierte.

Mein Tipp HSV vs. Leverkusen: 3:2 nach 0:2 Rückstand. Wir machen es wie in Bielefeld… 10 Euro bei einem großen Wettanbieter sind bereits gesetzt (Quote 1:1,95 für einen Heimsieg HSV).

In Hamburg sagt man tschüß…

Als Fussball- und bekennender HSV-Fan sowie Dauerkarteninhaber gab es in den letzten Tagen natürlich EIN vorherrschendes Thema: Der Wechsel Rafael van der Vaarts zu Real Madrid. Für mich keine Überraschung, sondern mit gesundem Menschenverstand bereits längerfristig absehbar.

Ich bin froh, dass das Theater nun ein Ende hat und der HSV ein paar Millionen mehr auf dem Konto, um endlich auf dem Transfermarkt tätig werden zu können. Wobei ich mich frage, wieso kein Geld für Neuverpflichtungen da ist/war, wo man Umsatzrekorde ohne Ende erzielt (Merchandising, Zuschauer etc.). Only Didi knows… Der Umbruch wäre so oder so gekommen. Wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes. Jetzt haben „wir“ noch die Möglichkeit, Kapital aus dem Spieler zu schlagen. Daher nehme ich doch über 10 Mio. Euro Ablöse als mickrige, vertraglich festgeschriebene 1,5 Mio. kommende Saison. Zumal noch eine anteilige Transfererlössumme an Ajax Amsterdam fällig ist. Ich habe mir letzte Saison jedenfalls noch mein Trikot mit der Nummer 23 bedrucken lassen – als kleine Hommage an unseren Kapitän. Auch wenn viele Fans enttäuscht sind: Erst durch van der Vaart ist der große Erfolg der letzten drei Jahre ermöglicht worden. Die VDV-Verpflichtung hab 2005 das Startsignal zum Angriff auf Fussballeuropa, der ja auch weitestgehend gelungen ist. Zumindest aus meiner Sicht. Dem Spieler selber werde ich (abgesehen von der Valencia-Geschichte 2007) niemals einen Vorwurf machen. Er hat sich meist fair verhalten und hat alles gegeben. Es ist doch schließlich Traum eines jeden Fußballers, einmal für die „Königlichen“ zu spielen, oder? Wer kann es van der Verrat dem Spieler verübeln?!

Alles Gute in Madrid, Rafa! In Hamburg sagt man tschüß…

Im Folgenden ein paar Trainingsfotos von der „23“, die ich über die Jahre hinweg geschossen habe. Viel Spass.

Rafael van der Vaart

Rafael van der Vaart

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