Enjans Blog

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Ich hab’s wieder getan…

Ich habe es mal wieder getan. Entgegen jeglichen Verstandes und Vernunft. Wie konnte ich nur? Wie erkläre ich das meiner Frau??? Gut, ich habe es ihr bereits schonend beigebracht. Ihre Reaktion? Verhalten bis 7 Tage Regenwetter… Wovon schreibt der Typ hier nur?!

Na, von meiner HSV-Dauerkarte!!! Ich habe meine Dauerkarte für die Saison 2013/14 verlängert! Herrje… ich habe es wirklich getan.

Seit mindestens gefühlten 17 besch…eidenden Heimspielen schwöre ich mir „Kommende Saison HSV?! Nicht mehr mit mir! Zeit- und Geldverschwendung!“. So leicht ist die Sache dann aber doch nicht zu wuppen. HSV ohne mich… das wäre wie DSDS ohne Dieter Bohlen oder Sauerkraut ohne Kartoffelpüree. Es besteht durchaus eine intensive psychische Abhängigkeit, die sich nicht nur in Autoaufklebern äußert (s. Foto), sondern auch in einer bestehenden Hassliebe. Ich führe eine wunderbare Ehe, habe einen ganz tollen Sohn. Alles in Butter. Ohne den HSV würde mir DER Reibungspunkt im Leben fehlen. Viele zu peacemäßig mein Leben. An keiner anderen Sache (bzw. Menschen) kann ich mich so intensiv aufreiben wie an dem Chaos-Verein von der Elbe (Okay, ab August ärgere ich mich ggf. zusätzlich noch über meine SchülerInnen). Bücher könnte ich über diesen Fußballverein schreiben und endlos diskutieren. Und dann soll ich sang- und klanglos meine Dauerkarte hergeben? Von heute auf morgen? Unmöglich. Nee, mein Freund. Geht gar nicht. Es ist ja nicht so, dass ich mit der Familie keine „HSV-Modelle“ ausgearbeitet hätte, um den Verein erfolgreich in mein (relativ junges) Familienleben zu integrieren. Multitasking war noch nie so mein Ding. Da war vom Teilen der Dauerkarte die Rede (jemand 8 Spiele, ich 9 Spiele)  oder vom Erwerb von Einzelkarte (nee, lohnt sich nicht, da unwirtschaftlich). Im Endeffekt ist es aber doch ein Leichtes, den Anflehungen des HSV Folge zu leisten, die täglich in meinem E-Mail-Postfach landen („Verlängere deine Dauerkarte – JETZT“): Ein Klick auf den Link in der Mail und Sesam öffne dich, Ticketshop. Zwei Nümmerchen der abgelaufenenDauerkarte eingeben und auf „Bestellen (verbindlich)“ klicken – „Vielen Dank für Ihren Einkauf.“ Zeitgleich folgt der Gedankenblitz, der das schwarz-weiss-blaue Blut in den Adern zum Gefrieren bringt: „Ei, ei, ei – was habe ich jetzt wieder angestellt?! Hast du etwa…?!“.

Hassliebe

Okay, seriously: Dem Berliner kannste seine Currywurst auch nicht einfach so wegnehmen, nachdem er sie jahrelang wöchentlich konsumiert hat. Genauso ist es doch bei uns HSV-Fans. Einmal Dauerkarte, immer Dauerkarte. Zumindest solange sich Hamburg in Reichweite befindet (heißt: weniger als 1.000 Autokilometer entfernt). Apropos schlagen: „Schlagen“ könnte ich den HSV auch dieser Tage: Muppetshow war gestern, HSV-Aufsichtsrat ist heute. Mit der Entlassung von Sportdirektor Frank Arnesen wurde abermals ein langes Kapitel „Sportchefsuche“ aufgeschlagen. Ein Ende der unprofessionellen Posse ist bis dato nicht in Sicht. Aufsichtsrat will Oliver Kreuzer, Kreuzer will zum HSV (nachdem er schon einmal vor Jahren bei der damaligen Suche heftigst durchgefallen war. Wunder geschehen, ich war dabei.). Weiterlesen…

125 Jahre Leidenschaft: Herzlichen Glückwunsch, HSV

Jubiläums-Mitgliedsausweis

Jubiläums-Mitgliedsausweis

Am gestrigen Samstag, passend zum Bundesliga-Spiel gegen den „kleinen“ HSV aus Hannover, feierte Hamburg das 125. Vereinsjubiläum seines Hamburger SV‘. In einem hart umkämpften Spiel gewannen die Hanseaten durch das erste Heimtor von Neuzugang Artjoms Rudnevs in der 20. Minute mit 1:0. Die abendliche offizielle Feier in der O2-World war demnach gerettet. Vor Spielbeginn zeigten die Hamburger Fans, was sie drauf haben und sorgten für allgemeine Begeisterung: Zum Jubiläum gab es die größte Fußball-Choreographie aller Zeiten. Weltrekord! In achtmonatiger Gemeinschaftsarbeit haben die HSV-Fans, unter Federführung der „Chosen Few“, eine Choreographie auf die Beine gestellt, die ihresgleichen sucht. 45.000 Doppelhalter wurden von den Zuschauern mit dem Einlauf der Mannschaften in die Höhe gereckt. Vom unteren Teil des B-Rangs bis zum A-Rang der Imtech-Arena umspannte ein riesiges zusammenhängendes Banner das komplette Stadionrund. Die Aufschrift lautete:

„Ob Titel, Triumphe und Legenden, ob Zafirov, Autowachs und rosa Hemden – unsere Geschichte ist einmalig und wird niemals enden! 125 Jahre Hamburger Sport-Verein e. V.“.

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Hamburger SV: Gedanken zur wahrscheinlichen Abstiegssaison 2012/13

Ziehen immer mehr dunkle Wolken über dem Volkspark auf? Wird es kommende Saison Nacht um den HSV? Dieser Blog verrät es.
(Quelle: Marco Fieber via flickr.com – CC-Lizenz)

Hagenbecks Tierpark eröffnete kürzlich unter drastischer Heraufsetzung der Ticketpreise sein neues „Eismeer“. Was haben der HSV und der Tierpark gemeinsam? Beim HSV schwimmt man auch im kalten Wasser. Auch wenn die Dauerkartenpreise gleich geblieben sind.
Die 50. Jubiläums-Bundesliga-Saison 2012/13 rückt mit großen Schritten näher und dem gemeinen HSV-Fan wird mulmig zumute. Dem gemeinen HSV-Fan? Korrektur: Dem Fußballkenner und objektiven Betrachter wird mulmig zumute.

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Nach der Saison ist vor der Saison

Imtech Arena - Willkommen im Mittelmaß

Imtech Arena - Willkommen im Mittelmaß

Gestern ging eine für den HSV grauenvoll verlaufende Saison 2010/11 endlich zu Ende. Das 1:1 gegen die Gladbacher Fohlen interessierte kaum einen HSV-Fan. Im Fokus stand der Abstiegskrimi der Elf vom Niederrrhein. So egal das Ergebnis für alle HSV-Fans war, so egal was es im Endeffekt auch für die Gladbacher: sie hätten bei jedem Ergebnis auf einem Relegationsplatz gestanden, da Frankfurt in Dortmund verlor und die Wolfsburger sich in Hoffenheim durchsetzten. Noch mal Glück gehabt, Felix! Hamburg hat deinen Wolfsburgern nicht gerade die Daumen gedrückt…

Was bleibt übrig? Ein HSV, der sich selbst halbwegs in Schutt und Asche gelegt hat. Diese entwicklung war vorhersehbar und ist kein Produkt der abgelaufenen Saison. Der Verein hätte allerspätestens nach der katastrophalen Saison 2009/10 die Reissleine ziehen müssen, um einen kompletten Neuaufbau zu starten. Das sage ich nicht erst jetzt, sondern der Meinung bin ich schon seit über 2 Jahren. Die Halbfinaleinzüge im DFB- Pokal und der Europa-League haben den Verantwortlichen Personen (Vorastand UND Spieler) wohl mächtig Sand in die Augen gestreut und nach dem Motto „Alles wird gut“ handeln lassen. Zwei Jahre ohne eine Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb heisst, dass der HSV nun gezwungen ist, einen Neuaufbau voranzutreiben, denn ohne Moos ist im Fußball nichts los.

Die Führungsriege des HSV ist bereits während der laufenden Saison ausgetauscht worden (Teile des Aufsichtsrates, Trainer und Vorstand). Ich verkneife mir an dieser Stelle jegliche Kommentare zur Trainersuche, zum Theater im AR und zur Sportchef-Findung. Nur so viel: Alles Gute, Herr Arnesen. Letzterem traue ich es durchaus zu, den Neuaufbau des Teams erfolgreich mitzugestalten. Selbiges gilt für Michael Oenning – mit Abstrichen.

Wichtiger als die Position des Trainers ist aus meiner Sicht aber die radikale Ausmistung des HSV-Kaders. Der abschied vieler ehemaliger vermeintlicher (!) „HSV-Größen“ ist bereits beschlossene Sache (Ze Roberto, Frank Rost, Collin Benjamin, Piotr Trochowski, Tunay Torun etc.). Es werden weitere Spieler folgen. Spieler, von denen wir es derzeit noch gar nicht glauben, dass wir sie gegen Gladbach zum letzten Mal im HSV-Trikot gesehen haben. Weg müssen zwingend noch folgende Spieler: Änis Ben-Hatira (ich habe kein Verständnis dafür, dass mit ihm verlängert werden soll und dass er so hochgejubelt wird – er bringt es nicht), Paolo Guerrero, David Jarolim (Härtefall), Guy Demel (seit 2,5 Jahren in Drittligaform), Eljero Elia (aus ihm wird beim HSV nie etwas werden – zu unreif und hochnäsig) und Marcell Jansen (zu verletzungsanfällig). Eine Wohltat, dass  Spieler wie Torun und Troche dem HSV bereits adios gesagt haben. Ich habe Piotr Trochowski seit Beginn seiner HSV-Zeit in jedem Heimspiel beobachtet und haben selten ein taugliches Spiel von ihm gesehen. Leider kamen Fans und Trainer erst in den letzten 2 Jahren auf die Idee, die Leistungen Troches genauso schlecht zu sehen wie ich. Das mag sich klugscheisserisch anhören, es ist aber bittere Realität. Was Jogi Löw mit „Peter“ in der Nationalmannschaft wollte, weiss ich bis heute nicht. Aber auch er hat seine Meinung bekanntlich angepasst.

Ein Härtefall ist David Jarolim. Jaro ist 100% HSV… An ihm scheiden sich die Geister: Verschleppt er das Spiel? Oder zieht er die Gegner auf sich durch langes Ballhalten und kämpft und rackert ohne Ende? Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Jarolim hat das Pech, dass er aus meiner Sicht symbolisch für die Charakterschwäche des HSV steht. Seit mehreren Jahren erleben wir Fans immer das gleiche: Wir versagen in aller Regelmäßigkeit- gerne in der Rückrunde und/oder in wichtigen Spielen. Wenn ich von Charakter schreibe, dann meine ich auch den nicht vorhandenen Mannschaftsgeist, der den HSV insbesondere in den letzten 1,5 Jahren ausgezeichnet hat. Nur Stunk und Ärger in einer Truppe von Millionären, die die Taschen so voller Geld haben, dass sie nicht mal mehr laufen können. Vielen Dank. Lasst mal gut sein… Da passt dann in der kommenden Saison auch kein Großverdiener namens Guerrero mehr in die Mannschaft, auf dessen Bankkonto fast 5 Mio. jährlich landen.

Wo sind die Götzes und Großkreutze des Nordens?! Man predigt im Grunde immer das gleiche: Lieber HSV, schaue dich doch bitte mal frühzeitig bei der Bundesligakonkurrenz um, wenn es um Neuverpflichtungen geht. Schnrach, schnarch… Stattdessen werden für viel Geld Fußballer wie Neves, Alex Silva oder Marcus Berg geholt, die beim HSV genauso wenig „ankommen“ wie Eljero Elia. Verkaufen, verkaufen! Die HSV Scoutingabteilung sollte sich mal öfters bei Hannover 96, Eintracht Frankfurt oder in Gladbach umschauen. Ein Thema, über das man als HSV-Fan bereits seit Jahren rätselt und den Kopf schüttelt.

Um die ganze Geschichte hier abzukürzen: Bei unserem HSV gibt es derzeit mehr Baustellen als auf der A1. Frank Arnesen hat ab dem 23.5. als sportlicher Leiter das Kommando auf der HSV-Brücke und mimt den Polier. Also Frank – hol‘ den Presslufthammer raus und lass es poltern! Aber sei wachsam, sonst fliegt unsd das Ding um die Ohren. Ihr versteht?!

Man darf äußerst gespannt auf die kommende Saison sein. Allen Spielern wünsche ich einen schönen Urlaub, allen voran denen, die es sich verdient haben. Da gibt es nicht viele. Collin Benjamin und Frank Rost sind aber zumindest zwei dieser Sorte, die uns im nächsten Jahr fehlen werden, an die wir uns aber immer positiv erinnern werden.

Nun ist es Sache des neuen Vorstands, einen HSV zu basteln, für den es sich wieder lohnt, ins Stadion zu pilgern, mitzufiebern, sich zu freuen und zu leiden. Und: Ich vermute ganz stark, dass uns Mladen Petric verlassen wird. Im august. Einer der wenigen Spieler, auf die ich beim Neuaufbau setzen würde. Ist nur ein Gefühl, das mich hoffentlich trügt. Enjoy the summer! Wir haben lange gelitten. Schlimmer kann es nicht mehr kommen. Daher: Ich verlängere in acht Tagen meine Dauerkarte: Gleicher Block, gleiche Reihe, gleicher Sitz – und gleicher Preis.

Der Apostroph ist von uns gegangen…

Ihr erinnert euch an mein Posting „Rettet den Apostroph„? Der HSV hat dankenswerterweise auf meine E-Mail hin reagiert und hat auf sämtlichen Hinweisschildern in der Imtech Arena den Fehler korrigiert. Das fehlgesetzte Apostroph wurde übergeklebt.

Zur Erinnerung: In der Imtech-Arena des HSV befanden sich Hinweisschilder mit der fehlerhaften Beschriftung „Weitere WC’s…“. Da es sich um einen einfachen Plural handelt, wird hier laut amtlicher Rechtschreibung natürlich kein Apostroph gesetzt.

Hier die Beweisfotos, die ich vor dem Spiel gegen Hannover 96 machte (16.4.2011):

ohne Apostroph (korrigiert)

ohne Apostroph (korrigiert)

nachher

nachher

Vorher und nachher

Vorher und nachher

Rettet den Apostroph, HSV!

Rettet das Apostroph

Rettet den Apostroph

Beim letzten Heimspiel des HSV fiel mir ein typischer Fauxpas der deutschen Sprache im Stadion auf. Tatort: Das Behinderten-WC und die dazugehörige Beschilderung. Wer erkennt den Fehler? Richtig! Ein orthographischer Fehler: Der Plural von „WC“ lautet „WCs“ und nicht „WC’s“ wie auf dem Schild falsch gedruckt. Anstelle des HSV hätte ich die Schilder lange mal ausgetauscht. Mich zumindest treiben solche Fehler immer zur Weissglut, zumal sie heutzutage von sehr vielen deutschsprechenden Menschen gemacht werden. Da wird wohl etwas mit dem Englischen verwechselt. Man geht vermehrt dazu über, das Plural-s bei englischen Begriffen mit einem fälschlich gesetzten Apostroph abzugrenzen. Meistens fallen Apostroph-Fehler bei den Genitiven auf, wie z.B. bei „Omas Backstube“ oder „Vaters Auto“.

Fazit: Es schreibt sich WCs, (oder CDs, Trochowskis Tor,…)! NICHT WC’s!!! Ich vermute, dass der HSV den Fehler selber noch nicht bemerkt hat oder gekonnt ignoriert. Lieber HSV, Fußballanhänger sind nicht so dumm wie ihr glaubt… 🙂

Rettet das Apostroph

Rettet den Apostroph

HSV-Tormusik: Tüdelband beim Spiel gegen Nürnberg

Hier mal ein kurzes Video der neuen HSV-Tormusik, die ich letztens hier im Blog erwähnte. Aus lizenzrechtlichen Gründen habe ich Spielszenen bzw. das Tor herausgeschnitten herausschneiden müssen *grummel*. 1:0 durch Joris Mathijsen. Endstand 1:1. Mehr gibt es zu dem unansehnlichen Spiel eh nicht zu sagen.

Leider hat YouTube das Video rausgeschmissen aufgrund von Urheberrechtsverletzungen. Bloggen so definitiv keinen Spaß mehr. Auf dem Video sah man lediglich die Zuschauer jubeln und in weiter Ferne eine sehr unscharfe Spielertraube. Das Video stoppte genau mit Wiederanpfiff. Ich kann es nachvollziehen, wenn keine Spielszenen veröffentlicht werden dürfen, aber Torjubel und Fangesänge?! Wie auch immer. Ich rege mich nicht mehr auf. Dann filme ich halt nicht mehr im Stadion bzw. nur meine Sitznachbarn – alles, nur den grünen Rasen nicht.

 

Neue HSV-Tormusik – ein Volltreffer

Seit Beginn der neuen Bundesliga-Saison 2010/11 lässt der HSV den eigenen Anhang mit einer neuen Tormusik jubeln. Coldplays „Viva la Vida“ wurde durch Heidi Kabels Klassiker „An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüdelband“ abgelöst. Meiner Meinung nach eines der stimmungsvollsten Tormusiken, die der HSV hätte auswählen können. Das ganze Stadion sang bereits bei der Bundesliga-Premiere gegen Schalke 04 mit – und das gleich zwei Male. Genialer Schachzug des HSV. Fast so genial wie Ruuds Tore. Ein klassisches Hamburger Lied zum Mitsingen und Abfeiern. Außerdem eine Tormusik für jede Generation. Zugegeben: Ich war erst skeptisch, denn ich mochte „Viva la Vida“. Ich war aber ganz schnell von Heidis Liedgut überzeugt. Absolut HSV-tauglich.

Die wenigsten von euch werden das Lied kennen. Daher habe ich mal ein You-Tube-Video eingebunden. Dort wurde das Lied „zum Üben und Warmmachen“ eine halbe Stunde vor Anpfiff der Partie gespielt.

Der Refrain lautet:
Klaun, klaun, Äppel wüllt wi klaun,
ruck zuck övern Zaun,
Ein jeden aber kann dat nich,
denn er muss aus Hamburg sein.

Heidi Kabel lebt in unseren Herzen und im Stadion weiter. Schön.

Bald geht es wieder los: Haa – Ess – Vau

Die neue Dauerkarte ist seit wenigen Tagen in meinem Besitz. Das diesjährige Motiv finde ich toll: Die Westtribünen-Choreo vorm Europa-League-Spiel gegen Fulham. Ich hatte davon auch ein Foto gemacht… Vergleich own pic vs. Dauerkarte 2010/11. NUR DER HSV! Weitere Infos zum HSV gibt es ein ander Mal – die Mannschaft hat diese Woche das Trainingslager im österreichischen Längenfeld gestartet. Bald dazustossen dürfte HSV-Neuzugang Heiko Westermann. Herzlich willkommen! Selbiges gilt auch für Dennis Diekmeier, der aus Nürnberg geholt wurde (macht Guy Demel endlich Feuer unterm Hintern), sowie für den vom 1. FCN zurückgekehrten entliehenen Spieler Choupo-Moting und dem Neu-Trainergespann Armin Veh/Michael Oenning. Jetzt „veht“ ein spürbar anderer Wind beim HSV als noch zu Zeiten „Schlabbadias“. Auffällig nürnberg-lastig das Ganze (Choupo, Oenning, Diekmeier – alles mal Ex-Nürnberger). Mut zur Hoffnung macht auch Nachwuchsspieler Heung Min Son. Er hat sich als bereits unglaublich treffsicher erwiesen. Trainer Veh wird das derzeit gängige 4-2-3-1-Sytem spielen lassen mit Paolo Guerrero zentral und mit nuer einen echten Spitze, die vorraussichtlich Ruud van Nistelrooy heißen wird.Aus meiner Sicht wird Mladen Petric auf der rechten Seite Probleme bekommen. Ein Wort noch zu niederländischen Wendehals Affelay: Bleib, wo du bist. Ich mag keine Spieler mehr sehen, die arrogant daherkommen und sich (wie Eljero Elia) schon bei Real Madrid wähnen. Daher Daumen hoch für die momentane Einkaufspolitik von Siegenthaler, Reinhardt und Co.: Zunehmend deutsche Spieler verpflichten, die sich eher mit dem HSV identifizieren als einige andere Herren. Ich muss immer noch laut lachen, wenn ich an Thiago Neves denke… Das Lachen wird lauter, wenn ich mir die Geschichte um die vermeintliche brasilianische Fußballperle Carlos Alberto und Werder Bremen ins Gedächtnis zurückrufe: Die Nulpe wäre um ein Haar für einen zweistelligen Millionenbtrag beim HSV gelandet damals. Er spielt jetzt im übrigen für den CR Vasco da Gama in seiner Heimat. Das kommt davon, wenn 10 geldgierige Berater um einen herumwuseln und man nicht weiß, was man will und tut.

Plattitüde zum Schluss: Auf gehts, Hamburg, kämpfen und siegen! Gilt besonders für das Auftaktmatch gegen Schalke in der Imtech-Arena. Van Nistelrooy gegen Raul?! Auf jeden Fall Westermann gegen Metzelder.

Choreo

Choreo

Dauerkarte 2010/11

Dauerkarte 2010/11

Die WM 2010 hat begonnen – meine Ohren

Vuvuzelas

Vuvuzelas (Source: flickr.com. Thanks to Coca Cola South (Creative Commons licence). http://www.flickr.com/photos/coca-colasouthafrica/4638238373/)

Ich bin für gewöhnlich ein toleranter Zeitgenosse… Gestern trieb es mir aber die Zornesröte ins Gesicht. Aber erstmal von vorne. Schön, dass die Fußball-WM in Südafrika endlich begonnen hat. Ebenfalls schön, dass die Menschen in Südafrika fast ausnahmslos in Feierlaune sind und allseits gute Stimmung verbreiten. Allseits? Nein, nicht allseits. Nicht in den Stadien. Dort hört man nur das ohrenbetäubende, nervtötende Tuten und Surren dieser höllischen Tröten, Vuvuzelas genannt. Für mich war es eine Qual, das WM-Eröffnungsspiel der Südafrikaner gegen Mexiko mit Ton in Zimmerlautstärke anzuschauen. Das Getute machte einen spätestens nach 10 Minuten aggressiv. Meiner Meinung nach haben Vuvuzelas nur einen Sinn: Die Stimmung in den WM-Stadien zu killen. Man hörte nicht einen Schlachtenbummler bzw. Fangesang. Dafür immerwährend Vuvuzelas. Platt gefragt: Was soll das?! Soll das afrikanische Fußballatmosphäre darstellen? Wenn ja, kann ich nur doppeldeutig feststellen: Armes Afrika… WM gucken wird also in den kommenden vier Wochen zur Qual, denn ich befürchte, dass bei Spielen ohne afrikanische Beteilung genauso hartnäckig getrötet wird wie im Eröffnungsspiel. Diese logische Vorausahnung macht mich nervös… Ohropax? Ton abstellen? Beides keine Lösung. Bei Bundesligaspielen war ich „SKY“ immer dankbar, dass man den Kommentator wegschalten und auf „Stadionton“ umschalten konnte. In Südafrika ist es umgekehrt: „Bitte lieber Kommentator, sprich lauter. Liebe Technik, dreht den Außenmikros den Saft ab!“ fleht man innerlich ab Spielminute 1.

In Europa wird vielfach befürchtet, dass Vuvuzelas auch Einzug in europäische oder auch deutsche Stadien nehmen werden. Meiner Ansicht nach ist diese angst völlig unbegründet, da Vuvuzelas fast allen deutschen/europäishen Fußballanhängern auf die Nerven gehen. Ich sage es mal so: Wehe, jemand bringt eine Vuvuzela mit ins Stadion… Derjenige wird sein Blasgerät nach weniger als 3 Minuten von seinen Tribünennachbarn zerbrochen und zertreten im nächsten Mülleimer wiederfinden. Jede Wette. Wir werden in Deutschland Vuvuzelas so oft in unseren schönen, stimmungsvollen Arenen sehen wie eine Kuh in der Straßenbahn. Keine Sorge – zumindest der deutsche Fußball scheint gerettet. Vuvuzela-Nutzer haben eh meist vom Tuten und Blasen keine Ahnung – unterstelle ich hier mal ganz frech und wortspielerisch.

Dennoch wird das Übel „Vuvuzela“ uns in den kommenden vier Wochen noch einige Nerven und Trommelfelle kosten. Oder hat jemand eine Idee, wie man innerhalb von 2-5 Tagen alle Vuvuzelas Afrikas entsorgen kann?!

Noch ein Wort an die Leute, die argumentieren, Vuvuzelas würden zur afrikanischen Fußballtradition gehören: Dies ist nicht korrekt. Die Tröten sind erst seit circa Mitte der 90er Jahre im Kommen und sind daher nicht als „Tradition“ auf dem Schwarzen Kontinent zu bezeichnen.

Fazit: Die WM 2010 bei den fröhlichen, gut gelaunten und fußballfanatischen Südafrikanern könnte so schön werden, jedoch zerstören die Vuvuzelas jegliche Stimmung in den WM-Arenen und lassen nicht den Hauch von Fußballatmosphäre aufkommen. Hey – dann lieber popcornessende Amerikaner… Die stören wenigstens nicht. Bin mal gespannt, ob sich unsere deutschen Schlachtenbummler gegen die Tröten durchsetzen werden am Sonntag und man wenigstens einige „Deutschland, Deutschland“-Rufe hören kann. Ich hege starke Zweifel.

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