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Archiv für das Schlagwort “arbeit”

125 Jahre Leidenschaft: Herzlichen Glückwunsch, HSV

Jubiläums-Mitgliedsausweis

Jubiläums-Mitgliedsausweis

Am gestrigen Samstag, passend zum Bundesliga-Spiel gegen den „kleinen“ HSV aus Hannover, feierte Hamburg das 125. Vereinsjubiläum seines Hamburger SV‘. In einem hart umkämpften Spiel gewannen die Hanseaten durch das erste Heimtor von Neuzugang Artjoms Rudnevs in der 20. Minute mit 1:0. Die abendliche offizielle Feier in der O2-World war demnach gerettet. Vor Spielbeginn zeigten die Hamburger Fans, was sie drauf haben und sorgten für allgemeine Begeisterung: Zum Jubiläum gab es die größte Fußball-Choreographie aller Zeiten. Weltrekord! In achtmonatiger Gemeinschaftsarbeit haben die HSV-Fans, unter Federführung der „Chosen Few“, eine Choreographie auf die Beine gestellt, die ihresgleichen sucht. 45.000 Doppelhalter wurden von den Zuschauern mit dem Einlauf der Mannschaften in die Höhe gereckt. Vom unteren Teil des B-Rangs bis zum A-Rang der Imtech-Arena umspannte ein riesiges zusammenhängendes Banner das komplette Stadionrund. Die Aufschrift lautete:

„Ob Titel, Triumphe und Legenden, ob Zafirov, Autowachs und rosa Hemden – unsere Geschichte ist einmalig und wird niemals enden! 125 Jahre Hamburger Sport-Verein e. V.“.

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UNIversale Baustellen

Drama Baby!

Drama Baby!

Hach… wir befinden uns im letzten Drittel der vorlesungsfreien Zeit und die Faulheit der letzten Wochen rächt sich dramatisch. Ich muss bis zum Vorlesungsstart zwei Deutsch-Hausarbeiten fertigstellen sowie mich auf eine humangeographische Klausur vorbereiten. Judgment Day ist hier der 22.10.2008. Die „Deadlines“ rücken näher – huch: Heute ist ja bereits der 1.Oktober. Schreck lass nach!

Wenn mir jemand ein interessantes Hausarbeitsthema zum Thema „Lessing: Dramen“ nennen und vorschlagen kann: Immer her damit. Ich stehe derzeit noch gehörig auf dem Schlauch. Natürlich nur mangels Routine, nicht mangels Kreativität

Den heutigen Tag werde ich dazu nutzen, mir genüßlich bei einem Schluck Kaffee „Emilia Galotti“ und „Miss Sara Sampson“ literarisch reinzuziehen. Was gibt es an einem verregneten grauen Mittwoch, an dem man abendlich auch noch arbeiten muss, Schöneres als sich mit Lessings Tragödien und Lustspielen („Minna von Barnhelm“) zu beschäftigen. In die Literatur-Warteschlange haben sich außerdem noch „Nathan der Weise“, „Philotas“ und diverse ander Werke der Aufklärung und des Sturm und Drang eingereiht.

Prost Kaffee!

„Wie Sie ja bereits wissen…“ (…ist das Notebook defekt und ein Backup sinnvoll)

Wisst ihr, welchen Spruch und Satzübergang ich hasse wie der Teufel das Weihwasser?! Meist von Professoren in Seminaren und Vorlesungen genutzt: „Wie Sie ja alle bereits wissen…„. Ja? Was weiß ich? Weswegen sitze ich wohl hier in der Veranstaltung? Weil ich bereits alles weiss?!

In diesem Sinne: Wie ihr ja bereits wisst… arbeite ich Teilzeit in einer technischen Support-Hotline eines großen Festplatten- und MP3-Player Herstellers. Wie liebe ich die Anrufe vieler Kunden, deren Datenspeicher defekt ist und die nun keinen Zugriff mehr auf ihre ach so wichtigen Daten haben. Lustig wird es immer dann, wenn Examensarbeiten und Geschäftsdaten betroffen sind. Standardaussage ist meist: „Ich habe mir die Festplatte doch extra zur Datensicherung gekauft und jetzt geht die kaputt?!“. Soll vorkommen, dass Geräte mal einen Defekt aufweisen (denke ich mir) und antworte meist, dass der Anrufer sich ja glücklich schätzen können, die Daten vorbildlich gesichert zu haben, da jetzt noch an anderer Stelle eine Kopie der Daten vorhanden ist (oder sein müsste). Dumm nur, dass 90% der Kunden in Wirklichkeit keine Datensicherung betrieben haben, sondern Daten einfach nur auf den neuen Datenträger verschoben haben. Solche Calls arten leider manchmal in Beleidigungen und Beschimpfungen seitens des enttäuschten Anrufers aus und die Herstellerfirma samt ihren Produkten wird mit diversen Fäkalausdrücken betitelt (objektiv betrachtet natürlich zu Unrecht!!!). Aber aus eigenen Fehlern lernt man bekanntlich am Besten und Schnellsten… Wieso glauben viele Computernutzer eigentlich, dass Datenspeicher unkaputtbar sind? Bei einem Fernseher, einem Radio oder Mixer wird ein Defekt schon wetaus eher als „normal“ angesehen. Womöglich liegt bei einem Datenspeicher eine höhere emotionale Bindung vor bei all den dort gespeicherten ideellen Werten wie Urlaubsfotos und E-Mails von der Geliebten.

Worauf will ich hinaus? Es ist noch keine drei Tage her, dass ich die Diskussion mit meiner Lebensgefährtin führte. Ich wies sie freundlichst darauf hin, doch mal endlich die wichtigsten Daten ihres Laptops zu sichern. Die Antwort war, dass sie sich deswegen nun nicht extra ein Speichermedium kaufen wolle, das sei ja doppelt gemoppelt und davon hätte sie nichts außer Kosten. So weit, so gut.

Wie es nun kommen musste, erreichten mich während meiner Arbeitsschicht am gestrigen Dienstag diverse Panik-SMS. Das gute Medion-Laptop hatte doch glatt seinen ansonsten reibungslosen Dienst versagt und hatte sich mit Dutzenden von unaufgeforderten „Minus“-Zeichen im Textfeld einer E-Mail verabschiedet. Beim darauffolgenden Neustart hieß das Motto „Rien ne va plus.“. Na sowas aber auch… Laptop ist definitiv defekt und wird nun eingeschickt. Über die Frage meiner Herzallerliebsten „Und was ist nun mit meinen Daten? Ich brauch‘ die doch noch.“ konnte ich -so leid es mir auch tut- nur schmunzeln.

Wie sie ja bereits wissen…: Wer nicht hören will, muss fühlen. Nicht nur anonyme Kunden lernen aus Versäumnissen, sondern auch die eigene Freundin. Wobei ich durchaus mitfühlend bin. So viel Empathie muss sein.

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