Enjans Blog

Kieler Kunterbuntes

Archiv für die Kategorie “Privates”

Mein Postzusteller ist überfordert – Gaudi in der Lederhose

Wie ich hier im Blog bereits geschrieben habe, bin ich begeisterter Postcrosser. Für alle, die das Postcrossing-Projekt noch nicht kennen: Man kann dort Postkarten an Mitglieder in aller Welt verschicken und erhält die entsprechene Anzahl von versendeten Postkarten von jeweils anderen Usern zurück. Pro Woche trudeln hier 5- 15 Postkarten ein. Das scheint unseren Postzusteller zu überfordern bzw. habe ich ihn schon so konditioniert, dass er anscheinend sämtliche Postkarten Kiels in meinen Briefkasten stopft, ohne auf den korrekten Empfänger zu achten. Letzte Woche hatte ich eine Ansichtskarte aus Australien im Briefkasten, die für meinen Nachbarn bestimmt war. Heute dann das Highlight: Eine Karte für eine weibliche Person, die an eine Adresse weit entfernt von meiner Straße adressiert war. Da sendet jemand eine selbstgestaltete Karte aus dem Urlaub in Österreich an ihre beste Freundin. Das Motiv ist echt witzig… und zeigt die Absenderin knutschenderweise vor dem Ösi-Alpenpanorama. Grins. Hach… Teenager möchte ich nochmal sein.Bin ich froh, dass die beiden nicht im FKK-Urlaub weilten… Ich habe die Personen so gut es geht unkenntlich gemacht. Will hier ja niemanden persönlich vorführen. Ich find’s süß 🙂

Gaudi in der Lederhose

Gaudi in der Lederhose

„… denn Gesundheit ist das höchste Gut!“ – GOLDS Kiel

GOLDS

GOLDS

Mehr oder weniger klammheimlich hat sich der Frühling an uns herangeschlichen. Hurra! Der Gedanke an Sonne, Strand und Meer lässt die Hormone eines Jeden von uns jubeln. Wenn da nicht dieser Winterspeck wäre, der einem diese wundervollen Gedanken an die schleswig-holsteinischen Beachgirls gründlich verdirbt. Was folgt ist der schwere Gang auf die heimische Waage und die sich einstellende, bereits erwartete Ernüchterung. Zeigt eure Personenwaage auch immer gute 20 Kilogramm zu viel an?! Schrecklich, gell?! Sagte ich mir auch und – jetzt kommt’s – meldete mich im FITNESSSTUDIO an! Ja, ihr habt richtig gehört – F-I-T-N-E-S-S-S-T-U-D-I-O! ! ! Faul war gestern. Okay zugegeben – ich habe mir das Studio gründlichst ausgesucht. Auf Deutschlands Marktführer (die Schottenstudios mit dem bekannten „Mc“) in einem der berüchtigsten Kieler Stadtteile hatte ich ohnehin keine Lust… Die Klientel, liebe Leute, die Klientel. Dafür ein unschlagbarer Speck-weg-Discount-Preis i.H.v. 16,90 per Monat. Trotzdem – nichts für mich. Die Kieler Studenten treiben sich alle im sogenannten FiZ herum, der unieigenen Fitnesshalle… auch nichts für mich, da zu überfüllt und zu viele bekannte Gesichter. Während des schweisstreibenden Speck-weg-Trainings muss mich nicht zwingend meine schicke, junge 20jährige Sitznachbarin aus dem letzten Literaturseminar observieren, so dass ich noch roter auflaufe als ich beim Gewicht stemmen eh schon bin. Zur Sache, Schätzchen: Ausgeguckt habe ich mir den Kieler Fitnessclub GOLDS im Grasweg. Probetraining vereinbart, nette Leute, nette Angestellte und Trainer – Vertrag unterschrieben, fertig. Alles für gut befunden! Nach dem Motto: Nicht lange fackeln, wir bringen jetzt den Arsch zum Wackeln. Mittlerweile steht mein erster Trainingplan – fast.. und die schnellen Jungs haben auch schon meine Mitgliedskarte fertig gedruckt (siehe Bild).

Das GOLDS kann ich meinen ersten Eindrücken nur empfehlen. Das Publikum ist bunt gemischt, vom Studenten über die Hausfrau bis hin zu Arnold II. Für die Damen gibt es bei Bedarf einen ganz eigenen Trainingsraum mit Geräten, zudem ein bunter Strauß an Kursen, ein schickes Bistro, Wasser gibt es gratis und für ein abwechslungsreiches Fernsehprogramm während des quälenden Ergometertrainings ist auch bestens gesorgt. Ich sah gestern z.B. die Niederlage des THW Kiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen. Hihi. Bin ja nicht so der THW-Fan… „Nur der HSV“ sage ich immer – nicht umsonst habe ich meine GOLDS-Trinkbuddel mit der Raute beklebt. Flagge zeigen – auch in schweren Zeiten. Ich habe die St. Pauli-Heimniederlage immer noch nicht verdaut. Aber zurück zum Thema. Der Mitgliedsbeitrag ist noch relativ human, befindet sich wohl im Durchschnitt deutscher Fitnessstudios. Das GOLDS rechnet 14tägig ab (gefickt eingeschädelt, da sind Kapitalisten am Werk) und 14 Tage schlagen in meinem Fall mit knapp 25 Euro zubuche, da ich lediglich einen 12-Monatsvertrag abgeschlossen habe. Ihr wisst ja wie das ist… Zwei Monate geht man brav hin und dann fängt plötzlich RUDI, der innere Schweinehund, tierisch an zu kläffen und meint, dass es auf der Couch doch viel gemütlicher sei. Genau das soll mir aber dieses Mal nicht passieren. Habe Rudi abgegeben… Tierheim Uhlenkroog. R.I.P., RUDI – warst ein jahrelanger treuer Kumpel.

Ich sah gestern einen passenden Spruch im Studio:
Der größte Schritt ist der aus der Tür!

Wie wahr, wie wahr! In diesem Sinne – klopf, klopf hasch mich ich bin der Frühling.

I AMsterdam – zurück aus Holland

Da bin ich wieder. Der Sommerurlaub 2010 gilt seit Montag offiziell als beendet. Ich hatte eine tolle Woche in den Niederlanden mit Sonne, Regen und Wolken. Ein Besuch in Amsterdam durfte doch u.a. nicht fehlen. Here are the pics. Das überall anzutreffende Wortspiel-Motto „I AMsterdam“ kannte ich bis dahin noch nicht – ist neu. Aber ganz nett wie ich finde. Leider hatte ich nur knappe fünf Stunden, um Amsterdam zu erkunden. Zuletzt war ich trotz der Nähe zu meinem Heimatort als Kind in der niederländischen Hauptstadt. Ich hatte mich reiseführertechnisch voll auf mein iPhone verlassen, hatte aber nicht bedacht, dass die Reiseführer-App nicht funktinieren werden würde, da ich im Ausland Datenroaming deaktiviert hatte.  Deswegen gestaltete sich der Besuch auch etwas chaotisch, uninformiert, spontan und stressig. Sollte aber ohnehin nur eine Stippvisite werden. Der längere Aufenthalt folgt noch… irgendwann… Am Rijksmuseum und von-Gogh-Museum herrschte wie erwartet zu großer Besucherandrang, um sich dort für einen Besuch anzustellen. Es ging den Massen nach durch die Einkaufsstraßen bis hin zum Hauptbahnhof – der Central Station. Die Streckenführung unterlag nicht meiner Regie sei hier mal angemerkt… Ich hätte mich weiter westlich orientiert, um am Königspalast und der Oude Kerk vorbeizukommen. Aber rücksichtsvoll und höflich wie ich immer bin, überließ ich meinen Mitstreitern die Rolle des Reiseführers, was sich im Endeffekt als großer Fehler herausstellte.  Wir nahmen die östliche Route durch die City… Nix mit Amsterdamer Red Light District und Königin Beatrix zuwinken… Sowas… Schade. Queen Bea weilte aber bestimmt im Sommerurlaub – also nicht in Amsterdam. Wenn die gute Frau nicht verrückt ist.
Auffallend viele Amerikaner und routinemäßig fotografierende Asiaten traf man in der Amsterdamer City. Den Amerikanern sagt man nach, sie kämen nur des legalen Kiffens und des Rotlichtbezirks wegen. Das lasse ich jetzt mal so dahingestellt. Ich (!) wollte lediglich KULTUR sehen! Ja, Kultur! Studentisch angemessen. Aber ein Coffee-Shop gehört auch mit zur niederländschen Kultur, gell!? Nach fünf Stunden taten die Füße weh und wir landeten beim nächstbesten Inder in Bahnhofsnähe. War ja gar nicht so mein Ding dieses Tandoori Chicken, welches noch am Knochen hing. So, liebe Blog-Leser – Groetjes.

P.S.: In den nächsten Tagen werde ich euch einige meiner Amsterdam-Souvenirs präsentieren. Jajajaja.

I AMsterdam (vorm Rijksmuseum)

I AMsterdam (vorm Rijksmuseum)

Daher kommt der Name "Grachtenscheisser"

Daher kommt der Name "Grachtenscheisser"

Für angehende Kiffer mit etwas Geduld

Für angehende Kiffer mit etwas Geduld

Gracht

Gracht

Dieses holländische Meisje lief mir zufällig durch's Bild. LEUK!

Dieses holländische Meisje lief mir zufällig durch's Bild. LEUK!

Rembrandts ehemaliges Wohnhaus haben wir auch gesehen

Rembrandts ehemaliges Wohnhaus haben wir auch gesehen

Ich will auch mit 'nem Motorboot durch Kiel...

Ich will auch mit 'nem Motorboot durch Kiel...

Schiefes Haus in Amsterdam China-Town

Schiefes Haus in Amsterdam China-Town

Da fehlte doch noch eine Stereotype :-)

Da fehlte doch noch eine Stereotype 🙂

Der wunderhübsche Garten unseres Bungalows. Super.

Der wunderhübsche Garten unseres Bungalows. Super.

I am a Kater in a box

Kater in a box

Kater in a box

Fast scheinfrei

Abschied nehmen… von Seminaren und langsam auch von der Uni… Das Examen naht mit großen Schritten. Ich fand das Foto gerade auf meinem iPhone. Habe ich wohl irgendwann dieses Semester in einem Seminar gemacht… Jetzt weiss ich auch, wo: „Jugendsprache“ – es ging gerade um Varianzanalysen bei empirischen Untersuchungen (siehe Tafelbild). Billigste Statistik also. 🙂 Ich wollte das Wort „Statistik“ eigentlich nie wieder im universitären Zusammenhang in den Mund nehmen.

Uniseminar...

Uniseminar...

Sankt Peter-Ording 2010

Mallorca? Gran Canaria? Thailand? Alles Käse: Wir haben einen der schönsten Strände der Welt direkt vor der Haustür: SANKT PETER-ORDING! Ich liebe dieses Fleckchen Erde abgöttisch. Als Kieler klingt es zuerst paradox, wenn man lieber 120 km nach SPO fährt anstatt die nahe Ostsee zu wählen. Vorteil SPO: Ein ewig langer und breiter Strand, nette Leute, Ebbe und Flut, Natur pur. Leider fehlt oftmals die Zeit, sich einen Tag Auszeit zu nehmen. Letztes Wochenende habe ich es aber geschafft.

Eventtipp: Kitesurf-Weltcup St. Peter-Ording; 16. – 25. Juli 2010 mit Rahmen-Party-Programm LINK

Hier die Pics:

SPO: Blick auf den Leuchtturm Westhever bei Ebbe

SPO: Blick auf den Leuchtturm Westhever bei Ebbe

Strandabschnitt Ording Blickrichtung Hauptstrand

Strandabschnitt Ording Blickrichtung Hauptstrand

Wo ist das Wasser hin?

Wo ist das Wasser hin?

Ordinäre Ordinger Möwe und Leuchtturm

Ordinäre Ordinger Möwe und Leuchtturm

Meine Spuren im Sand, die ich gestern noch fand...

Meine Spuren im Sand, die ich gestern noch fand...

Schatten auf Sand

Schatten auf Sand

Hitzefrust?!

Deutschland schwitzt… Kann es an der Hitze liegen, dass ich heute extremst stinkig bin? Wie sagt man so schön: Ich habe den Kaffee auf. Oberkante Unterlippe. „Holst mal schnell deine zwei nicht zugestellten Briefsendungen von der Hauptpost ab!“ dachte ich „und gehst danach schnell zu ALDI – Zutaten für den Kartoffelsalat kaufen.“.

1. Station Post: Die Sonne brennt. Kiel ist eine Baustelle. Geparkt werden kann nur noch im Hinterhof der Hauptpost (die mitten in der City liegt). Klasse. Parkplatzsuche! Frei nach Herbert Grönemeyer: Ich warte schon seit Stunden und dreh so meine Runden… Nach zehn Minuten Parkplatz gefunden. Rein in die Post: Riesenwarteschlange vor den Schaltern. „Prost Mahlzeit“ denke ich und krame meinen sauersten Gesichtsausdruck hervor. Hurra – nach gefühlten 30 Minuten bin ich an der Reihe. Postmitarbeiterin schaut auf eine meiner beiden Abholkarten: „Zustelversuch am 08.07.? Na, der Brief wird vieleicht noch da sein…“. BITTE??? Na sicher ist der noch da – die Lagerzeit beträgt immerhin 7 Tage! Heute ist der 14.7. – macht 6 Tage! Hallo?! Geht’s noch.. In mir fängt’s weiter an zu brodeln. Was ein dümmlicher Kommentar. Post-like. Geh‘ Mathe machen, Mädchen, und reg mich nicht auf. Das Beste war, dass ihr Kollege jede 10 Sekunden wild herumschrie: „Hier anstellen!!! Wir haben nur einen (!) Wartepunkt!!!“. Sehr intelligent, dass bei der Post ein rieseiges Schild im Raum steht, auf dem sinngemäß steht: „Bitte nutzen Sie auch den 2. Wartepunkt im hinteren Teil.“. Meine Empfehlung an den brüllenden Herren war, das Schild doch zu entfernen, dann könne er seine Stimme schonen und die maßlose Schreierei für den Abend mit seiner Frau aufheben. Er meinte angepestet und lapidar, dass man sich hier ja nicht um alles kümmern könne. Ah ja – ich habe es doch nur gut gemeint, der Herr. Püh…

Nächste Station: Der ALDI-Markt – bekannt durch den vorherrschenden extremen Asozialen- und Alkoholiker-Zulauf. Es stinkt schon auf dem Parkplatz nach Alkis und 10-Tage-nicht-gewaschen. Aber der Kartoffelsalat im WeightWatchers-Style verlangt nach seinen Zutaten. Sorry, aber ihr hättet spätestens jetzt ebenfalls die Nase voll gehabt. Kartoffeln, Paprika, Gurke, Äpfel, Bananen. Alles Standardsachen auf meiner Liste, oder täusche ich mich? Sollte kein Problem sein… Denkste! Jetzt weiß ich, wieso ich den Einkauf bei der Discounter-Konkurrenz präferiere. Ich fluche selten in Supermärkten, aber heute habe ich es getan („Scheissladen“). Die Obst- und Gemüsetheke war leergefegt. „Typisch ALDI“ denke ich kurz. Ach nee, ich vergaß: Es gab noch Fruchtfliegen im BigPack auf den verdorbenen Nektarienen, Äpfeln und braunen Bananen. Alter Falter. Wo wohn ich hier?! Früher in der DDR konnte es nicht schlimmer gewesen sein. Immerhin habe ich meine ALDI-Cola Zero bekommen… An der Kasse konnte ich mir allerdings nicht verkneifen, die Kassiererin darauf aufmerksam zu machen, dass die Obst- und Gemüseabteilung mal wieder einen Offenbarungseid abgäbe  und dass sie mich die nächsten 12 Monate erstmal nicht wiedersehen würde. Antwort: „Der Lieferwagen ist gerade gekommen und steht auf dem Hof… Wir räumen dann irgendwann am Nachmittag die Ware ein…“. Ahja… am Nachmittag.. irgendwann…  Bitte denkt an das Insektenspray für die Fruchtfliegen… Aber nun gut – kenne ich von DEM Aldi auch nicht anders. Bei ALDI ist es doch immer so: Man hat gefühlte zwanzig Artikel auf der Einkaufsliste stehen, bekommt aber nur 10 davon. Den Rest muss man notgedrungen teuer im Nicht-Discounter kaufen. ALDIs Sortiment ist schlecht, schlechter, am schlechtesten. Meine Hutschnur stand mir schon im 180 Grad Winkel hoch als es weiter gen Auto ging… Ich hatte zuvor eine ALDI-Plastiktüte für meine gerade erworbenen halb vergamnmelten Champignons, die zwei von Fruchtfliegen angefressenen Ananas, die Batterien und diverses anderes Zeugs, welches nicht auf der Einkaufsliste stand, erworben. Am Auto und kurz bevor ich den letzten Artikel eintüten wollte, macht es RATSCH… Tüte gerissen. Der Boden gepflastert mit dem ehemaligen Tüteninhalt. Meine Miene muss zu diesem Zeitpunkt sehr verfinstert ausgesehen haben… vielleicht auch hochrot. Wer weiß das schon – außer der Kassiererin, die leider meine Wut voll abbekommen hatte.

Oh ich vergaß diese dickliche, immerwährend quatschende Kundin… Ihr erstes Opfer war die Mitarbeiterin, die übelst zugetextet wurde. Jetzt wissen wir alle, dass die dicke Kundin 1,5%-Milch kauft, weil die andere 3,%-fette ihr zu fetthaltig ist – genauso wie das Aldi-Eis. „Wo haben sie Cabanossi? Und Sprühsahne…?“ Die Mitarbeterin muss gedacht haben „Und wo hab ich mein Tepptichmesser?!“. An der Kasse stand die redselige dicke Frau vor mir. Ich hatte mich kaum eingereiht prasselte ein verbaler Tornado auf mich ein: Ihr Sohn würde endlich aus dem „Hotel Mama“ ausziehen, sie würde sich bei der Hitze in den Keller verdrücken, wobei es dort immer so schrecklich stinken würde aufgrund von hochgepressten Grund- oder Abwässern… Sie würde zu nah an der Förde wohnen. Naja, wenn die so viel scheisst wie sie redet, verwundert mich der Gestank nicht. Nicht, dass ich mich an ihren an mich gerichteten Monolog beteiligt hätte… Ich konnte aber mir letztendlich hinsichtlich des Wohnungsauszugs ihres Sohnes nicht verkneifen, zu bemerken: „Ihr Sohn ist sicher heilfroh über seinen Auszug…“. Sie hat leider die Ironie nicht ganz erfasst…

Ich bin wirklich kein Choleriker.. Ehrlich nicht. Ich schwör’s euch. Ich bin die Ruhe selbst. Der Vormittag heute war „too much“ für mich. Dem Nervenzusammenbruch nahe. Meine Freundin schaut mich schon die ganze Zeit schräg von der Seite an, hört zum Glück ihr Hörbuch auf ihrem MP3-Player, so dass sie mich nicht fluchen hören kann. Besser ist das! Was jetzt? Na was wohl: Die restlichen Lebensmittel aus dem Auto holen, denn ich hatte bekanntlich keine Tragetasche (mehr) zum Hochschleppen. Außerdem habe ich vorgestern geschätzte 100 ml Energydrink („Relentless“) über meine Tastatur geschüttet, so dass meine „L“-Taste klebt und nicht mehr korrekt funzt. Media Markt – ich komme – aber wehe, da steht ein Schild: „Heute nur ein Wartepunkt!“…

Ich werde noch bettelarm – Riss in der Frontscheibe (Update)

Ich rege mich soeben fürchterlich auf. Hintergrund ist ein Miniriss in meiner PKW-Frontscheibe verursacht durch einen Steinschlag. Bereits vor vier Monaten musste mir meine Frontscheibe komplett ausgetauscht werden. Nun ein neuerlicher Stein, der in die Scheibe geflogen ist. „Carglass“ weigert sich, den Riss „zuzuharzen“ (für mich kostenlos), da sich die Kerbe angeblich im Sichtfeld befindet. Die jeweiligen Lenkradseiten bilden die Abgrenzungen des Sichtfeldes zu den Seiten hin. Meine Macke liegt haargenau auf der Grenzlinie. Ich sehe vom Fahrersitz aus meine Motorhaube – von wegen Sichtfeld. Das ist es auch, was mich aufregt: Null Kulanz. Jetzt muss ich wieder einmal 150,- Euro berappen, um eine komplett neue Scheibe einbauen zu lassen.

Das nächste Mal wenn mir ein vorherfahrendes Fahrzeug einen Stein auf die Windschutzscheibe schleudert, gibt es Ärger… Super – Tag gelaufen. Bin ich Krösus oder heisse ich Rockefeller? Am liebsten würde ich den Miniriss bis zur nächsten HU da lasen, wo er ist. Zu spät – Freitag rollt das mobile Carglass-Kommando an und ich kann wenig später abermals meine Kreditkarte zücken. Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus die Steine schlagen ein…

[Update]: Die Lösung ist doch ganz einfach: Man rufe ein Konkurrenzunternehmen an und frage da nach, ob sie die Reparatur durchführen würden. Zwei von zwei Unternehmen bejahten meine Anfrage. Also Carglass-Termin abgesagt, Zeit und 150 Euro gespart. Ich bin ja durchaus ein verständnisvoller Typ und kann Sicherheitsbedenken nachvollziehen. Aber diese Geschichte war lächerlich. Der Riss so lang wie der Fingernägel meines kleinen Fingers, außerhalb meines Sichtfeldes gelegen. Dafür soll ich mir eine neue 700 Euro teure Scheibe einbauen lassen, damit Carglass mehr verdient? Nee, danke. Nichts gegen Carglass. Die machen ansonsten einen guten Job und ich werde da auch jederzeit wieder hingehen. Nur in diesem Fall halt mal nicht. Das war alles andere als kulant. Selbst Schuld.

Brunchfotos? Ging nicht…

Da hatte ich meiner lieben Bloglesergemeinde Fotos vom Mövenpickbrunch versprochen und dann muss ich zwei Tage später mit der „Hab keine gemacht“-Nummer rausrücken. Nun muss ich nach einer Entschuldigung suchen. Ihr seid alles auch nur Menschen, mit Lust und Trieben, genauer gesagt Huntertrieben. Was passiert mit uns, wenn wir ein üppiges Frühstücksbuffet sehen? Genau! Wir rennen hin, packen uns den Teller mit Rührei, Schinken und co. voll und denken „Scheiss‘ auf Vergiss die Fotos, ich will jetzt schaufeln mich an den kulinarischen Köstlichkeiten erquicken!“. Irgendwann ist aber selbst mein Magen voll und man widmet sich vernünftigeren Dingen wie z.B. den ausgedehnten Verdauungspaziergang an der Trave entlang und durch die hübsche Lübecker Innenstadt, wo letztes Wochenende zur Freude der weiblichen Beteiligten ein verkaufsoffener Sonntag statt fand. Wir Männer sind doch einfach zufrieden zu stellen oder? Man stellt uns Rührei, Schinken und 5 Brötchen auf den Tisch und die Welt ist wunderschön… Bei Frauchen ist das anders. Da wird erst gelacht, wenn sich die goldene Kreditkarte in ihren Händen befindet und das Bankkonto schon weit ins Rote gerutscht ist.

Ich will ja nicht so sein: Hier ist wenigstens ein Foto vom weltberühmten Lübecker Holstentor. Nein – ich war nicht besoffen und habe das iPhone schlief gehalten. Das Holstentor ist es, das dem Schiefen Turm von Pisa in Sachen Schieflage Konkurrenz macht.

Schönen Dienstag euch allen. Wird schon schiefgehen.

Holstentor Lübeck

Holstentor Lübeck

Der Mai ist gekommen… Mischmasch

Moiners! Liebe Leute, lange nicht mehr gebloggt. Wir haben es ja schon Mai, die Bäume schlagen aus und der letzte Blogentry datiert vom Februar. SKANDAL! In Hamburg und Berlin sind sie deswegen gestern, am 1. Mai, schon auf die Barrikaden gegangen, haben sich geschlagen und gezündelt, haben gebettelt: Enjan, hau‘ endlich wieder in die Tasten, mönsch! Ok, ok, ok, ich gebe mich geschlagen. Gibt aber an dieser Stelle (noch) nichts Blogbares. Ändert sich… Denn heute wird das zweiten Mal das der Brunch im Lübecker Mövenpick angetestet. Mmmmh – legger.

Definition Brunch: der Brunch, die Brunche (Plural): Ein Kofferwort, welches sich aus den beiden Wortsegmenten BReakfast (engl. Frühstück) und LUNCH (engl. Mittagessen) zusammensetzt. Laut Herrn Duden handelt es sich hierbei um ein ausgedehntes, reichhaltiges, das Mittagsessen ersetzende Frühstück. WJetzt habt ihr wieder was gelernt dank Enjans Blog. Die Bedeutung von „Kofferwort“ ergooglet ihr euch bitte selber. Die Firma dankt!

Zurück zum BRUNCH: Ja, Lübeck, Hansestadt, Holstentor – genau. Da steht fast direkt neben dem sagenumwobenen Holstentor dieses Mövenpick-Hotel, das einen der teuersten Brunche der Stadt anbietet. Aber wozu hat man Freunde, die einen (erneut) einladen?! Mal schauen, welche kulinarischen Köstlichkeiten von mir am Nachmittag dafür verantwortlich gemacht werden, dass ich mein WeightWatchers Pointslimit mächtig überzogen habe. Die Pasta in Gorgonzolasosse? Oder eher die vier Brötchen mit fettarmen Lachs? Who knows… Dazu könnten auch die Unmengen Latte Macchiato mit Vollfettmilch beitragen. Man lebt nur einmal, oder? Das heißt ja nicht, dass man auch nur einmal am Tag essen darf.

Erwähnte ich soeben Weightwatchers? Ähhhm ich habe nichts gesagt *düddeldüdidumm*. Sowas darf man nicht öffentlich machen. Erstens bleibt der Überraschungseffekt aus, wenn man Leute trifft, die man länger nicht gesehen hat („Boah ey – haste abgenommen oder was?!“. Zweitens führt es eine mentale Krise herbei, wenn man kläglich mit seinen Abnahmversuchen ein 241. Mal scheitert und alle sagen („War doch eh klar…“). Diese Bestätigung gönne ich niemandem – nicht mal mir selbst. Nun, liebe Leute, kommt aber das große ABER: Aber ich schaffe es diesmal. Ha! Und daher soll es auch kein Geheimnis sein. Ich habe die letzten Tage darüber nachgedacht, eventuell einen Abnehm-Vlog zu starten. Diesbezüglich muss ich mal schauen, ob sich so etwas sinnvoll realisieren lässt. Da fällt mir Trulyjess ein von YouTube. Eine sympathische Kanadierin, die erst mit WW abnahm und jetzt zum Fitnessguru mutiert. Reinschauen lohnt sich – zumal sie durchaus tageslichttauglich erscheint.

HSV Choreo Fulham

HSV Choreo Fulham

Anderes Thema. Gestern. HSV vs 1. FC Nürnberg. Deutschland hatte einen FCN-sieg erwartet und was war? Eine grottenschlechte Nürnberger Mannschaft spielte (spielte???) in Hamburg vor und wurde mit 4 Toren bei 0 Gegentoren ins Frankenland geschickt. Der HSV hatte keinerlei Mühe und Chancen im Dutzend. Dummerweise gewannen alle Nürnberg-Abstiegskonkurrenten, so dass man hier durchaus das Wort „Arschkarte“ aufgreifen kann. Mit sogenannten „Arschkarten“ kennen wir Hamburger uns aber bestens aus. Die Niederlage gegen Fulham und das Ausscheiden aus der Europa-League brennen noch immer im Herzen eines jeden HSV-Fans. Ich habe in den letzten Wochen kein gutes Haar an der Mannschaft gelassen. Für mich ist und bleibt es eine charakterlose Truppe. Da stimmt hinten und vorne nichts. Auftrag an die Vereinsführung: 50% des Kaders muss im Sommer ausgemistet werden, insofern das finanziell möglich ist. Hey Sunderland – noch Interesse an Guy Demel? Wir legen noch 1 Mio. drauf, wenn ihr ihn uns samt Versagerordens abnehmt. Echt jetzt… Kein Spaß. Ich will mich gar nicht weiter auslassen über einzelne Spieler. Eigentlich würden Elia, Rozehnal und Troche auch noch ihr Fett weg bekommen. Da ich mir aber den Tag nicht verhageln will, halte ich mich kurz. Gestern präsentierten die VIPs aus Loge 45 (oder so) einen Banner mit dem sinngemäßen Inhalt, dass sie ihrem HSV gute Besserung für die Saison 2010/11 wünschen würden. Dem schließe ich mich an und füge hinzu, dass ich Herrn Hoffmann endlich mal ein glücklicheres Händchen bei der Trainersuche wünsche. Hände weg von Lucien Favre bitte. Kommentator Michael Born erwähnte ihn gestern während der SKY-Übertragung.

Fulham hin oder her: Oben seht ihr noch ein Foto der Choreo vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen die Londoner vom „Craven Cottage“. War das Beste am Abend.

Bis später. Genießt das erste Maiwochenende und beehrt mich bald wieder. Brunch! Ich werde Fotos liefern…

P.S.: Tschüss Bruno (Labbadia – unser Ex-HSV-Coach). Empfehlung für dich ganz persönlich: Ein Coaching in Sachen Mannschaftsführung. Besser ist das… Darmstadt, Fürth, Leverkusen, HSV,… Fußballer nennen das eine Negativserie. Wir wissen, dass du fachkompetent bist. Das alleine reicht aber nicht, um in einer Bundesliga zu bestehen – wie du es jetzt vielleicht selber endlich bemerkt haben solltest.

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