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Archiv für die Kategorie “lehrer”

Die Suche nach… dem perfekten Lehrerkalender

Seit einem Jahr arbeite ich nun als Lehrer in Vollzeit und ich bin immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Lehrerkalender, eines der wichtigsten Handwerkszeuge in unserem Berufsstand.

Welche Ansprüche muss ein Lehrerkalender erfüllen? Da streiten sich die Lehrergeister für gewöhnlich. Dem einen ist ein ausreichend großer Kalender von höchster Priorität, dem anderen viel Platz und Raum für alle Arten von Listen etc.

Marktführer ist gefühlt das Produkt der Firma TimeTEX. An dieser Stelle möchte ich euch aber einen Kalender vorstellen, der an meiner Schule äußerst beliebt ist. Er stammt von der Firma Le-Le GmbH aus Wissen und ist in den Formaten DIN A4 und DIN A5 erhältlich.. Der Ortsname ist hier also Programm. Weiterlesen…

Der Apostroph ist von uns gegangen…

Ihr erinnert euch an mein Posting „Rettet den Apostroph„? Der HSV hat dankenswerterweise auf meine E-Mail hin reagiert und hat auf sämtlichen Hinweisschildern in der Imtech Arena den Fehler korrigiert. Das fehlgesetzte Apostroph wurde übergeklebt.

Zur Erinnerung: In der Imtech-Arena des HSV befanden sich Hinweisschilder mit der fehlerhaften Beschriftung „Weitere WC’s…“. Da es sich um einen einfachen Plural handelt, wird hier laut amtlicher Rechtschreibung natürlich kein Apostroph gesetzt.

Hier die Beweisfotos, die ich vor dem Spiel gegen Hannover 96 machte (16.4.2011):

ohne Apostroph (korrigiert)

ohne Apostroph (korrigiert)

nachher

nachher

Vorher und nachher

Vorher und nachher

Rettet den Apostroph, HSV!

Rettet das Apostroph

Rettet den Apostroph

Beim letzten Heimspiel des HSV fiel mir ein typischer Fauxpas der deutschen Sprache im Stadion auf. Tatort: Das Behinderten-WC und die dazugehörige Beschilderung. Wer erkennt den Fehler? Richtig! Ein orthographischer Fehler: Der Plural von „WC“ lautet „WCs“ und nicht „WC’s“ wie auf dem Schild falsch gedruckt. Anstelle des HSV hätte ich die Schilder lange mal ausgetauscht. Mich zumindest treiben solche Fehler immer zur Weissglut, zumal sie heutzutage von sehr vielen deutschsprechenden Menschen gemacht werden. Da wird wohl etwas mit dem Englischen verwechselt. Man geht vermehrt dazu über, das Plural-s bei englischen Begriffen mit einem fälschlich gesetzten Apostroph abzugrenzen. Meistens fallen Apostroph-Fehler bei den Genitiven auf, wie z.B. bei „Omas Backstube“ oder „Vaters Auto“.

Fazit: Es schreibt sich WCs, (oder CDs, Trochowskis Tor,…)! NICHT WC’s!!! Ich vermute, dass der HSV den Fehler selber noch nicht bemerkt hat oder gekonnt ignoriert. Lieber HSV, Fußballanhänger sind nicht so dumm wie ihr glaubt… 🙂

Rettet das Apostroph

Rettet den Apostroph

Livemocha: Hier können auch Khedira und Özil Spanisch lernen

Sami Khedira hier mit Meisterschale zu Stuttgarter Zeiten (Foto: Stefan Baudy via flickr.com)

Sami Khedira hier mit Meisterschale zu Stuttgarter Zeiten (Foto: Stefan Baudy via flickr.com)

Real Madrids Trainer Mourinho mokierte sich zuletzt medienwirksam über die schwierige Integration der beiden deutschen Neu-Königlichen Sami Khedira (Foto) und Mesut Özil mangels spanischen Sprachkenntnissen.

Den beiden empfehle ich die Seite livemocha.com, auf der ich mich kürzlich ebenfalls angemeldet habe, um grundlegende Spanischkenntnisse zu erlangen. Bei Livemocha.com handelt es sich um eine Lernplattform mithilfe derer der User eine Vielzahl an Fremdsprachen im Selbststudium erlernen kann. Aufgebaut sind die Sprachkurse per Lektionen, die Vokabel-, Sprach- und Schreibübungen beinhalten. Alles in allem in komplett kostenfreies Angebot, bei dem man auf Wunsch interaktiv tätig werden und andere Mitlerner bzw. Muttersprachler kennenlernen kann. Übungen werden beispielsweise von anderen Usern korrigiert und ggf. ergänzt. Ersteinmal Daumen hoch für diese innovative Lernplattform, bei der es allerdings seitens der Betreiber noch einige Schwächen auszumerzen gilt. Cornelia Steinmann hat in ihrem DaF-Blog eine Rezension zu dem Thema veröffentlich.  Livemocha.com wurde kürzlich in die Liste der TOP 50 Websites des TIME Magazines des Jahres 2010 aufgenommen.  Buenos dias, Senor Khedira.

Seitdem klappt’s auch mit meinem Trainer…

Luxusinternat

Ich hatte vor einiger Zeit einen Artikel über „Das Luxusinternat“ verfasst – ausgestrahlt auf RTL. Allem Anschein nach gefällt die negative Kritik einigen Schülern dieser Schule nicht. Daher frage ich mich: Wenn die RTL Reportage überzogen gewesen sein soll und alles nicht so ist, wie es rüberkam, wieso erteilt man RTL überhaupt eine Drehgenehmigung? Es war doch klar, dass ein reißerischer Bericht entstehen würde. Nicht wegzulügen sind aber die vielen überheblichen Statements der Eltern bzw. auch einiger Schüler. Ob diese Leute an der Schule eine Minderheit sind, vermag ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Anstatt sich über negative Publikumsresonanz aufzuregen, sollte man mit der Kritik an die produzierende Firma herantreten, die u.U. ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht nachgekommen ist und so eine polemische (?) Reportage gesendet hat. In der heutigen, wirtschaftlich unsicheren Zeit reagieren viele Menschen empört auf zur Schau gestellten Reichtum und Arroganz. Das sollte RTL bedenken, aber auch alle Schüler und Schülerinnen der betroffenen Schule, die ich mitunter zu Unrecht vorverurteilt fühlen. Klar ist: Viele SchülerInnen der Schule werden lieb und nett sein. Keine Frage. Nur werden diese SuS leider zu keiner Zeit im Bericht gezeigt oder gar erwähnt. Also liebe Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Schulleiter und Eltern aus/in Neubeuern: Wer sich ein RTL-Kamerateam ins Haus holt, muss mit saftiger und ggf. auch unberechtigter Kritik rechnen und leben. Alleine der Titel „Luxusinternat“ ist polemisch genug gewählt. Wer sich zudem noch arrogant und überheblich im TV äußert und vermeintlichen monetären Reichtum heraushängen lässt, hat es auch nicht anders verdient. Ich befürchte, dass es die betreffenden Schüler und Schülerinnen an eurer Schule jetzt schwer genug haben werden… Oder wird denen auf die Schulter geklopft: „Gut gemacht!“?

Aus meiner Sicht ist es weniger der Neid der Gesellschaft, der zu Unverständnis und zu negativen Äußerungen führt. Es ist das unsympathische, überhebliche Verhalten und Wesen vieler der gezeigten Akteure. Klar ist aber auch, dass an der Schule ein gewisse Elite herangezüchtet wird, die mit erheblichen Vorteilen in die Berufswelt startet. Nicht weil sie schlauer sind als andere Kinder, sondern weil sie bereits einer Gesellschaftsschicht angehörig sind, wo genügend Connections und „Vitamin B“ vorhanden ist, die Kinder erfolgreich in das Berufsleben zu vermitteln. Die Mehrklassengesellschaft ist unbestritten, in einer Demokratie und im Kapitalismus aber auch „normal“. Die Bildungspolitik bemüht sich seit Jahren um mehr Chancengleichheit, um eine Reduzierung der „gesellschaftlichen Schere“. Meiner Meinung nach braucht unser Land auch einige „Eliteschulen“. Leider ist ein Besuch dieser „Eliteschulen“ heutzutage oftmals vom finanziellen und gesellschaftlichen Status eines Schülers abhängig. Dahingehend erstreckt sich auch meine Kritik. Das „Luxusinternat“ steht hier aber nur symbolisch für bildungspolitische Ungerechtigkeiten. Desweiteren möchte ich noch bemerken, dass den Schülern und Schülerinnen aus den entsprechenden Familien auch nach Absolvierung staatlicher Schulen viele Wege offen stehen würden. Zudem sollte man aber auch nicht die Anerkennung vergessen: Von nichts kommt nämlich auch ein einem „Luxusinternat“ nichts. Ich sehe folglich folgende ursächliche Gründe für die auf die Schule hagelnde Kritik: Ein u.U. polemisch produzierter Bericht, Zurschaustellung von Luxus mit einhergehender verbaler Arroganz seitens der schulischen Akteure und eine Schulleitung, die ihrer Verantwortung nicht nachgekommen ist, Schule und Schüler vor den Folgen einer solchen Reportage zu schützen. Die unterrichtliche Qualität der Schule steht sicherlich außer Frage. Manch ein Lehrer (und Schüler) wäre glücklich, nur über ein Drittel der Ausstattung zu verfügen.

Bildungsstandards

Mal ein Lob an die „Deutsche Gesellschaft für Geographie e.V.“ und insbesondere an den Teilverband VGDH („Verband der Geographen an deutschen Hochschulen“): Fünf Minuten nach Anfrage per E-Mail wurde mir mitgeteilt, dass ein druckfrisches Exemplar der Bildungsstandards Geographie soeben für mich KOSTENFREI eingetütet und verschickt worden ist. LOB!

Es geht nämlich auch anders: Die Bildungsstandards des Faches Deutsch sind nur gegen Bares bei einem Verlag erhältlich.

Ich sage doch immer wieder, dass Geographie der tollste Studiengang der Welt ist und ebenso das schönste Schulfach!!! 🙂

Sie kosteten mich die Eins

belem1ranong(Quelle: www.klimadiagramme.de)

Nachtrag zu meinr Zwischenprüfung. Diese beiden Klimadiagramme haben mich meine Eins vor dem Komma gekostet. Es war letztendlich wohl eher meine Nervosität (ehrlich!).  Meine Prüferin wollte auf den Sommermonsun hinaus, den man deutlich im rechten Diagramm an den hohen Niederschlagsmengen erkennen kann. Beide Orte liegen in der tropischen bzw. subtropischen Klimazone. Jedoch ist Belem in Brasilien nicht von Monsunen betroffen. Ranong (Thailand) schon.
Vielen Dank an den Betreiber der o.g. Klimadiagramme-Seite für die Bereitstellung der beiden Grafiken.

Unterrichtsmaterial: „DIE ZEIT“-Medienkunde

Die „ZEIT“ bietet aktuell Lehrpersonen in Zusammenarbeit mit dem Cornelsen-Verlag kostenloses Unterrichtsmaterial an. Interessant ist wohl das Heft „Medienkunde„, welches über die Homepage bestellbar ist. Das Heft kommt mit einer einer „Konrad Adenauer“-DVD aus der Reihe „Die ZEIT – Dokumentation“ daher.

Roterfaden

Roterfaden

Roterfaden

Roterfaden

Roterfaden

Wenn der Postmann zweimal klingelt… dann bringt er mir meinen „Rotenfaden„.

Was ist der Rotefaden? Ein richtig gut durchdachter Organizer, den man in seinem Material und Farben frei gestalten kann und in den Formaten DIN A5 und A6 erhältlich ist -mit einem Leder- oder hochwertigem Tanzbodeneinband. Der Clou an diesem Taschenbegleiter sind die drei Paar Klammern, die die Inlays (aller Art) halten und gleichzeitig als Lesezeichen dienen. Dadurch wird ein ungestörtes Schreiben ermöglicht ohne mittige, behindernde Ringbuchklammern. Das Produkt samt Zubehör wird komplett in Deutschland hergestellt und per Handarbeit verarbeitet. Auf Wunsch kann man sich eine zweite Innentasche einnähen lassen. Auch andere Sonderanfertigunge sind gegen Aufpreis möglich – je nach dem Anforderungsprofil des Benutzers.
Zusätzlich werden diverse Einlagen angeboten: Kalender (bietet viel Platz für Eintragungen), Adressbuch, Lesehefte, Skizzierhefte, Schreibhefte etc.
Dem Benutzer sind bei der Nutzung kaum Grenzen gesetzt: Der Rotefaden klammert alles: Vom Geldschein bis zur Visitenkarte. Das alles ohne Papier lochen zu müssen.

Entwicklerin Beate Mangrig hat mit ihrem „Rotenfaden“ bereits mehrere Design- und Innovationspreise gewonnen. Dabei war das Produkt ursprünglich „nur“ als Diplomarbeit für den Abschluss an der  Hochschule für Bildende Künste Saar angedacht, entwickelte sich aber in der Folge zum Verkaufsschlager. Kompliment an Frau Mangrig zu dieser hervorragenden Arbeit. Da schaut man sich doch mit Vergnügen seinen Terminkalender an. Nicht gerade selbstverständlich. Obwohl ich auch nicht übertreiben sollte, denn bei meiner „To Do List“ kommt trotz Roterfaden keine freudige Euphorie auf.

Verbesserungsvorschläge kann ich derzeit noch nicht entwickeln, da der Taschenbegleiter von mir noch nicht ausreichend in der Praxis erprobt worden ist. Auf jeden Fall wird er mein „stetiger Begleiter“ in Sachen Universität und Lehrerberuf.

Noch etwas zum Preis: Der Spass ist nicht ganz günstig (ab 49 Euro). Ich empfehle, ruhig von Sonderausstattungen Gebrauch zu machen (weitere Innentaschen, Ledereinband,…). Nach dem Motto „Wenn schon, denn schon!“. Ich bereue gerade, dass ich kein Leder als Aussenmaterial gewählt habe und auf eine zweite hintere Innentasche verzichtet habe. Auch weitere Stiftschlaufen für dickere Schreibutensilien sind bestimmt nicht von Nachteil. Als Papiereinlagen können auch handelsübliche Schulhefte dienen. Natürlich sehen die Original-Inlays schicker aus.

Nun kann mein Schulpraktikum am kommenden Montag beginnen. Ich bin gerüstet – zumindest materiell.

Spannungggggg

ennoja goes school

Heute ist Montag. Ein spannender Tag. Heute wird uns Studenten bekanntgegeben, an welcher Schule wir unser zweites Schulpraktikum zu absolvieren haben. Die Vergabe der Plätze erfolgte nach Bewerbung zentral über die Praktikumsstelle. Schleswig-Holstein ist ein Flächenbundesland. Daher kann es einen Kieler Studenten durchaus mal an die Westküste verschlagen (2 Std. Fahrt per Auto, unerreichbar per Zug…) oder Richtung Flensburg hoch. Zwar dürfe Wunschorte angegeben werden, was aber noch lange nicht heisst, dass diese auch bedient werden. Da ich ein von Natur aus neugieriger, ungeduldiger Mensch bin, habe ich mich auch gleich gegen 10 Uhr gen Uni aufgemacht. Siehe da: Hätte schlimmer kommen können. Ich werde mein Praktikum an einer Schule absolvieren, die lediglich knappe 20 km entfernt liegt. Die dortige Realschule ist auch die einzige am Ort. Ein Gymnasium gibt es lediglich in der etwas entfernteren größeren Nachbarstadt (die nicht Kiel heisst). Leider hverfügt die Schule nicht über eine eigene Internetpräsenz, so dass ich nur Anschrift und die Anzahl der Schüler (470 – 500, die Hälfte davon bestimmt im prä- und postpubertierendem Stadium) in Erfahrung bringen konnte. Schade, schade, schade. Pflichtgemäß werde ich mich in den kommenden Tagen bei den Damen und Herren als ihr neuer Praktikant vorstellen. Das werden aufregende Märzwochen, da ich ja noch nie eigenständig unterrichtet habe. Abgesehen von der 2. Klasse einer Grundschule während des 1. Praktikums. Pubertierende Realschüler werden ein anderes Kaliber sein. Ich freue mich trotzdem darauf, mich beweisen zu können und zu müssen. Nervös? Ja! Ängstlich? Nein! Immerhin habe ich mir den Lehrerberuf selbst ausgesucht und bin über jegliche Möglichkeit des Unterrichtens innerhalb meines Studiums dankbar. Here we go!

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