Enjans Blog

Kieler Kunterbuntes

Tck … Tck … Tck – Beds are burning

Kofi Annan in „Beds Are Burning“: “Climate change is the greatest humanitarian challenge facing mankind today. And it is a challenge that has a grave injustice at its heart. It is the major developed economies of the world which contribute the overwhelming majority of global greenhouse emissions. But it is the poorer and least developed nations that are hit hardest by its impact. By downloading the song, people from around the world will add their names to this growing global petition, and together we will create such a noise our leaders will listen„.

Der Klimagipfel in Kopenhagen beherrscht die Medien und auch mein derzeitigen Wünsche und Sorgen. Wie prognostiziert ist die globale Staatengemeinschaft nicht in der Lage, in Sachen Klimapolitik auf einen Nenner zu kommen. Ich denke, dass es vielen Menschen an Klimabildung fehlt und wir die Folgen eines Scheiterns des Kopenhagener Gipfels arg unterschätzen. Wie es derzeit ausschaut, wird die Menschheit erst handeln, wenn es zu spät ist, wenn es bereits 30 nach 12 Uhr ist. Leider handelt es sich bei CO2 um ein geruchloses und unsichtbares Gas. Würde CO2 stinken, den Himmel schwärzen und die Sonne verdunkeln, wären bereits alle CO2 Emmissionen auf ein Minimum zurückgegangen. Was ich damit sagen will: Wir nehmen gegenwärtig die dramatischen Folgen des Klimawandels, der bereits erwiesenermaßen in Gang ist, nicht wahr. Die Europäische Union beschreitet klimapolitisch und mit ihren politischen Forderungen einen vorbildlichen Weg (bei dem natürlich auch wirtschaftliche Interessen bestehen. Stichwort: Green Technology and Industry), der weiter fortgeführt und global unterstützt werden muss. Klimaschutz fängt im Kleinen (bei uns Individuen) an. Zur Erreichung eines wirksamen Klimaschutzes bedarf es aber insbesondere der Einigkeit auf weltweiter politischer Ebene. Derzeit stehen wirtschaftliche Interesse über Umweltinteressen. Ich hoffe innigst, dass man das Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Umweltschutz durchbrechen oder zumindest drastisch verkleinern kann. Ansonsten steht die Menschheit mit ihren nachfolgenden Generationen vor einer globalen Klimakatastrophe ungeahnten Ausmaßes.

Es sind wir Industrienationen, die die Hälfte der weltweit verbrauchten Energie nutzen. Es sind abe auch wir Industrienationen, die die finanziellen Mittel haben, um Energie effizient zu nutzen und einzusparen. Es sind die Industrienationen, die Staaten wie China, Indien etc. dazu bewegen können, umweltschonender zu produzieren – auch wenn wir uns vorwerfen lassen müssen, früher genau die gleichen Umweltsünden begangen zu haben. Es sind aber auch die kleinen Staaten und Länder angesprochen, die sich beharrlich in die Schmollecke verzogen haben, eine Opferhaltung einnehmen und unrealistische Klimaschutzziele verfolgen nach dem Motto „Ihr seid schuld an unserem Absaufen – nun seht mal zu, wie ihr Verursacher das hinbekommt. Wir nehmen uns lediglich das Recht heraus, zu fordern.“. Beim Klimaschutz sind alle Staaten der Erde gefordert. Es gibt kein Wir und kein Ihr. Es gibt nur ein Wir und dieses Wir sitzt in ein und demselben Boot, welches wir bald nicht mehr schaukeln werden können.

Nicht nur die Politik kann etwas unternehmen, sondern auch wir. Hierbei handelt es sich meist um ganz kleine Dinge, die uns nicht einmal an Lebensqualität einbüßen lassen.

– Licht ausschalten, wenn man den Raum verlässt
– Energiesparlampen verwenden
– Elektrogeräte komplett vom Stromnetz nehmen während der Nacht oder Nichtbenutzung (Steckerleisten mit Schalter)
– Stromanbieterwechsel auf Ökostrom (günstiger als fast alle lokalen Anbieter)
– öfter mal per pedes einen Weg zurücklegen, Fahrgemeinschaften bilden oder den ÖPNV nutzen
– ggf. den Klospülungs-Stopp-Schalter nutzen
– Kunststoffverpackungen meiden
– Stosslüften anstatt Dauerlüften im Winter
– Elektro- und Haushaltsgeräte der höchsten Energieeffizienzklassen anschafften (Kaufpreis amortisiert sich schnell durch Reduktion des Stromverbrauchs)
– mehr regionale Produkte kaufen anstatt Güter, die von weit her importiert wurden
– Wassersparer an Wasserhähnen im Badezimmer und in der Küche anbringen (kosten wenige Euro)

Dies sind nur einige wenige Umweltschutztipps. Die Liste ließe sich beliebig erweitern.

Wisst ihr, dass für die Produktion eines Frühstückeis 134 Liter Wasser verbraucht werden? Für eine Tasse Kaffee 140 Liter und für einen Hamburger aus Rindfleisch 2400 Liter? … tck tck tck …

Links:
– Ökologischer Fußabdruck (Rechner für Jedermann):
http://www.footprintnetwork.org/en/index.php/GFN/page/personal_footprint/

Overshoot Day (der Tag des Jahres, an dem alle nachhaltigen Energieressourcen der Erde verbraucht sind und wir nicht mehr nachhaltig energiewirtschaften):
http://www.footprintnetwork.org/en/index.php/GFN/page/earth_overshoot_day/

International Panel on Climate Chance (UN-Organisation)
http://www.ipcc.ch/

Bündnis für Climate Justice hinsichtlich des Kopenhagener Gipfels
http://www.timeforclimatejustice.org/
http://tcktcktck.org/

Free MP3-Download des Songs zum Klimagipfel „Tck tck tck – Beds are buring“
http://www.timeforclimatejustice.org/downloads/thesong

Klimaschutzprogramm – Bundesumweltamt
http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/

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