Enjans Blog

Kieler Kunterbuntes

Archiv für den Monat “September, 2009”

Canon letzter Teil

Ich bin stinksauer. Ich hatte von meiner SLR Kamera erzählt? Diese kam heute per UPS von der Vertragswerkstatt aus Hamburg zurück. Diese hatten mir bekanntlich einen Kostenvoranschlag zukommen lassen, der einen Betrag von 241 Euro auswies für das Ersetzen der Hauptplatine. Dieser Kostenvoranschlag wurde nachweislich innerhalb von maximal zehn Minuten erstellt, woraufhin ich mich weigerte, die 40 Euro zu bezahlen. Die Werkstatt hat mir die Kamera dann für 11,90 Euro Versandkosten auf meine Beschwerdemail hin zurückgeschickt.

Ich habe bereits einen Tag nach Abgabe der Kamera bei der Vertragswerkstatt an die kleine Lithium-Batterie gedacht, die Datum, Uhrzeit usw. speichert. Diese wollte ich noch vor der Abgabe in der Werkstatt auf Verdacht hin auswechseln, dies hatte ich aber versäumt. Zumal laut Internetforen diese kleine 3V Lithiumbatterie nicht für den Ausfall der gesamten Kameraelektronik verantwortlich gemacht werden könne. Ich habe mir heute dennoch eine neue Lithium-Batterie gekauft und eben eingesetzt. 3x dürft ihr raten, was geschah:

BINGO! ES WURDE LICHT. Kamera funktioniert einwandfrei.

Batterie leer – ein Fehler, den jeder Werkstattazubi auf Anhieb gefunden hätte. Im Nachhinein ja sogar ich als Laie. Zur Vertragswerkstatt, die mir für teures Geld eine neue Hauptplatine einbauen wollten, äußere ich mich nicht mehr…

Gute Nacht, Deutschland. Ein Unterrichtsnetwurf wartet auf mich: „Schule früher“ ist das Thema. Früher – da gab es ROHRSTÖCKE und andere Züchtigungsmittel. Darauf habe ich gerade so richtig Lust… Gruß nach Hamburg. In Hamburg versagt dieser Tage nicht nur der HSV auf ganzer Linie.

Erzählt mir jetzt nicht, ich hätte den Fehler selber früher bemerken können. Egal! Darum geht es gar nicht. Möp.

Kieler Ansichten

Ich dachte, ich filme mal einen Teil des Weges von der Schule nach Hause… 🙂 Ennos persönliche Streetview sozusagen. Radiosender war NDR2. Ich bin folglich nicht für die Werbung für bessere Verdauung am Ende des Videos verantwortlich.

Kostenvoranschlag für meine defekte SLR Kamera

So so… Da gebe ich meine schicke Spiegelreflex-Kamera bei einer Vertragswerkstatt ab und warte knappe drei Wochen auf den verlangten Kostenvoranschlag. Nicht passiert… Komisch? – die Jungs benötigen dafür doch sicherlich keine zwanzig Tage. Am Telefon klärte sich die Situation daraufhin: Meine Kamera sei laut der freundlichen Mitarbeiterin „im falschen Regal gelandet“ und sie hätten den Auftrag daher noch nicht abgearbeitet. Ich würde den Kostenvoranschlag noch am selben Tag zugeschickt bekommen. Hurra – wie recht sie hatte: Der KVA kam exakt 10 Minuten später per E-Mail. Ich wiederhole: 10 (z-e-h-n) Minuten später. Inhalt: 241 Euro Reparaturkosten – Hauptplatine müsse ausgewechselt werden. Aha! Interessant.

HALLO?! Mir stellen sich die Härchen senkrecht auf und die Hutschnur geht hoch. Wie bitte komme ich innerhalb von 10 Minuten auf die schwammig-eindeutige Diagnose „Hauptplatine defekt“? Der Mitarbeiter kann in der kurzen Zeit die Kamera nicht einmalgeöffnet haben! Hier wurde anhand meiner Fehlerbeschreibung (Kamera geht nicht mehr an und bekommt keinen Strom) eine PAUSCHAL-DIAGNOSE gestellt. Meiner Meinung und meinen Nachforschungen nach ist eine Sicherung defekt – ein häufig vorkommendes Problem bei meinem Gerätetyp.

Welche Gegenleistung kann ich als Kunde für einen 40 Euro teuren Kostenvoranschlag verlangen? Antwort: Dass ein fachlich geschulter Mitarbeiter den Fehler nach besten Wissen und Gewissen sucht und diagnostiziert. Bei Kameras, die keinen Strom erhalten, ist es von Vorteil, deren Gehäuse zu öffnen um Spannungen zu messen etc.  Alles eindeutig nicht geschehen. Alleine das Schreiben der Rechnung muss den Mitarbeiter fünf Minuten Zeit gekostet haben. Ich wiederhole: Die E-Mail hatte ich 10 Minuten nach Ende meines Telefonats in der Mailbox.Mir kann niemand erzählen, dass da sauber und fair gearbeitet wurde.

Herrje – über sowas kann ich mich tagelang aufregen.

Fazit: Ich habe umgehend eine Beschwerdemail geschrieben, in der ich mich weigerte, 40 Euro für diese unehrliche und schlampige Arbeit zu bezahlen (plus 12 Euro Versand). Die Antwort kam heute vormittag: Die Kamera wird mir unrepariert (wie von mir gewünscht) zurückgeschickt. Ich zahle lediglich die Versandkosten. Okay, damit kann ich leben. Das war eine unerwartet kulante Antwort.

Für 241 Euro lasse ich die Kamera natürlich nicht reparieren, da ein aktueller Kamera-Body eines moderneren Gerätes mit 400 – 500 Euro zu Buche schlägt und meine Kamera fünf Jahre auf dem Buckel hat.

Dennoch ärgerlich… Nun habe ich eine damals 800 Euro teure Kamera herumliegen, die keinen Mucks mehr sagt. Es kann doch nicht sein, das solch teure Geräte als Ex- und Hopp-Ware betrachtet werden, dessen Reparaturen sich nicht mehr lohnen und sich als unwirtschaftlich erweisen. Ich wette, jeder Bastler bekommt die Kamera für einen MAterialaufwand in Höhe von 3 Euro wieder fit. Zeitaufwand: Maximal eine Stunde.

Servicewüste Deutschland – ich kann es nicht anders nennen. Als Kunde außerhalb der gesetzlichen Gewährleistung oder außerhalb der Herstellergarantie ist man ein Niemand, ein Nichts, ein Nervenbündel – auf verlorenem Posten.

Zur Bundestagswahl: Neulich am Hafen…

Genau - Millionäre zur Kasse. Kreuzfahrer voran ;-)

Genau - Millionäre zur Kasse. Kreuzfahrer voran 😉

Bin ich bald „cool“, weil rauchfrei?!

Wird es den Tag geben, an dem meine Kleidung nicht nach Zigarettenqualm müffelt, an dem man keine 5 Euro für eine Packung Gauloises investiert, an dem man keinen Aschenbecher ausleeren muss und an dem man nicht auf einen Gute-Nacht-Kuss der eigenen Partnerin verzichten muss, weil man aus dem Mund stinkt?

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Habe vor mehr als 48 Std. aufgehört zu rauchen. Versuch Nummer 928 ist das jetzt innerhalb der letzten 10 Jahre. Noch lehne ich den Genuss das Anzünden einer „Ziggi“ tapfer ab, obwohl ich zeitweilig wirklich am Leiden bin. Alles nur Psyche! Ruuuuhig… *an ‚was Schönes denk*. Man spürt dieses Suchtgefühl permanent, man hat Appetit auf etwas… aber nicht auf Nahrungsmittel, obwohl dieser Dran sich so anfühlt. Isst man etwas, schmeckt es nicht, man hat doch irgendwie keinen Hunger. Sogar der Kaffee will nicht wie gewohnt munden. Liegt bestimmt daran, dass die Kaffeepads von Lidl kommen und nicht wie sonst von Aldi…

Nein… wir wollen keine Ziggi rauchen und der Zigarettenautomat da draussen ist diese Woche für arme Studenten geschlossen. Ende der inneren Diskussion! Was sollen denn die Schüler von Dir denken, wenn Du stinkenderweise den Klassenraum betrittst am Mittwoch, wenn das Schulpraktikum beginnt? Schönes Vorbild! Apropos: Während meines letzten Praktikums fragte mich doch glatt ein ohnehin schon vorlauter Schüler während meines Unterrichts, ob ich Raucher sei… die soeben ausgeteilte Kopie würde ja „voll ekelig nach Rauch riechen“. Uuups… Sowas möchte ich kein zweites Mal hören. Ehrlich nicht. Peinlich! Vielleicht ist diese im Hirn eingebrannte „Szene“ die beste Motivation weiterhin rauchfrei zu bleiben.

Mein letzter Kommentar handelte von Geschmacksverstärkern… dieser hier voim Rauchen… Die Drogen der Moderne? Nein, im nächsten Artikel werde ich nicht von meinem Alkoholkonsum berichten… Prost. Trinke keinen Alkohol *protz*!!!

Glutamat, Aroma und Co.

Wenn man sieht, wieviel „furchtbare“ Lebensmittel wir gedankenlos in uns hineinstopfen, wird einem schlecht.  Ich habe mir beim nächsten Einkauf vorgenommen, darauf zu achten, möglicht wenig glutamat- und aromastoffhaltige Lebensmittel in den Einkaufswagen zu packen. Diese verdammten Aromen sind beinahe schon in jedem Lebensmittel vorhanden, so dass die beste Lösung immer noch das Kochen mit knackfrischen und natürlichen Zutaten ist. Erschreckend ist außerdem, dass man selber schon abhängig von Geschmacksverstärkern ist, was das extreme (Nach)Würzen von Speisen zeigt. Da schliesse ich mich ein. An dieser Stelle sei gesagt, dass Instantbrühe z.B. auch nichts weiter ist als Glutamat. Glutmat steht in Verdacht, gesundheitsschädigend (Förderung von Parkinson, Alzheimer etc.)  zu sein und wird von vielen Herstellern in der Zutatenliste mit Aroma, fermentierter Weizen, Hefeextrakt oder Würze getarnt. Meiner Einschätzung nach wird es sehr, sehr schwer werden, Geschmacksverstärker gänzlich zu meiden. Das hieße Verzicht auf alle möglichen Arten von Nahrungs- und Genussmitteln (wie z.B. Kartoffelchips, Pizzen, Fertiggerichten, usw.). Wir wollen es ja nun auch nicht maßlos übertreiben.

Fazit: Vielleicht lassen wir uns in Zukunft mehr Zeit beim wöchentlichen Einkauf, werfen einen Blick auf die Zutatenlisten und gehen wieder mit Spass shoppen und sehen das Ganze nicht als notwendiges Übel an. Ansonsten bietet sich bei Zeit und Laune ein Besuch des Wochenmarktes an. Mal ehrlich: Wenn waren wir zum letzten Mal auf einem klassischen Wochenmarkt direkt beim Erzeuger einkaufen?! Oder im Hofladen der lokal ansässigen Bauern? Mir schoss gerade eine spontane, nicht wahre Antwort auf die Frage in meinen Kopf: „Seitdem ich studiere!“ ;-).

Günstige Bücher und Co. bei booklooker.de

Schaut doch mal bei booklooker.de hinein. Hier findet ihr neue und gebrauchte Bücher, CDs, Hörbücher, DVD etc. zu angemessenen Preisen ohne überzogene Versandkosten und für Verkäufer ohne hohe Provisionen. Mein Urteil: Absolut empfehelsnwert. Ich habe dort nur gute Erfahrungen machen können. Der Laden muss mal etwas mehr gepusht werden. Amazon.de hat zwar auch seinen Marketplace, jedoch zahlt man sich meiner Meinung nach an Provisionen und Gebühren doof und dämlich, so dass im Endeffekt kaum Euros übrig bleiben.

Als Verkäufer kann man ebenso leicht und übersichtlich Bücher einstellen wie als Käufer erwerben. Probieren geht über studieren. Versandkosten bestimmen die Verkäufer. Der Verkäufer zahlt lediglich 6,9% Provision plus MwSt. Beispiel: Verkaufe ich ein Buch für 20 Euro, werden 1,38 Euro Provision fällig plus 0,26 Euro MwSt.

Hier geht’s lang…

Ihr seid nich HipHop… Musiktipp: Büro am Strand

Ich wollte bereits vor Monaten etwas zu „Büro am Strand“ bloggen… Wie? Kennt ihr nicht? Dann wird es Zeit. „BaS“ sind eine dreiköpfige Kieler HipHop-Kapelle, die mit frechen, witzigen und originellen Texten aufwartet. Musik mit Ohrwurmcharakter. Erinnern an einen Mix aus „Fettes Brot“ und „Fanta4“. Besonderheit: Das Debutalbum „Hitsköppe“ wird ausschließlich online vertrieben. Selbiges gilt ebenfalls für die web-2.0-basierte Promotion.

Empfehlenswert natürlich auch MC Winkels Blog whudat.de. Einer der meistgelesensten Blogs Deutschlands. So lesenswert wie seine „BaS“-Musik hörenswert ist.

Hier mal einer meiner „BaS“-Favoriten: „Nich HipHop“. Video „made in Kiel“ :-). Loggisch.

Ossi meets Wessi – Pro7

Und ich dachte, mich kann nichts mehr erschüttern. „Ossi meets Wessi“ auf PRO7 tut dies allerdings. In meinem Bekanntenkreis finden sich viele „Ossis“. Wieso ist keiner von denen so wie es uns die Medien jeden Nachmittag auf das Neue darstellen wollen?

Alle Männer dieser Doku sind einfach nur peinlich. Wie lautet die Steigerung von peinlich?

Ich sehe eine sehr große Gefahr, dass seitens der Medien ein Bild der Ostdeutschen geprägt wird, welches nicht die Realität abbildet und bereits vorhandene Vorurteile (zu Unrecht?!) bestätigt. Zugegebenermaßen gibt es in der Tat Mentalitäts- und Lebensstilunterschiede zwischen Ost und West. Aufgabe der Medien sollte es sein, die Kluft zu verkleinern und nicht weiter aufzureissen. Wobei alle beteiligten Akteure sich freiwillig haben filmen lassen. Keine Frage. Locken da die 300 Euro Aufwandsentschädigung/Vergütung?

Das allnachmittägliche Unterschichten-TV erfreut sich hoher Einschaltquoten. Ich werde mir dieses Schrott-TV nach Möglichkeit nicht mehr ansehen. Dies spart Zeit, Kosten und Nerven. Falls die Frage aufkommt, wieso ich es mir denn überhaupt anschaue: Aus Neugier und Erschütterung? Ich weiss es selber nicht… Fremdschämen ist jedenfalls keines meiner Hobbys. Ich werde mich jetzt meiner universitären klassischen Literatur zuwenden… *zwinker*. Der alte Goethe würde sich im Grabe umdrehen.

Bitte, liebe Leute, bewerbt euch bei „Wer wird Millionär“, aber doch nicht bei Schund-TV-Produktionen. Jetzt muss ich selbst über den letzten Satz schmunzeln: Ich würde zu gerne die „Ossi meets Wessi“-Fraktion bei Günni Jauch sehen wollen. Es muss heissen: Bitte bewerbt euch weder bei Jauch noch bei Realiy-Dokus.

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