Enjans Blog

Kieler Kunterbuntes

So hatte ich mir meinen Mittwoch abend nicht vorgestellt… HSV – Werder 2:4 n.E.

Choreo vor dem Nordderby

Choreo vor dem Nordderby

Ich will nicht mehr viele Worte über das 2:4 des HSV im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen verlieren. Eine verdiente Niederlage.

Weiß der Teufel, was Matin Jol bei der Mannschaftsaufstellung geritten hat: Er ließ alle drei nominellen Stürmer (Petric, Guerrero, Olic) von Beginn an spielen, stellte dazu sieben defensive Akteure auf und formierte eine Dreierkette vor der Viererkette (häh?). Ergebnis: Unsere Offensive bekam keine Bälle, es fehlten die Ballzulieferer und Kreativspieler im Mittelfeld, denn Pitroipa und Trochowski schmorten auf der Bank. Auf weitere taktische Fehler (Jansen/Aogo etc.) gehe ich an dieser Stelle nicht ein.

Die Bremer gingen aggressiver zur Sache, gingen oftmals mit drei Mann auf den ballführenden Spieler, waren immer einen Tick schneller am Ball. Der HSV in Halbzeit eins im Tiefschlaf ohne Elan, Esprit, Einsatzwillen und Kampfgeist. Fehlpässe pflasterten ihre Wege. Die Rote Karte für David Jarolims war lediglich die Konsequenz eines krassen Fehlpasses von Jonathan Pitroipas (nicht der einzige an diesem Abend), der einen schnellen Bremer Konter eröffnete.

Dass das Elfmeterschiessen gegen Werder vollends in die Hose ging (drei verschossene Elfer von Boateng, Olic und Jansen), war keine Überraschung. Es ist hinlänglich bekannt, dass Großmaul Tim Wiese als Elferkiller gilt und Werder in Sachen Penalties erprobter ist als der HSV.

Die positiven Eindrücke dieses Fußballabends: Wir haben keinen Treffer in Unterzahl hinnehmen müssen.
– Die Choreo (siehe Foto) vor dem Spiel war wieder einmal allererste Sahne.
– Die Stimmung auf den Rängen war vor dem Spiel und nach dem Ausgleich phänomenal.
– Jol hat seine Taktikfehler zugegeben und freimütig eingeräumt.
– Es verbleiben drei Gelegenheiten, es den Bremern heimzuzahlen.
– Der Teamgeist war, ist und bleibt intakt.
– Wiese hat gestern zum letzten Mal arrogant gejubelt.
– Im und um das Stadion blieb es trotz aller Rivalität weitestgehend friedlich.
– Ich bin gesund und munter um 1:30 Uhr wieder zu Hause angekommen (bei bleiernder Müdigkeit am folgenden Morgen) – auch wenn mir mein HSV-Automagnet während der Hinfahrt von der Motorhaube geflogen ist (Sorry an den Fahrer des dunklen BMW mit Paderborner Kennzeichen, der zu dem Zeitpunkt auf der B76 in Kiel hinter mir fuhr).

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