Enjans Blog

Kieler Kunterbuntes

Archiv für den Monat “April, 2009”

Neulich in der Uni…

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Modern Art im Uni-Seminarraum.

Klinsmann und die Bayern

Ich habe noch gar nicht meinen Senf zum Klinsmann-Rauswurf abgegeben. Meiner Meinung nach hätte der FC Bayern Klinsmann die zuvor zugesagte Zeit zum Aufbau einer schlagkräftigen Truppe geben müssen. Die Entlassung kam vorschnell. Wieso holt der geduldslose FCB einen Trainer, von dem die Entscheidungsträger wussten, dass er den Verein komplett umstrukturieren wird? Wieso erwartet die Geschäftsführung des FCB, dass auf Anhieb alles klappt und funktioniert? Hat der FCB etwa gleich im ersten Jahr vom Triple geträumt? Umbrüche erfordern bekanntermaßen Zeit und Geduld, Herr Uli „naiv“ Hoeneß.

Die Medien haben von Beginn an scharf gegen Klinsi geschossen, ihn auseinandergenommen, ihn kritisiert, wo es nur ging. Eine echte Chance, sein Projekt zu verwirklichen, hatte er nie. Dabei wurde Klinsmann anfangs eine 2-3jährige Umbruchsphase zugesagt.

Natürlich war Klinsmann unter den gegenwärtigen Umständen nicht mehr haltbar. Permanente mediale Klinsmann-Debatten und „Klinsmann raus“-Rufe seitens der Fans haben Mannschaft, Verein und Trainer gleichsam verunsichert. Klinsmann selbst hat vielerlei Fehler begangen (van Bommel-Diffamierung etc.) gemacht – das ist nicht abzustreiten. Dennoch wäre es Aufgabe des FCB und seiner Führung gewesen, ihrem Trainer 100%iges Vertrauen entgegen zu bringen und ihm mindestens 2 Jahre Zeit zu lassen für ein ruhiges, konsequentes Arbeiten. Ich bin mir beinahe sicher, dass die Saison 2009/10 unter Klinsmann erfolgreich verlaufen würde. Klinsmann und der FCB haben jeweils Lehrgeld bezahlt.

Ich bin weiß Gott kein Klinsmann-Fan, wie aber medial mit dem Ex-Coach umgegangen wurde, ist unter aller Kanone. Die BILD Zeitung hat Klinsmann beispielsweise seit Monaten bzw. bereits seit Beginn seiner Vereinstrainer-Tätigkeit gemobbt, wo es nur ging. Heuchlerbande: Das Sommermärchen 2006 ausloben, aber zwei Jahre später grob foulen.Vor allem dieser Aspekt macht einen traurig.

Man kann NEgativ- und Positivbeispiele für das Festhalten an einem Trainer vorbringen. Ich erinnere mich da an die HSV-Zeit unter Trainer Thomas Doll, wo der Schuss nach hinten los ging. Die Frankfurter Eintracht kann anderes berichten: Sie hielt zu Krisenzeiten Anfang der Saison bedingungslos zum Trainer Friedhelm Funkel und wurde in ihrer Entscheidung sportlich bestätigt.

Letztendlich kann man darüber streiten, welcher der beiden Wege nun der richtige gewesen wäre, den WM 2006 Trainerhelden zu schassen. Kritiker antworten. Jogi Löw wäre ohnehin der taktische und sportliche Vater der WM 2006 gewesen, Klinsmann nur der Repräsentant und Motivator.

Mal sehen, ob Trainergreiß Heynckes seine Sache besser machen wird…

Musikvideos, Blogs und Lady Gaga

Schade, dass das Urheberrecht es in manchen Fällen übertreibt. Beispiel „Youtube“-Musikvideos. Da stellen die Plattenfirmen zu Promozwecken Musikvideos für jeden zugänglich ins Internet, aber eine Einbindung/Verlinkung in privaten Blogs ist untersagt. Diese nicht vorhandene Logik verstehe ich nicht ganz.

Konsequenz: Ich muss auf die Rubrik „Das höre ich gerade“ verzichten. Dies kann sich nun positiv oder negativ auswirken. Je nachdem, ob man Lady Gagas „Poker Face“ und „Just Dance“ mag. Ich finde das Lady Gaga Album „The Fame“ aber großartig „für mal so zwischendurch“.

Hier zumindest die Links zu den offiziellen Musikvideos:
Lady Gaga – Just Dance
Lady Gaga  – Poker Face

Ich will raus – Klinsmann ist raus

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Ich werde dieses beklemmende Gefühl nicht los… Mag am Katzennetz liegen, welches Gefängnisatmosphäre auf den Balkon zaubert. Alles eine Sache der Gewöhnung? Purple Schulz sang/schrie mal in einem seiner Songs „Ich will raus!!!“. Raus ist auch Bayern-Trainer Klinsmann. Gefeuert! Der gute (?) alte Jupp Heynckes ist sein Nachfolger…

Laptop – Teil 521

Wir haben das Notebook zurückgeschickt bekommen mit der Drohung, es nicht noch einmal einzusenden. Ansonsten würde eine Rechnung anfallen.

Was war los? Das Laptop bekam keinen Strom mehr. Ich hatte den Verdacht des Netzteildefektes. Der Hersteller schickte ein neues Netzteil zu. Ergebnis: Immer noch kein Strom. Dann fanden wir heraus, das durch leichtes Herunterdrücken des Netzteilsteckers die Stromzufuhr funktionierte. Was schließen wir daraus? Genau: Wackelkontakt an der Buchse des Laptops.

Laptop eingeschickt, unrepariert zurück. Laptop ein zweites Mal eingeschickt, Laptop wieder unrepariert zurück mit o.g. Hinweis plus „Buchse überprüft, fehlerfrei“. Das machte mich dann doch stutzig, zumal der Akku wieder voll geladen war. Ergebnis meiner Nachforschungen: Es liegt überraschenderweise doch am Netzteil. Das vom Hersteller zugeschickte Ersatznetzteil war ebenfalls von Anfang an defekt.

Wieso aber bekam das Notebook beim leichten Herunterdrücken des Steckers Strom?! Sehr suspekt. Bad luck und ein Unding, mir auch noch zu allem Übel ein kaputtes NT zuzusenden.  Der Netzteilfehler konnte anhand der Symptome und der Wahrscheinlichkeitsrechnung fast ausgeschlossen werden. Es wäre intelligent gewesen, hätte die Werkstatt auf einen möglichen NT-Defekt hingewiesen oder gleich ein neues mitgeschickt. Netzteil ist bestellt (diesmal auf eigene Rechnung und nicht beim Hersteller). Wie hoch ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass auch Gerät Nummer drei defekt ist? Ich mag gar nicht daran denken…

Das nächste Notebook wird keines von Medion sein. Es handelte sich nicht um den ersten Defekt. Mir ist ein NT-Defekt aber allemal lieber als ein sonstiger Hardwareschaden im Geräteinneren. Netzteile sind erfahrungsgemäß die anfälligste Stelle eines Laptops.

Randnotiz: Ich habe mich in der Vergangenheit gefragt, ob „Laptop“ maskulin oder neutrum ist. Es heisst korrekterweise „das Laptop“ und nicht „der Laptop“.

Zugeparkt

Es ist immer sehr erfreulich, wenn man am Vormittag zu Universität möchte, sowieso schon im Streß ist und dann sieht, dass man nicht vom Hof herunterkommt, weil die Ein-/Ausfahrt mal wieder zugeparkt ist. Den Halter konnte ich bislang nicht ausfindig machen und muss nun notgedrungen daheim bleiben. Für den Bus ist es lange zu spät. Klasse – eine von zwei im Semester möglichen Fehlstunden aufgebraucht. Schönes Wetter draußen… Der Fahrer denkt sicher, dass jedermann per pedes unterwegs ist. Danke.

Sie kosteten mich die Eins

belem1ranong(Quelle: www.klimadiagramme.de)

Nachtrag zu meinr Zwischenprüfung. Diese beiden Klimadiagramme haben mich meine Eins vor dem Komma gekostet. Es war letztendlich wohl eher meine Nervosität (ehrlich!).  Meine Prüferin wollte auf den Sommermonsun hinaus, den man deutlich im rechten Diagramm an den hohen Niederschlagsmengen erkennen kann. Beide Orte liegen in der tropischen bzw. subtropischen Klimazone. Jedoch ist Belem in Brasilien nicht von Monsunen betroffen. Ranong (Thailand) schon.
Vielen Dank an den Betreiber der o.g. Klimadiagramme-Seite für die Bereitstellung der beiden Grafiken.

Unialltag

Unialltag

Unialltag

Ich gehörte heute zu der studentischen „Randgruppe“, die im vollbesetzten Hörsaal keinen Platz mehr gefunden hat. Wenigstens war es auf der Treppe geräumiger als in einer der Sitzreihen…

Das Foto ist ungewollt beim „Spielen“ mit dem Handy entstanden. Es gibt die Hörsaal-Atmosphäre treffend wieder. Zum einen fällt die flüchtende Studentin auf, zum anderen die gelangweilte Sitznachbarin. Meine Fingerkuppe deutet außerdem daraufhin, dass keine Mitschrift verfasst habe… :-). Dabei ist die pädagogische Veranstaltung gar nicht so schlecht wie es hier den Anschein hat.

Niederländische Pampa

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Am letzten Wochenende verschlug es mich mal wieder während meines Heimatbesuches in die niederländische Nachbarschaft. Oder sollte ich es Pampa nennen? Moor? Wie auch immer… Grund meines samstäglichen Ausfluges waren die dortigen günstigeren Dieselpreise: 0,93 Euro pro Liter der Kurs (Vergleich Kiel Freitag abend: 1,09 Euro). Voila – so sieht eine niederländische Autobahn auf Höhe Emmen/Drenthe aus. Für alle, die es noch nie in unser Nachbarland geschafft haben.
Auffällig waren für mich die baulichen Aktivitäten in der Grenzregion. Dort sind in den letzten Jahren zu meiner Verwunderung im Niemannsland entlang der Autobahn große Hotels, künstlich angelegte Erholungsgebiete und Sportcenter entstanden.

So hatte ich mir meinen Mittwoch abend nicht vorgestellt… HSV – Werder 2:4 n.E.

Choreo vor dem Nordderby

Choreo vor dem Nordderby

Ich will nicht mehr viele Worte über das 2:4 des HSV im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Werder Bremen verlieren. Eine verdiente Niederlage.

Weiß der Teufel, was Matin Jol bei der Mannschaftsaufstellung geritten hat: Er ließ alle drei nominellen Stürmer (Petric, Guerrero, Olic) von Beginn an spielen, stellte dazu sieben defensive Akteure auf und formierte eine Dreierkette vor der Viererkette (häh?). Ergebnis: Unsere Offensive bekam keine Bälle, es fehlten die Ballzulieferer und Kreativspieler im Mittelfeld, denn Pitroipa und Trochowski schmorten auf der Bank. Auf weitere taktische Fehler (Jansen/Aogo etc.) gehe ich an dieser Stelle nicht ein.

Die Bremer gingen aggressiver zur Sache, gingen oftmals mit drei Mann auf den ballführenden Spieler, waren immer einen Tick schneller am Ball. Der HSV in Halbzeit eins im Tiefschlaf ohne Elan, Esprit, Einsatzwillen und Kampfgeist. Fehlpässe pflasterten ihre Wege. Die Rote Karte für David Jarolims war lediglich die Konsequenz eines krassen Fehlpasses von Jonathan Pitroipas (nicht der einzige an diesem Abend), der einen schnellen Bremer Konter eröffnete.

Dass das Elfmeterschiessen gegen Werder vollends in die Hose ging (drei verschossene Elfer von Boateng, Olic und Jansen), war keine Überraschung. Es ist hinlänglich bekannt, dass Großmaul Tim Wiese als Elferkiller gilt und Werder in Sachen Penalties erprobter ist als der HSV.

Die positiven Eindrücke dieses Fußballabends: Wir haben keinen Treffer in Unterzahl hinnehmen müssen.
– Die Choreo (siehe Foto) vor dem Spiel war wieder einmal allererste Sahne.
– Die Stimmung auf den Rängen war vor dem Spiel und nach dem Ausgleich phänomenal.
– Jol hat seine Taktikfehler zugegeben und freimütig eingeräumt.
– Es verbleiben drei Gelegenheiten, es den Bremern heimzuzahlen.
– Der Teamgeist war, ist und bleibt intakt.
– Wiese hat gestern zum letzten Mal arrogant gejubelt.
– Im und um das Stadion blieb es trotz aller Rivalität weitestgehend friedlich.
– Ich bin gesund und munter um 1:30 Uhr wieder zu Hause angekommen (bei bleiernder Müdigkeit am folgenden Morgen) – auch wenn mir mein HSV-Automagnet während der Hinfahrt von der Motorhaube geflogen ist (Sorry an den Fahrer des dunklen BMW mit Paderborner Kennzeichen, der zu dem Zeitpunkt auf der B76 in Kiel hinter mir fuhr).

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