Enjans Blog

Kieler Kunterbuntes

Archiv für den Monat “März, 2009”

Neverending-Laptop-Story

Sind die Mitarbeiter einer Reparaturabteilung eines großen PC-Herstellers des Lesens von Fehlerbeschreibungen mächtig??? Anscheinend nicht. Unser Laptop geht in Versandrunde drei. Überfordere ich eine Person mit der schriftlich fixierten Information/Fehlerbeschreibung, dass das Notebook nicht mit Strom versorgt wird, das Netzteil aber in Ordnung ist und der Fehler an einem Wackelkontakt der Netzteil-Eingangsbuchse am Laptop selber liegt? Ist das so verdammt schwer zu kapieren?!

Wieso wird mein Prozessor ausgetauscht, wenn die Festplatte defekt ist und für die Abstürze des Laptops verantwortlich? Na gut, ich nehme auch einen neuen Prozessor und kaufe mir die neue Festplatte selber.

Ich darf jetzt in der Premium-Hotline anrufen, um meine Nachbesserung geltend zu machen. Sprich, um das Gerät erneut abholen zu lassen. Der eigentliche Defekt trat während der Garantiezeit auf, jetzt befinde ich mich außerhalb. Ist das nun MEIN Problem? Ich wurde bislang dreimal hintereinander nach 20 Minuten aus der Hotline geworfen und erreiche somit keinen Service-Mitarbeitern. Meine Hutschnur steht auf 12 Uhr. Ich wurde in der „normalen“ Hotline glatt nicht bedient. Hallihallo.. wir fahren, wir fahren um die Welt tralala. Es hackt gewaltig.

NIE MEHR *Firmenname*!!!! NIE MEHR!

Gruscheln

Bei StudiVZ gegruschelt zu werden ist nervig.

Soweit meine Gedanken zur Nacht.

Unsere Banken – Der Kunde ist kein König mehr

Soeben komme ich von meiner Bankenodyssee zurück… Dabei wollte ich lediglich 1. angesammeltes Kleingeld im Wert von 44 Euro wechseln und 2. Sorten (US-Dollarnoten) in Euro umtauschen. Es sei angemerkt, dass ich bei zwei Banken vor Ort Kunde bin.

Erster Versuch: Postbank – Hauptfiliale (!!) der Deutschen Post. Der freundliche Mitarbeiter sagte mir, dass er das Kleingeld nicht einwechseln könne, da keine Zählmaschine vorhanden. Die Sorten könne er auch nicht entgegennehmen. Ich müsse sie wenn für teures Geld (Wertbrief) nach Hamburg in die Zentrale schicken. Selten so gelacht.. Wozu bezahle ich jeden Monat 4,90 Euro Kontoführungsgebühren?! Ich bitte darum, dass mir das mal jemand erläutert.

Zweiter Versuch: Deutsche Bank – Hauptgeschäftsstelle (!!!). Auch hier konnte das Kleingeld nicht entgegengenommen werden. Ich solle doch zu einem großen Supermarkt hier in Kiel gehen – dort würde eine Geldzählmaschine stehen. Ich bekäme dort als Gegenwert einen Einkaufsgutschein in Höhe des Betrages. Haha… Witz lass nach. Weningstens die Sorten wurden mir getauscht und auf meinem Konto gutgeschrieben.

Das Kleingeld bin ich bei der Deutschen Bundesbank los geworden… Was bitte machen Bürger, die keine Bundesbank in Reichweite haben?

Ich habe vor gut 10 Jahren selber eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert. Wenn ein Kunde mit einem Sack Kleingeld kam, haben wir dieses natürlich angenommen, das Zählbrett rausgeholt, das Geld für den Kunden sortiert und gerollt. Das war eine Selbstverständlichkeit. Am Weltspartag hatte man sogar wunde Finger. Hätte ich damals einen Kunden schroff abgewiesen oder zur nächsten Landeszentralbank verwiesen, wäre das sicherlich mein letzter Schalterkunde gewesen, den ich bedient habe. Die Banken sollen bitte nicht mehr herummeckern, dass Sie unter Konkurrenzdruck stehen würden und ach so viele Bundesbürger zu Direktbanken abwandern würden. Was habe ich als Kunde einer der großen „vor Ort Banken“ noch für Vorteile?! Überweisungen tätigen, Schecks einlösen, Bargeld abheben usw. kann ich auch bei jeder Direkt-/Internetbank. Selbst einen Kredit erhalte ich dort. Aber die Hausbank berät mich bei Fragen rund um die Geldanlage? Ja? Problematisch ist eine Beratung, wenn man keinem Banker über den Weg traut. Bankkaufleute sind heutzutage reine Verkäufer, die Gewinnmaximierung anstreben und den Kunden die Produkte verkaufen wollen müssen, die ihnen intern, von „oben“, befohlen werden. Abgesehen davon stelle ich aufgrund der Ausbildung die Kompetenz vieler Bankberater stark in Frage. Dies ist aber wieder ein anderes Thema.

Ich wollte doch nur Kleingeld und Sorten tauschen… Kann das denn so schwer sein? Anscheinend schon.

Galatasaray

So Freunde der Sonne.. ich habe den Blog sträflich vernachlässigt, da ich kaum Zeit zum Tippseln hatte. Dabei wollte ich doch vom UEFA-Cup Heimmatch gegen Galatasaray Istanbul berichten, welches 1:1 ausgegangen ist. Die Hamburger hatten in Halbzeit eins absolut kein Mittel gegen gut stehende und aggressive Türken gefunden. Da setzt auch immer wieder meine Kritik an: Unser HSV bekommt Schwierigkeiten, wenn einem der Gegner auf den Füssen steht, früh attackiert und so das Spiel zerstört bzw. dem HSV keinen Raum bietet. Schnelles Spiel ist keine hamburger Tugend. Erschwerend kommt hinzu, dass wir nicht in der Lage sind, einen ideenreichen, kreativen, schnellen Spielaufbau zu betreiben. Meiner Meinung nach fehlen uns die technisch versierteren Spieler. Wir haben nur einen Trochowski, der zumeist weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Jansen und neuerdings Albert Streit sind da Lichtblicke. Letzterer spielte im letzten Bundesligasspiel gegen Cottbus von Anfang an und hinterließ einen guten Eindruck. Selbiges gilt auch für Mickael Tavares auf der 6er Position vor der Abwehr.

Zurück zum Gala-Spiel… Die Gala-Fans waren eindeutig in der Mehrheit, machten das HSV-Heimspiel fast zum Auswärtsspiel. Die Atmosphäre war für einen Europapokalabend eine ganz tolle, eine fast nie zuvor dagewesene. Herauszuheben ist das friedliche Miteinander beider Fangruppen. Es gab keine Absperrungen, keine Polizeieinsätze, kein Gepöbel,… Mir ist ein türkisches Team mit seinen 15 000 Fans doch 10x lieber als Brutalo-Pöbel-Fans aus den Niederlanden, England oder Osteuropa. Bengalos gab es natürlich auch… siehe Video. Aufgenommen nach dem 0:1 von Galatasaray.

Beitragsnavigation