Enjans Blog

Kieler Kunterbuntes

Archiv für den Monat “Oktober, 2008”

Schwere Gruppengegner für den HSV im UEFA-Cup – zwei klasse Heimspiele

Der HSV trifft in der Gruppenphase des diesjährigen UEFA-Pokals auf folgende Gegner:
Ajax Amsterdam, Slavia Prag, Aston Villa, MSK Zilina

Dies hat die Auslosung am heutigen Dienstag ergeben. Ajax, Aston Villa und Slavia sind doch höchst interessante Konkurrenten. Das Herz von David Jarolim wird höher schlagen, denn sein Vater Karel Jarolim ist Trainer bei Slavia und der 24jährige Cousin Marek spielt in Slavias Mittelfeld. So etwas nennt man dann wohl Familientreffen. Bekanntester Slavia-Spieler ist wohl Vladimir Smicer (ehemals Liverpool, Lens, Bordeaux).
Ich hoffe, dass sich im Duell gegen Ajax Jan-Klaas Huntelaar mit Toren zurückhalten wird. Huntelaar häte ich gerne beim HSV gesehen. Der Spieler ist mit circa 18,5 Millionen Euro Marktwert aber sicherlich eine Nummer zu groß. Trainer der Holländer ist Marco van Basten.
Das Team von Aston Villa ist mir Stars gespickt. um nur einigezu nennen: Brad Friedel (Tor), John Carew (Sturm), Gareth Barry, Ashley Young,…
Über MSK Zilina habe ich wenig Informationen. Die No-Name-Truppe ist die erfolgreichste slowakische Mannschaft der letzten Jahre. Marek Mintal und Stanislav Sestak haben vor ihrem Wechsel in die Bundesliga für diesen Verein gekickt.

Die Termine:
23.10.08: MSK Zilina – HSV
06.11.08: spielfrei
27.11.08: HSV – Ajax Amsterdam
04.12.08: Slavia Prag – HSV
17.12.08: HSV – Aston Villa

Wir haben demnach zwei TOP-Heimspiele gegen Aston Villa und Ajax Amsterdam. KLASSE! SUPER!

Umsonst gewartet und dann kommt auch noch ein Klinkenputzer

Da teilte mir letzte Woche der freundliche MEDION-Mitarbeiter während der telefonischen Reklamation unsers Laptops mit, dass die DHL das Gerät garantiert am (letzten) Samstag abholen werde.. und was geschah? Wir warteten, warteten, warteten, trauten uns nicht mal shoppen zu gehen… warteten… und niemand kam. Heute habe ich bei MEDION nachgehakt und der Hotline-Mitarbeiter bat mich, das Paket doch bitte selber einzusenden. Klasse. Ich vermute die Schuld aber nicht bei MEDION, sondern eher bei der DHL. Freitag war Feiertag. Die DHL war überlastet und hat Abholaufträge vermutlich unter den Tisch fallen lassen vor lauter Stress. Wäre kein Einzelfall. Ausbaden muss es wieder mal König Kunde.

Jetzt klngelt es an der Wohnungstür… Ich weiß aber, dass dies nicht die DHL ist, sondern wieder einmal ein „Kabel Deutschland“-Klinkenputzer, der mir per Haustürgeschäft digitales Kabel u.v.m. andrehen will. *grrr*. Der Schlaumeier hatte nämlich bereits 5 Minuten zuvor bei sämtlichen Nachbarn geschellt, um Einlass ins Treppenhaus zu erhalten. Ich will ja nichts Schlechtes über Kabel Deutschland sagen, aber die freien Vertriebsmitarbeiter nerven wirklich und verschaffen sich unter dubiosen Vorwänden Einlaß in die Wohnungen (z.B. müssten sie das Kabelnetz prüfen…). Bin 1x darauf hereingefallen, habe dann aber den Vorwand bemerkt und habe den unseriösen Vertriebspartner im hohen Bogen aus der Wohnung geworfen.

Nebenbei sei eingeworfen, da wir sowieso digitales Kabel anschaffen wollen, da die analoge Übertragungsart bei einem großen LCD-TV nicht gerade das Idealste ist. Allerdings schließe ich den Vertrag dann eigeninitiativ per Internet ab, so dass die Vertriebspartner keine Provision erhalten. Den meisten traue ich nicht einen Zentimeter über den Weg.

Ein erstes Video unserer Kätzchen

Mitbewohner gesucht… und gefunden!

Heute ist es soweit: Der Nachwuchs kommt gegen 19 Uhr! Ich bin schon ganz aufgeregt und nervös…

Hintergrund: Meine Lebensgefährtin und ich haben uns vor wenigen Wochen zwei zuckersüße jetzt 13 Wochen alte „Heilige Birma“-Kätzchen gekauft, die heute von ihren Züchtern gebracht werden. Ich habe noch nie mit Katzen zusammengelebt und weiss noch nicht so recht, was mich da erwartet.Die Theorie habe ich drauf, die Praxis ist mir aber gänzlich unbekannt. Glücklicherweise ist „Frau Enno“ eine erfahrene Katzenliebhaberin.

Ich werde mit Sicherheit in den folgenden Tagen über die neuesten Entwicklungen berichten. Die beiden Kleinen heißen im übrigen Chester und Carlos. Carlos ist ein Seal-Point und Chester ein Chocolate-Point. Ihr könnt gerne die Homepage der äußerst sympathisch-netten Züchter besuchen. Dort seht ihr unsere beiden Racker. Camillo ist auch ein sehr , sehr hübsches und schönes Tier mit einem ausgeglichen Charakter. Wir haben uns für das Duo Chester/Carlos entschieden, da Carlos eher der freche Einzelgänger ist und Chester das Gegenteil: der verschmuste Ruhepol. Wer also noch eine Birma sucht: Camillo ist ein ganz niedlicher. So weit ich weiß, ist er derzeit auch noch abzugeben.

Ich freue mich auf unseren Zuwachs. WIR freuen uns!

Lustiger- und zufälligerweise lag bei meiner buecher.de-Bestellung, die eben geliefert wurde, ein 10% Rabatt „Zooplus„-Gutschein bei. „Zooplus“ ist wohl der beste und günstigste Onlineshop für Haustierbesitzer.

Ohne Rauch geht’s auch. Dumm gelaufen!

Ich hatte mir gestern Abend zur Spätschicht meine letzten drei Zigaretten dabei – mit dem Vorsatz, dies seien die letzten drei meines Lebens. Dummerweise wurde ich bei Ankunft auf Arbeit von meiner Supervisorin mit den Worten „Da ist eine Stange Fluppen für dich hinterlegt.“. Auweia… Mein Kollege Jan hatte mir netterweise aus seinem Heimaturlaub (nahe der polnischen Grenze) die vor x Wochen bestellte Stange Ziggis aus Polen mitgebracht. Wie hieß notgedrungen das Motto des gestrigen Tages?

AUFSCHOBEN IST NICHT AUFGEHOBEN!

… und neben mir qualmt gerade eine polnische Gauloises…

Danke, Jan! <– ernstgemeint.

Sucht

Sucht

Selten gewordene ebay-Schnäppchen

Interessieren tut es vermutlich keinen Aussenstehenden, aber ich habe bei ebay ein feines (und heutzutage eher seltenes) Schnäppchen für meine Eltern geschossen, die regelmäßig in Kasseler Hotels weilen: Habe für 125 Euro für einen Hotel-Gutschein des Kasseler Ramada-Hotels (4****) „geschossen“. Drei Übernachtungen incl. Frühstück einlösbar bis Ende 2008. Volltreffer.
Bei HRS kostet das Ramada 98 Euro pro Nacht plus 15 Euro Frühstück. Also rechnen wird: 125 Euro / 3 Nächte = 41,67 Euro/Nacht (ebay-Preis).
HRS-Tarif = 113 Euro/Nacht.
Man kann es auch anders ausdrücken: 3 (Nächte) für 1. TOPPREIS! Ich freue mich… Ich liebe diese 3, 2, 1,… meins-Aufregung beim Ersteigern; erst recht, wenn es sich um einen „Unbedingt-haben-wollen-Artikel“ handelt.
Sohn endorphin- und adrenalinbeseelt. Eltern mit Sparschwein-Pupillen und dankbar.

Literaturstöckchen

Wo wir gerade beim Thema Literatur waren: Ich nehme mal das zugeworfene Literasturstöckchen von kieliscalling auf.

1. Nimm das erste Buch in deiner Nähe
2. Öffne das Buch auf Seite 123 und finde den dritten Satz
3. Poste die nächsten drei Sätze
4. Wirf das Stöckchen, die ursprüngliche Regel sagt 5, ich sage an wen auch immer, weiter

Okay – here we go:
„Mit der Generation Doof ist sie bestens vertraut. Jährlich bewerben sich bei ihr Dutzende Studenten um begehrte Jobs in der kreativen Branche. Hofer hat schon oft miterlebt, wie hart der Aufprall mancher Traumtänzer auf dem Boden der Realität sein kann: Wer das Studium überwiegend zum Ausschlafen genutzt und einen Großteil seiner Freizeit damit verbracht hat, diese geschmeidig totzuschlagen, kann mit den hohen Anforderungen der Unternehmen nicht mithalten.“

Quelle: Stefan Bonner/Anne Weiss: Generation Doof. Wie blöd sind wir eigentlich?

Leider habe ich den Bestseller gerade erst käuflich erworben, so dass ich nichts zum Inhalt sagen kann. Ich habe lediglich in den Medien einige Auszüge gelesen. Das obenstehende zufällige Zitat des Stöckchens ist ja bereits inhaltlich sehr aussagekräftig. Macht Lust auf mehr (Trivialliteratur?).

Apropos Trivialliteratur… Da hatte ich doch heute noch einen Zeitungsbericht über das Thema „Feuchtgebiete und Bushido führen Bestsellerlisten an“ gelesen. Finde den Link leider nicht mehr. Es ging darum, ob diese Bestseller (nämlich recht niveaulose Trivialliteratur) ein Indikator für unsere Gesellschaft sind.
Im gleichen Atemzug fällt mir eine Vox-Doku-Soap (Liebe mich und meine Kinder) vom Wochenende ein, wo ein „esoterisch angehauchter alleinerziehender Familienvater auf Frauensuche“ stolz damit prahlte, seinen Kindern im Pubertätsalter Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ als Aufklärungslektüre geschenkt zu haben. Da kann sich jetzt jeder seine eigenen Gedanken und Meinungen zu machen… Ich sag dazu nichts. Gefunden habe ich noch diesen „Feuchtgebiete“-Kommentar in der „SZ jetzt„-Onlineausgabe. Isch seh dasch kritisch nä…

An wen kann ich mein Stöckchen weitergeben? Arne, magst du?

UNIversale Baustellen

Drama Baby!

Drama Baby!

Hach… wir befinden uns im letzten Drittel der vorlesungsfreien Zeit und die Faulheit der letzten Wochen rächt sich dramatisch. Ich muss bis zum Vorlesungsstart zwei Deutsch-Hausarbeiten fertigstellen sowie mich auf eine humangeographische Klausur vorbereiten. Judgment Day ist hier der 22.10.2008. Die „Deadlines“ rücken näher – huch: Heute ist ja bereits der 1.Oktober. Schreck lass nach!

Wenn mir jemand ein interessantes Hausarbeitsthema zum Thema „Lessing: Dramen“ nennen und vorschlagen kann: Immer her damit. Ich stehe derzeit noch gehörig auf dem Schlauch. Natürlich nur mangels Routine, nicht mangels Kreativität

Den heutigen Tag werde ich dazu nutzen, mir genüßlich bei einem Schluck Kaffee „Emilia Galotti“ und „Miss Sara Sampson“ literarisch reinzuziehen. Was gibt es an einem verregneten grauen Mittwoch, an dem man abendlich auch noch arbeiten muss, Schöneres als sich mit Lessings Tragödien und Lustspielen („Minna von Barnhelm“) zu beschäftigen. In die Literatur-Warteschlange haben sich außerdem noch „Nathan der Weise“, „Philotas“ und diverse ander Werke der Aufklärung und des Sturm und Drang eingereiht.

Prost Kaffee!

„Wie Sie ja bereits wissen…“ (…ist das Notebook defekt und ein Backup sinnvoll)

Wisst ihr, welchen Spruch und Satzübergang ich hasse wie der Teufel das Weihwasser?! Meist von Professoren in Seminaren und Vorlesungen genutzt: „Wie Sie ja alle bereits wissen…„. Ja? Was weiß ich? Weswegen sitze ich wohl hier in der Veranstaltung? Weil ich bereits alles weiss?!

In diesem Sinne: Wie ihr ja bereits wisst… arbeite ich Teilzeit in einer technischen Support-Hotline eines großen Festplatten- und MP3-Player Herstellers. Wie liebe ich die Anrufe vieler Kunden, deren Datenspeicher defekt ist und die nun keinen Zugriff mehr auf ihre ach so wichtigen Daten haben. Lustig wird es immer dann, wenn Examensarbeiten und Geschäftsdaten betroffen sind. Standardaussage ist meist: „Ich habe mir die Festplatte doch extra zur Datensicherung gekauft und jetzt geht die kaputt?!“. Soll vorkommen, dass Geräte mal einen Defekt aufweisen (denke ich mir) und antworte meist, dass der Anrufer sich ja glücklich schätzen können, die Daten vorbildlich gesichert zu haben, da jetzt noch an anderer Stelle eine Kopie der Daten vorhanden ist (oder sein müsste). Dumm nur, dass 90% der Kunden in Wirklichkeit keine Datensicherung betrieben haben, sondern Daten einfach nur auf den neuen Datenträger verschoben haben. Solche Calls arten leider manchmal in Beleidigungen und Beschimpfungen seitens des enttäuschten Anrufers aus und die Herstellerfirma samt ihren Produkten wird mit diversen Fäkalausdrücken betitelt (objektiv betrachtet natürlich zu Unrecht!!!). Aber aus eigenen Fehlern lernt man bekanntlich am Besten und Schnellsten… Wieso glauben viele Computernutzer eigentlich, dass Datenspeicher unkaputtbar sind? Bei einem Fernseher, einem Radio oder Mixer wird ein Defekt schon wetaus eher als „normal“ angesehen. Womöglich liegt bei einem Datenspeicher eine höhere emotionale Bindung vor bei all den dort gespeicherten ideellen Werten wie Urlaubsfotos und E-Mails von der Geliebten.

Worauf will ich hinaus? Es ist noch keine drei Tage her, dass ich die Diskussion mit meiner Lebensgefährtin führte. Ich wies sie freundlichst darauf hin, doch mal endlich die wichtigsten Daten ihres Laptops zu sichern. Die Antwort war, dass sie sich deswegen nun nicht extra ein Speichermedium kaufen wolle, das sei ja doppelt gemoppelt und davon hätte sie nichts außer Kosten. So weit, so gut.

Wie es nun kommen musste, erreichten mich während meiner Arbeitsschicht am gestrigen Dienstag diverse Panik-SMS. Das gute Medion-Laptop hatte doch glatt seinen ansonsten reibungslosen Dienst versagt und hatte sich mit Dutzenden von unaufgeforderten „Minus“-Zeichen im Textfeld einer E-Mail verabschiedet. Beim darauffolgenden Neustart hieß das Motto „Rien ne va plus.“. Na sowas aber auch… Laptop ist definitiv defekt und wird nun eingeschickt. Über die Frage meiner Herzallerliebsten „Und was ist nun mit meinen Daten? Ich brauch‘ die doch noch.“ konnte ich -so leid es mir auch tut- nur schmunzeln.

Wie sie ja bereits wissen…: Wer nicht hören will, muss fühlen. Nicht nur anonyme Kunden lernen aus Versäumnissen, sondern auch die eigene Freundin. Wobei ich durchaus mitfühlend bin. So viel Empathie muss sein.

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