Ich sah die Digicam neben mir liegen, ich sah Kater Chester neben mir liegen… Knips . Der kleine verschlafene Chester gibt sich gerade seiner Morgenhygiene hin und ich war so gemein, dass ich ihn fotografierenderweise dabei gestört habe… Ist er nicht süss?!
Es gibt am heutigen Tage keinen speziellen Grund für einen Blogpost… Daher werde ich mich auch kurz fassen. Gleich geht es zur Uni… Der Countdown läuft, das Wintersemester nähert sich unweigerlich seinem Ende. An alle HSV-Fans: Nicht vergessen – heute 20:30 Uhr Anpfiff zum Spiel gegen die Wölfe. Wolfsburg mit neuem Trainer Köstner. Ein Trainerwechsel, der aus Sicht des HSV zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommt. Ich hätte gerne Vehs-Truppe verlieren sehen. Heute abend wird es ein Geduldsspielt gegen mauernde Wolfsburger werden. Schade, dass Ruud van Nistelrooy noch nicht fit ist. Wir gewinnen trotzdem 2:0. Tore: Petric und Berg.
In Hamburg streiken die Busse… Sehr passend, wenn jeweils in der Fußball-Arena und in der Colina Veranstaltungen stattfinden. Parkplatzchaos vorprogrammiert, da viele Hamburger auf Anreise per ÖPNV verzichten werden. Danke HVV.
Vor einiger Zeit, genauer gesagt gestern, bin ich auf eine Seite aufmerksam gemacht worden, die sich postcrossing.com nennt. Einige werden diese nette Internetcommunity (wenn ich Postcrossing als solche bezeichnen kann) bereits kennen und sogar aktiv daran teilnehmen. Es geht hier um den Austausch von Postkarten mit Postcrossing-Mitgliedern aus der ganzen Welt. Man registriert sich auf der Seite, füllt sein Profil aus und klickt auf “send a postcard”. Daraufhin erhält man eine zufällig ausgewählte Adresse eines anderen Mitglieds und kann/muss/sollte diesem nun eine Postkarte seiner Wahl zusenden. Im Gegnzug wird die eigene Adresse an ein anderes Postcrossing-Mitglied weitergegeben und man erhält idealierweise in den nächsten Tagen ebenfalls eine Postkarte. Man darf bis zu 5 Postkarten gleichzeitig im Umlauf (travelling) haben. Wenn der Empfänger die Postkarte erhält, regisitriert er den Eingang auf Postcrossing.com mithilfe der zuvor erstellen Post-ID, die auf jeder Karte zwecks Zuordnung vermerkt sein muss. Viele User fotografieren die erhaltenen und gesendten Postkarten, so dass sie in einer Galerie einsehbar und nachverfolgbar sind.
Die Adressen sind nicht öffentlich einsehbar, sondern werden nur dem “Sender” zur Verfügung gestellt. Es ist aber auch möglich, einen direkten Postkartentausch zu veranlassen, sollten beide User damit einverstanden sein. Die Kontaktaufnahme erfolgt durch die Mitgliedersuche bzw. durch eine private Kommunikation mit dem integrierten Messagingsystem.
Schaut’s Euch einfach mal an. Ist kinderleicht und sehr verständlich. Nur solltet Ihr grundlegende Englischkenntnisse besitzen. Eine Postkarte in das europäische Ausland kostet zur Zeit 0,65 Euro, in andere Länder der Welt 1 Euro.
Mein Fazit: Ich bin zwar erst frisch dabei, aber das Projekt sounds like fun. Ich bin mal gespannt, wann ich meine erste Postkarte erhalte und woher sie stammt. Die ersten meiner fünf Karten liegen bei mir abschickbereit auf meinem Schreibtisch. Sie gehen nach Japan, China, Finnland, Moskau und in die USA (Maryland).
Da habe ich es am Samstag doch noch geschafft, dem Rückrundenstart meines HSV beizuwohnen, obwohl es aufgrund anderer familiärer terminlicher Verpflichtungen erst mau aussah. Irgendwie habe ich es dann doch gedeichselt und meine Serie hält: Seit x-Jahren kein Heimspiel mehr verpasst.
2:0 haben die Hamburger gegen die schwachen Freiburger gewonnen. Leider konnte man an diesem Spieltag keinen Boden gutmachen (außer zum Erzrivalen Bremen), da alle oben stehenden Mannschaften ebenfalls 3 Punkte einfuhren. Diese Rückrunde werden die Karten insbesondere was den Abstiegskampf anbetrifft neu durchgemischt. Hertha setzt zur Aufholjadg an, Stuttgart peilt das gesicherte Tabellenmittelfeld an, Hannover schliddert weiter hilflos in die Krise, Bochum trumpft auf, Nürnberg vergibt unnötigerweise einen Punkt auf Schalke und Freiburg muss einsehen, dass Schönspielerei kein Garant für den Klassenerhalt ist. Daher lautet mein Absteigertipp: Hertha schafft den Relegationsplatz, Nürnberg und Hannover steigen ab. Schade: Ein Nordderby weniger gegen unsere Freunde aus der niedersächsischen Landeshauptstadt.
Bei Magaths Schalkern weiss ich nie so recht, ob ich lachen oder weinen soll. Zumindest werden die Schalker am Ende weinen: Es wird nicht für die Meisterscahft reichen. Dazu spielen sie nicht gut genug. Bayern muss man definitiv auf der Rechnung haben und die Leverkusener erst recht. Letztere erwecken einen souveränen Eindruck. Was wird aus dem HSV? Vermutlich muss man sich mit Platz 4 oder 5 anfreunden. Dabei möchte ich nicht wissen, was los gewesen wäre, hätten wir das große Verletzungspech nicht gehabt. Wir wären wohl Spitzenreiter der Liga und auf Meisterschaftskurs. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Hätte, wäre, wenn und aber gibt es im Fußball nicht- daher ist Platz 5 meine Prognose.
Zurück zu den Freiburgern. Das Team hat teilweise ganz gefällig den Ball laufen lassen. Nur war die Offensive ein laues Lüftchen. Deswegen sagte ich auch, dass mit Schönspielerei derzeit nichts zu gewinnen ist. Jedenfalls dann nicht, wenn man keine Tore schiesst und außerdem fast jedes Heimspiel vergeigt. Freiburg wird sich aber retten können, da Hannover und Nürnberg noch schlechter spielen. Über den 1. FC Köln habe ich noch kein Wort verloren… Die holt das Team einen 2:0 Rückstand auf und bekommt in der 90. Minute den 3:2-Todesstoß. Oh mann… Das muss man erstmal verkraften. Kölle wird sich dank des 12. Manns (Publikum) über die Saison retten.
Gespannt bin ich auf das Spiel der Hamburger in Dortmund kommendes Wochenende. Das wird ein heisser Tanz. Ich vertraue aber auf die Auswärtsstärke der Rothosen und lage mich auf ein 2:2 fest. 1 Punkte ist jedoch insgesamt für beide Mannschaften zu wenig, um oben dran zu bleiben. Positiv: Schalke und Leverkusen müssen auswärts ran. Da geht was.
Joa – Kollege MC Winkel verlost gerade einen schicken imac. Ich armes Studentenhäschen muss da doch unbedingt mal mit von der Partie sein, oder? Here we go.
Jetzt muss ich mich zu guter Letzt auch noch outen und euch meinen Arbeitsplatz zeigen… Weia… Aufgeräumt? Näää geht so… Würde mal sagen, dass es sich hierbei um einen klassischen studentischen Mainstream Arbeitsplatz handelt.
Bin soeben auf ein kleines, nettes, witziges Google-spielchen in Tills Blog aufmerksam geworden. Gebt “EuerVorname braucht” bei Google ein – und lasst Euch überraschen, was ihr laut Google so alles braucht – Hier mal meine ersten 10 Treffer:
Enno braucht…
- seinen klugen chreibtisch so dringend in der Schule.
- den Nervenkitzel
- Hilfe
- ‘nen Camcorder
- bloß 1 Post zu setzen und schon schmeisst sich ihm ‘n Groupie annen Hals
- beim Essen nicht zu schlucken
- Wenn man Enno braucht, ist er nie da
- einen kleinen Tritt
- einen Abwehrspieler
- Ruhe
Witzig! Camcorder? Joa – wäre ganz cool. Ruhe auch. Einen Abwehrspieler? Naja – wenn man bedenkt, dass Jerome Boateng vielleicht zu den Bayern wechseln wird… Aber auch wenn ich viel und gerne esse, schlucken muss ich schon noch und so viele Groupies habe ich nicht, oder?!. By the way: Alle Groupies mal per Mail melden .
Heute 13 Uhr findet die Auslosung zur Zwischenrunde der Euro-League statt. Der HSV hat durch die 1:0-Niederlage gestern in Tel Aviv den Gruppensieg verpasst und muss nun mit einem starken Gegner rechnen. Falsch ausgedrückt: Sämtliche in Frage kommenden Gegner sind harte Brocken. Die attraktivsten Lose wären wohl Spiele gegen den AS Rom, Marseille, Eindhoven, Valencia oder gar Juventus Turin. Man stelle sich vor: Eine Neuauflage des CL-Klassikers HSV vs. Juve. Wohl eher ein Spiel für das Viertel- oder Halbfinale. Man kann nur beten, dass einem äußerst unangenehme Gegner wie REd Bull Salzburg oder die altbekannten Rumänen aus Urziceni erspart bleiben. Gleiches gilt für Doneszk. Alle HSV-Fans dürfen jedenfalls gespannt sein. Schade, dass wir das gestrige Spiel vergeigt haben, denn nun müssen wir im Rückspiel auswärts antreten. Vorteil für den Gegner und beim Hinspiel fehlt es ein wenig an Brisanz. Topf 1, in dem sich der HSV NICHT befindet, spielt zuerst auswärts.
Was gibt es sonst noch zu bemerken? Trochowski, Vorname Piotr. Gestern wieder mal ein Schatten seines Schattens seiner selbst. Unglaublich schlecht der Bengel. Mir wollte es ja nie einer glauben, langsam mehren sich aber die kritischen Stimmen: Trochowski, der seit Beginn seiner HSV-Zeit bei mir unter Sonderbeobachtung steht, hat schon immer so schlecht gespielt. Seit jeher!!! Nie kommen Flanken, Ecken oder sonstige Standards an (abgesehen von ein paar ganz wenigen Ausnahmen). Er dribbelt sich tot, spielt Fehl- oder Querpässe. Wo ist seine immer gelobte Schusstechnik??? Nicht vorhanden. Schüsse aus der 2. Reihe landen 10-20 Meter neben oder über dem Tor – das in aller Regelmäßigkeit. Troche wurde als van-der-Vaart-Nachfolger erkoren, dabei ist er alles andere als ein Mittelfeldregisseur. Er ist ein Mitläufer. War es immer und wird es immer bleiben. Daher verstehe ich seine Berufung in die Nationalmannschaft auch nicht. Man kann nur hoffen, dass Troche nicht mit nach Südafrika fahren wird. Er würde das DFB-Team schwächen so wie er es auch beim HSV tut. Ein Marcell Jansen ist hundertmal aggressiver, erfolgreicher, torgefährlicher, treffsicherer, agiler und fitter als das ewige Talent Trochowski. Piotr hat sich in den letzten vier Jahren beim HSV nicht einen Zentimeter weiterentwickelt. Man braucht Troche nicht gleich zu verkaufen, aber der Platz auf der Bank ist für ihn derzeit genau der richtige Platz. Für mich ist Troche ein mittelmäßiger Bundesligaspieler, der bei Eintracht Frankfurt weitaus besser aufgehoben wäre als beim HSV. Ich will ihm keinesfalls fußballerisches Talent absprechen – das war es dann aber auch schon. Was mich immer gewundert hat ist, dass die Leute vor Jahren nicht schon bemerkt haben, dass Troche in der Manier eines uneffektiven Windbeutels spielt. Wenn man Trochowski-Kritik übte, wurde man ja beinahe als Hochverräter verunglimpft. Tomaten auf die Augen…
Troche hin oder her. Jetzt ist ein Sieg gegen den Hamburger Vorstadtverein am Sonntag wichtig, um ein ruhiges Weihnachtsfest zu verleben. Eine erneute Heimniederlage kann sich der HSV nicht leisten, da der Anschluss an die Tabellenspitze verloren gehen würde. Zu Beginn der Rückrunde stehen schwere Gegner auf dem Programm. Obwohl der HSV gerade gegen diese stärkeren Gegner die meisten Punkte holt. Ich erinnere da an jüngere Heimblamagen gegen Gladbach und Bochum.
Zum Schluss noch eine Bitte an alle Werder- und HSV-Fans: Bitte verzichtet am Sonntag auf jegliche Formen der Gewalt. Vielen anderen und mir gehen die ständigen Werder-Schmähgesänge, die im Stadion ertönen, gewaltig auf den Geist. Erst recht, wenn der Gegner gar nicht Bremen heisst. Lasst euch mal andere Liedchen im Fanblock einfallen. Das Gesangsrepertoire wird immer unkreativer und einseitiger *gähn*. Jeden Spieltag die vier gleichen Liedchen…
Kofi Annan in “Beds Are Burning”: “Climate change is the greatest humanitarian challenge facing mankind today. And it is a challenge that has a grave injustice at its heart. It is the major developed economies of the world which contribute the overwhelming majority of global greenhouse emissions. But it is the poorer and least developed nations that are hit hardest by its impact. By downloading the song, people from around the world will add their names to this growing global petition, and together we will create such a noise our leaders will listen“.
Der Klimagipfel in Kopenhagen beherrscht die Medien und auch mein derzeitigen Wünsche und Sorgen. Wie prognostiziert ist die globale Staatengemeinschaft nicht in der Lage, in Sachen Klimapolitik auf einen Nenner zu kommen. Ich denke, dass es vielen Menschen an Klimabildung fehlt und wir die Folgen eines Scheiterns des Kopenhagener Gipfels arg unterschätzen. Wie es derzeit ausschaut, wird die Menschheit erst handeln, wenn es zu spät ist, wenn es bereits 30 nach 12 Uhr ist. Leider handelt es sich bei CO2 um ein geruchloses und unsichtbares Gas. Würde CO2 stinken, den Himmel schwärzen und die Sonne verdunkeln, wären bereits alle CO2 Emmissionen auf ein Minimum zurückgegangen. Was ich damit sagen will: Wir nehmen gegenwärtig die dramatischen Folgen des Klimawandels, der bereits erwiesenermaßen in Gang ist, nicht wahr. Die Europäische Union beschreitet klimapolitisch und mit ihren politischen Forderungen einen vorbildlichen Weg (bei dem natürlich auch wirtschaftliche Interessen bestehen. Stichwort: Green Technology and Industry), der weiter fortgeführt und global unterstützt werden muss. Klimaschutz fängt im Kleinen (bei uns Individuen) an. Zur Erreichung eines wirksamen Klimaschutzes bedarf es aber insbesondere der Einigkeit auf weltweiter politischer Ebene. Derzeit stehen wirtschaftliche Interesse über Umweltinteressen. Ich hoffe innigst, dass man das Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Umweltschutz durchbrechen oder zumindest drastisch verkleinern kann. Ansonsten steht die Menschheit mit ihren nachfolgenden Generationen vor einer globalen Klimakatastrophe ungeahnten Ausmaßes.
Es sind wir Industrienationen, die die Hälfte der weltweit verbrauchten Energie nutzen. Es sind abe auch wir Industrienationen, die die finanziellen Mittel haben, um Energie effizient zu nutzen und einzusparen. Es sind die Industrienationen, die Staaten wie China, Indien etc. dazu bewegen können, umweltschonender zu produzieren – auch wenn wir uns vorwerfen lassen müssen, früher genau die gleichen Umweltsünden begangen zu haben. Es sind aber auch die kleinen Staaten und Länder angesprochen, die sich beharrlich in die Schmollecke verzogen haben, eine Opferhaltung einnehmen und unrealistische Klimaschutzziele verfolgen nach dem Motto “Ihr seid schuld an unserem Absaufen – nun seht mal zu, wie ihr Verursacher das hinbekommt. Wir nehmen uns lediglich das Recht heraus, zu fordern.”. Beim Klimaschutz sind alle Staaten der Erde gefordert. Es gibt kein Wir und kein Ihr. Es gibt nur ein Wir und dieses Wir sitzt in ein und demselben Boot, welches wir bald nicht mehr schaukeln werden können.
Nicht nur die Politik kann etwas unternehmen, sondern auch wir. Hierbei handelt es sich meist um ganz kleine Dinge, die uns nicht einmal an Lebensqualität einbüßen lassen.
- Licht ausschalten, wenn man den Raum verlässt
- Energiesparlampen verwenden
- Elektrogeräte komplett vom Stromnetz nehmen während der Nacht oder Nichtbenutzung (Steckerleisten mit Schalter)
- Stromanbieterwechsel auf Ökostrom (günstiger als fast alle lokalen Anbieter)
- öfter mal per pedes einen Weg zurücklegen, Fahrgemeinschaften bilden oder den ÖPNV nutzen
- ggf. den Klospülungs-Stopp-Schalter nutzen
- Kunststoffverpackungen meiden
- Stosslüften anstatt Dauerlüften im Winter
- Elektro- und Haushaltsgeräte der höchsten Energieeffizienzklassen anschafften (Kaufpreis amortisiert sich schnell durch Reduktion des Stromverbrauchs)
- mehr regionale Produkte kaufen anstatt Güter, die von weit her importiert wurden
- Wassersparer an Wasserhähnen im Badezimmer und in der Küche anbringen (kosten wenige Euro)
Dies sind nur einige wenige Umweltschutztipps. Die Liste ließe sich beliebig erweitern.
Wisst ihr, dass für die Produktion eines Frühstückeis 134 Liter Wasser verbraucht werden? Für eine Tasse Kaffee 140 Liter und für einen Hamburger aus Rindfleisch 2400 Liter? … tck tck tck …
Links:
- Ökologischer Fußabdruck (Rechner für Jedermann):
Overshoot Day (der Tag des Jahres, an dem alle nachhaltigen Energieressourcen der Erde verbraucht sind und wir nicht mehr nachhaltig energiewirtschaften):
Einigen wird das Video bereits bekannt sein. Der “Wedding Dance” eines Paares aus den USA. Meiner Ansicht nach “ganz großes Tennis”. Die Kirche zu Chris Brown rocken anstatt förmlich, stocksteif einzulaufen.
Ich hatte vor einiger Zeit einen Artikel über “Das Luxusinternat” verfasst – ausgestrahlt auf RTL. Allem Anschein nach gefällt die negative Kritik einigen Schülern dieser Schule nicht. Daher frage ich mich: Wenn die RTL Reportage überzogen gewesen sein soll und alles nicht so ist, wie es rüberkam, wieso erteilt man RTL überhaupt eine Drehgenehmigung? Es war doch klar, dass ein reißerischer Bericht entstehen würde. Nicht wegzulügen sind aber die vielen überheblichen Statements der Eltern bzw. auch einiger Schüler. Ob diese Leute an der Schule eine Minderheit sind, vermag ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Anstatt sich über negative Publikumsresonanz aufzuregen, sollte man mit der Kritik an die produzierende Firma herantreten, die u.U. ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht nachgekommen ist und so eine polemische (?) Reportage gesendet hat. In der heutigen, wirtschaftlich unsicheren Zeit reagieren viele Menschen empört auf zur Schau gestellten Reichtum und Arroganz. Das sollte RTL bedenken, aber auch alle Schüler und Schülerinnen der betroffenen Schule, die ich mitunter zu Unrecht vorverurteilt fühlen. Klar ist: Viele SchülerInnen der Schule werden lieb und nett sein. Keine Frage. Nur werden diese SuS leider zu keiner Zeit im Bericht gezeigt oder gar erwähnt. Also liebe Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Schulleiter und Eltern aus/in Neubeuern: Wer sich ein RTL-Kamerateam ins Haus holt, muss mit saftiger und ggf. auch unberechtigter Kritik rechnen und leben. Alleine der Titel “Luxusinternat” ist polemisch genug gewählt. Wer sich zudem noch arrogant und überheblich im TV äußert und vermeintlichen monetären Reichtum heraushängen lässt, hat es auch nicht anders verdient. Ich befürchte, dass es die betreffenden Schüler und Schülerinnen an eurer Schule jetzt schwer genug haben werden… Oder wird denen auf die Schulter geklopft: “Gut gemacht!”?
Aus meiner Sicht ist es weniger der Neid der Gesellschaft, der zu Unverständnis und zu negativen Äußerungen führt. Es ist das unsympathische, überhebliche Verhalten und Wesen vieler der gezeigten Akteure. Klar ist aber auch, dass an der Schule ein gewisse Elite herangezüchtet wird, die mit erheblichen Vorteilen in die Berufswelt startet. Nicht weil sie schlauer sind als andere Kinder, sondern weil sie bereits einer Gesellschaftsschicht angehörig sind, wo genügend Connections und “Vitamin B” vorhanden ist, die Kinder erfolgreich in das Berufsleben zu vermitteln. Die Mehrklassengesellschaft ist unbestritten, in einer Demokratie und im Kapitalismus aber auch “normal”. Die Bildungspolitik bemüht sich seit Jahren um mehr Chancengleichheit, um eine Reduzierung der “gesellschaftlichen Schere”. Meiner Meinung nach braucht unser Land auch einige “Eliteschulen”. Leider ist ein Besuch dieser “Eliteschulen” heutzutage oftmals vom finanziellen und gesellschaftlichen Status eines Schülers abhängig. Dahingehend erstreckt sich auch meine Kritik. Das “Luxusinternat” steht hier aber nur symbolisch für bildungspolitische Ungerechtigkeiten. Desweiteren möchte ich noch bemerken, dass den Schülern und Schülerinnen aus den entsprechenden Familien auch nach Absolvierung staatlicher Schulen viele Wege offen stehen würden. Zudem sollte man aber auch nicht die Anerkennung vergessen: Von nichts kommt nämlich auch ein einem “Luxusinternat” nichts. Ich sehe folglich folgende ursächliche Gründe für die auf die Schule hagelnde Kritik: Ein u.U. polemisch produzierter Bericht, Zurschaustellung von Luxus mit einhergehender verbaler Arroganz seitens der schulischen Akteure und eine Schulleitung, die ihrer Verantwortung nicht nachgekommen ist, Schule und Schüler vor den Folgen einer solchen Reportage zu schützen. Die unterrichtliche Qualität der Schule steht sicherlich außer Frage. Manch ein Lehrer (und Schüler) wäre glücklich, nur über ein Drittel der Ausstattung zu verfügen.
Es begab sich zu einer Zeit … zu der Deutschland sich bereits für die WM in Südafrika qualifiziert hatte. Nein, dies ist nicht der Anfang der Weihnachtsgeschichte. Die Weihnachtsgeschichte hat eine frohe Botschaft zu verkünden, ich dagegen eine negative: Das Länderspiel der deutschen “Nati” gegen Finnland in meinem “Heimatstadion” im Volkspark war ein grauenhaftes. Fußball: Fehlanzeige. Stimmung: Fehlanzeige. Sieg: FEhlanzeige. Endstand: 1:1. Ich habe selten ein schlechteres Fußballspiel live im Stadion verfolgen müssen als an diesem Abend, von der mangelnden Stimmung und Atmosphäre ganz zu schweigen. Null Support, wirklich null! Ich war baff.
Nach dem Spiel stellt sich ein Ballack oder Adler mit totaler Verständnislosigkeit vor die Medien und beschwert sich über das halbzeitliche Pfeifkonzert der enttäuschten Besucher. Herr Ballack, die Zuschauer bezahlen ein hohes Eintrittsgeld (plus sonstige Ausgaben wie Parkplattz, verpflegung, ggf. Hotel, Benzin,…), um Sie im Nati-Dress sehen zu dürfen. Die Besucher waren – entgegen ihrer Meinung – nicht da, um eure erfolgreiche WM-Quali zu feiern. Das haben wir alle schon am Wochenende oder beim freien Training am Montag erledigt. Die Besucher waren da, um eine befreit aufspielende Nationalmannschaft zu sehen, die Spaß am Fußball zeigt und uns mitreisst, wenigstens ein einigermaßen akzeptables Spiel zeigt. Davon war nichts zu sehen. Kein Elan, kein Wille, keine Motivation. Ist es da nicht nur gerecht, wenn man mit Pfiffen bedacht wird, die einen ggf. während der Halbzeitpause aufwecken? Die Pfiffe galten dem Spielgeschehen, keinem Nati-Spieler persönlich. Nicht mal dem Bremer Tim Wiese. Aber als Profifußballer verkennt man scheinbar des öftern mal die soziale Realität. Dass viele Stadionbesucher sich die Kosten vom Munde haben absparen müssen, dafür höchstwahrscheinlich auf andere Dinge verzichtet haben.
Herr Ballack: Viele von uns verdienen ebenfalls (wie sie) 25.000 Euro – aber nicht am Tag, sondern im Jahr!Ich bitte dies nach dem nächsten Pfeifkonzert zu beachten. Ein wenig Selbstkritik und Relfexion wären auch angebracht. Zum Feiern gehe ich in die Disco, zum Fußball schauen ins Stadion.
Über das Spiel selber gibt es keine großen Worte zu verlieren. Das einzige deutsche Tor in Minute 90 haben wir nicht mehr gesehen, da wir bereits auf dem Weg zum Auto waren. “Bloß weg hier!”. Nach der miserablen Leistung war uns selbst das verpasste Tor egal und man wollte, gänzlich durchgefroren, nur noch nach Hause.
Dennoch will ich meinem Blog und den Lesern ein paar visuelle Eindrücke nicht vorenthalten:
Nationalhymnen D - FIN
Ich habe auf meiner Cam noch ein Video des Spiels gefunden, in dem man die typische pomadige, uneffektive Spielweise Piotr Trochowskis bestens sehen kann. Leider leider leider darf ich keine Videos, auf denen Spielszenen zu sehen sind, posten. Schade!!! Hätte ich ja allen gerne mal gezeigt, die meinen, Troche sei der absolute “Knaller” auf dem Platz. Da ich ihn seit nunmehr fünf Jahren in JEDEM spiel beobachte, lasst euch sagen: Trochowski ist ein Spieler, der maßlos überschätzt und überbewertet wird. So langsam kommen immer mehr Leute dahinter. Große Klappe, nix dahinter sage ich immer.