Brandnooz-Box Juni 2013

Ich habe heute meine erste Brandnooz-Box erhalten mit neu auf dem Markt befindlichen Lebens- und Genussmitteln. Surprise, surprise. Sehr, was drin war… Aus meiner Sicht kein “Flop inside”.

Brandnooz-Box Juli

Brandnooz-Box Juni

deit Pink Grapefruit: Bereits probiert. Schmeckt.
Ricola Apfelminze und Mixed Berry (zuckerfrei): Die nächste Erkältung kommt bestimmt… leider.
Alpro-Mandelmilch (vegetarisch): Damit kann man tollen Chiapudding herstellen. Rezept hier.
Eat Natural Nuss- und Fruchtriegel: mit Cashewkernen
SAVE Selection Pure Frucht (zuckerfrei, 100% Frucht)
Cholula Hot Sauce Original: bekannt aus den USA. Chillisosse.
Jürgen Langbein Würzpaste: zum Marinieren. BBQ-Flavour
Dreh und Trink IceLolly: Eislutscher zum Einfrieren in den Sorten Cola und Orange

Probiert habe ich nur die “deit”. Hat mir gefallen, da ich Grapefruit liebe und das Ganze nur 3 kcal/100ml aufweist.

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Ich hab’s wieder getan…

Ich habe es mal wieder getan. Entgegen jeglichen Verstandes und Vernunft. Wie konnte ich nur? Wie erkläre ich das meiner Frau??? Gut, ich habe es ihr bereits schonend beigebracht. Ihre Reaktion? Verhalten bis 7 Tage Regenwetter… Wovon schreibt der Typ hier nur?!

Na, von meiner HSV-Dauerkarte!!! Ich habe meine Dauerkarte für die Saison 2013/14 verlängert! Herrje… ich habe es wirklich getan.

Seit mindestens gefühlten 17 besch…eidenden Heimspielen schwöre ich mir “Kommende Saison HSV?! Nicht mehr mit mir! Zeit- und Geldverschwendung!”. So leicht ist die Sache dann aber doch nicht zu wuppen. HSV ohne mich… das wäre wie DSDS ohne Dieter Bohlen oder Sauerkraut ohne Kartoffelpüree. Es besteht durchaus eine intensive psychische Abhängigkeit, die sich nicht nur in Autoaufklebern äußert (s. Foto), sondern auch in einer bestehenden Hassliebe. Ich führe eine wunderbare Ehe, habe einen ganz tollen Sohn. Alles in Butter. Ohne den HSV würde mir DER Reibungspunkt im Leben fehlen. Viele zu peacemäßig mein Leben. An keiner anderen Sache (bzw. Menschen) kann ich mich so intensiv aufreiben wie an dem Chaos-Verein von der Elbe (Okay, ab August ärgere ich mich ggf. zusätzlich noch über meine SchülerInnen). Bücher könnte ich über diesen Fußballverein schreiben und endlos diskutieren. Und dann soll ich sang- und klanglos meine Dauerkarte hergeben? Von heute auf morgen? Unmöglich. Nee, mein Freund. Geht gar nicht. Es ist ja nicht so, dass ich mit der Familie keine “HSV-Modelle” ausgearbeitet hätte, um den Verein erfolgreich in mein (relativ junges) Familienleben zu integrieren. Multitasking war noch nie so mein Ding. Da war vom Teilen der Dauerkarte die Rede (jemand 8 Spiele, ich 9 Spiele)  oder vom Erwerb von Einzelkarte (nee, lohnt sich nicht, da unwirtschaftlich). Im Endeffekt ist es aber doch ein Leichtes, den Anflehungen des HSV Folge zu leisten, die täglich in meinem E-Mail-Postfach landen (“Verlängere deine Dauerkarte – JETZT”): Ein Klick auf den Link in der Mail und Sesam öffne dich, Ticketshop. Zwei Nümmerchen der abgelaufenenDauerkarte eingeben und auf “Bestellen (verbindlich)” klicken – “Vielen Dank für Ihren Einkauf.” Zeitgleich folgt der Gedankenblitz, der das schwarz-weiss-blaue Blut in den Adern zum Gefrieren bringt: “Ei, ei, ei – was habe ich jetzt wieder angestellt?! Hast du etwa…?!”.

Hassliebe

Okay, seriously: Dem Berliner kannste seine Currywurst auch nicht einfach so wegnehmen, nachdem er sie jahrelang wöchentlich konsumiert hat. Genauso ist es doch bei uns HSV-Fans. Einmal Dauerkarte, immer Dauerkarte. Zumindest solange sich Hamburg in Reichweite befindet (heißt: weniger als 1.000 Autokilometer entfernt). Apropos schlagen: “Schlagen” könnte ich den HSV auch dieser Tage: Muppetshow war gestern, HSV-Aufsichtsrat ist heute. Mit der Entlassung von Sportdirektor Frank Arnesen wurde abermals ein langes Kapitel “Sportchefsuche” aufgeschlagen. Ein Ende der unprofessionellen Posse ist bis dato nicht in Sicht. Aufsichtsrat will Oliver Kreuzer, Kreuzer will zum HSV (nachdem er schon einmal vor Jahren bei der damaligen Suche heftigst durchgefallen war. Wunder geschehen, ich war dabei.). Weiterlesen

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125 Jahre Leidenschaft: Herzlichen Glückwunsch, HSV

Jubiläums-Mitgliedsausweis

Jubiläums-Mitgliedsausweis

Am gestrigen Samstag, passend zum Bundesliga-Spiel gegen den “kleinen” HSV aus Hannover, feierte Hamburg das 125. Vereinsjubiläum seines Hamburger SV’. In einem hart umkämpften Spiel gewannen die Hanseaten durch das erste Heimtor von Neuzugang Artjoms Rudnevs in der 20. Minute mit 1:0. Die abendliche offizielle Feier in der O2-World war demnach gerettet. Vor Spielbeginn zeigten die Hamburger Fans, was sie drauf haben und sorgten für allgemeine Begeisterung: Zum Jubiläum gab es die größte Fußball-Choreographie aller Zeiten. Weltrekord! In achtmonatiger Gemeinschaftsarbeit haben die HSV-Fans, unter Federführung der “Chosen Few”, eine Choreographie auf die Beine gestellt, die ihresgleichen sucht. 45.000 Doppelhalter wurden von den Zuschauern mit dem Einlauf der Mannschaften in die Höhe gereckt. Vom unteren Teil des B-Rangs bis zum A-Rang der Imtech-Arena umspannte ein riesiges zusammenhängendes Banner das komplette Stadionrund. Die Aufschrift lautete:

„Ob Titel, Triumphe und Legenden, ob Zafirov, Autowachs und rosa Hemden – unsere Geschichte ist einmalig und wird niemals enden! 125 Jahre Hamburger Sport-Verein e. V.“.

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Hamburger SV: Gedanken zur wahrscheinlichen Abstiegssaison 2012/13

Ziehen immer mehr dunkle Wolken über dem Volkspark auf? Wird es kommende Saison Nacht um den HSV? Dieser Blog verrät es.
(Quelle: Marco Fieber via flickr.com – CC-Lizenz)

Hagenbecks Tierpark eröffnete kürzlich unter drastischer Heraufsetzung der Ticketpreise sein neues “Eismeer”. Was haben der HSV und der Tierpark gemeinsam? Beim HSV schwimmt man auch im kalten Wasser. Auch wenn die Dauerkartenpreise gleich geblieben sind.
Die 50. Jubiläums-Bundesliga-Saison 2012/13 rückt mit großen Schritten näher und dem gemeinen HSV-Fan wird mulmig zumute. Dem gemeinen HSV-Fan? Korrektur: Dem Fußballkenner und objektiven Betrachter wird mulmig zumute.

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Willkommen zurück, Bundesliga

Ernüchternder, aber erwarteter Auftakt für den Hamburger SV in die neue Bundesligasaison 2011/12. Die Rothosen verloren auswärts beim amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund mit 1:3 und waren mit dem Ergebnis noch gut bedient. Es scheint, als würde der BVB genau da anknüpfen, wo sie letzte Saison aufgehört haben. Der HSV hatte am Freitagabend nicht den Hauch einer Chance gegen großartig auftrumpfende Dortmunder, die den HSV von Anfang bis zum Ende des Spiels völlig unter Kontrolle hatten. Selbst eingefleischte HSV-Fans mussten die Leistung der Biene Majas neidlos anerkennen.
Allerdings machte es der HSV den Dortmundern auch kinderleicht. Die HSV-Abwehr um Kapitän Westermann wackelte ein und das andere Mal. Von Ordnung in der Hintermannschaft und Spielaufbau keine Spur. So fragte man sich auch, wo denn der werte Herr Diekmeier beim 1:0 der Dortmunder war? Irgendwo auf Höhe Mittellinie und hinter dem Torschützen Kevin Großkreutz hinterherhechelnd. Wie zuletzt auch im “Liga total”-Cup zu beobachten war. Da muss der Ex-Nürnberg in Zukunft weitaus schneller auf Defensive umschalten bzw. darf sich gegen einen solchen Gegner nicht zu weit nach vorne bewegen.
Die Niederlage Dennis Diekmeier anzukreiden wäre aber zu naiv. Fast die komplette Mannschaft des HSV stand neben sich und war mit dem konsequenten Forechecking und schnellen Spiel des BVB hoffnungslos überfordert. Der BVB auf Barcelonas Spuren… Schon im Heimspiel gegen den BVB in der letzten Saison, war ich tief beeindruckt von den Qualitäten, der Struktur, der Eingespieltheit und Power des Klopp’schen Teams. Diese Mannschaft wird auch diese Saison Maßstäbe setzen und in der Champions-League eine große Nummer werden – so meine Prognose.

Was nun, HSV? Ein großer Lichtblick war der von Chelsea gekommende Deutsch-Türke Gökhan Töre. Da hat Sportdirektor Arnesen ein großes Talent mitgebracht, welches sich auf Anhieb nach anfänglichen kleineren Querelen in die Startformation des HSV gespielt hat. Der Mann hat Zug und fightet. Weiter so. Da können sich die Mitspieler gerne eine Scheibe von abschneiden. Ein HSV-Spieler hat mich wieder einmal auf ganzer Länge enttäuscht: Eljero Elia. Für mich ist er von Anfang an eine Art rotes Tuch im HSV-Kader gewesen und meine Einschätzung bestätigt sich auch diese Saison. Wie pomadig Elia gegen Dortmund spielte. Nichts gelang dem – aus meiner Sicht total unreifen – Niederländer. Nicht ohne Grund wechselte Trainer Oenning zur Halbzeit Marcell Jansen ein, der mit seinem straken Drank nach vorne Akzente zu setzen wusste. Mit Jansen kam etwas Schwung ins HSV-Spiel und Jansen konnte sich ein ums andere Mal gegen die starken Dortmunder Außenverteidiger durchsetzen. So wollen wir das sehen, so wollen wir ihn sehen – auch gegen Hertha am kommenden Wochenende. Es erscheint einem völlig schleierhaft, wieso sich ein eigentlich so hervorragender Fußballer wie Elia in Hamburg (im Gegensatz zur niederländischen Nationalmannschaft) bislang nicht durchsetzen konnte. Der HSV und Elia: das passt nicht und es hat noch nie gepasst.

David Jarolim musste überraschenderweise auf der Bank Platz nehmen. HSV-Coach Oenning zog es vor, Rincon und Kacar als Doppel-Sechs auflaufen zu lassen. Keiner der beiden konnte weder defensiv noch offensiv Akzente setzen. 3 aus 2 lautet das Motto: Jarolim, Kacar oder Rincon. Einer der drei wird auch gegen Hertha auf der Bank sitzen müssen. Kacar hätte bei mir einen Stammplatz, da er offensivstark ist. Bei Jarolim und Rincon scheiden sich jeweils die Geister. Ich sehe beide etwa gleichauf.

Enttäuschend unser Sturm: Mladen Petric sah mangels Zuspielen keinen Ball und Copa-America-Superstar Paolo Guerrero fiel bereits in Halbzeit 1 mit einem Muskelfaserriss aus. Wie sagte bereits Thomas Doll? Haste Scheisse am Fuß, haste Scheisse am Fuß. Guerrero wird also vorerst ausfallen – die Chance für unseren kleinen Koreaner Son. Ich hege aber stark Zweifel, dass er sich letztendlich auch in der Bundesliga durchsetzen wird. Ihm fehlt es an nötiger Robustheit.

Wo sehe ich die Probleme des HSV? Verwunderlich, dass Frank Arnesen das Team nicht auf der rechten offensive Seiten verstärkt hat. Für mich DIE Baustelle der Hamburger. Ein Äns Ben-Hatira hat aus meiner Sicht kein Bundesliga-Niveau. Ben-Hatira wurde in der Rückrunde der letzten Saison aus mir unerfindlichen Gründen vom Trainer und den Medien hochgejubelt. Für mich ist Ben-Hatira eher der neue Trochowski. Sprich: Ein uneffektiver Spieler, der nichts “reisst”.
Eine weitere Baustelle ist der Spielaufbau im Allgemeinen. Der HSV verfügt aus meiner subjektiven Sichtweise nicht über das Spielermaterial für einen schnellen und ideenreichen Spielaufbau. Erst recht nicht, wenn die wenigen verbliebenden Kreativspieler wie Elia zu Totalausfällen mutieren. Daher meine Prognose: Der HSV wird wie in all den Jahren zuvor akute Probleme haben, das Spiel zu “machen” und den Ball gescheit vor das gegnerische Tor zu befördern.  Dazu sind auch die offensiven Seiten zu schwach besetzt. Einzig und alleine ein Marcell Jansen macht Hoffnung. Außerdem Neuzugang Per Skjelbred von Rosenborg Trondheim. Der neue “blonde Engel” der Liga?!

So negativ wie mein Text auch klingen mag: Der Hamburger SV befindet sich in einer Phase des größstmöglichen Umbruchs. Wir Fans, die Medien und auch der Verein sollten mittel- bzw. längerfristig die vor der Saison geforderte Geduld aufbringen. Den Trainer in Frage zustellen ist zu diesem Zeitpunkt grober Unfug, der von Fußballahnungslosigkeit zeugt. Hamburg erwartet insgeheim von der jüngsten Mannschaft der Liga auf Anhieb Platz 2 bis 6. Wie utopisch kann man denken?! Liebe HSV-Fans, bitte dschraubt die Erwartungen rigoros herunter. Diese Saison wird es für den HSV um die Plätze 10 bis 16 gehen. Ich erwarte durchaus den tabellarischen Kontakt zur Abstiegszone. Das Spiel gegen Hertha BSC am 2. Spieltag wird ein Stückchen mehr Licht ins Dunkle bringen. Auch nach dem verkorksten Saisonauftakt gegen den BVB ist und bleibt der HSV die Wundertüte der Liga.

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Manuel Neuer – die Geister, die ich rief

Manuel Neuer

Manuel Neuer alleine auf weiter Flur... (Quelle: flickr.com - Creative Commons / SurfGuard, Cologne)

Manuel Neuer hat es nach seinem Wechsel vom FC Schalke 04 zu den Münchener Bayern bei den dortigen Ultra-Gruppierungen bekanntlich nicht leicht. Seitens der Münchner Ultras wurden Neuer Benimmregeln aufgetragen, die der Torwart widerstandslos akzeptiert haben soll. So darf sich Neuer der ultrabesetzen Südkurve der Bayern nicht nähern, keine Gesänge per Megafon verbreiten, das Bayern-Emblem auf dem Trikot nicht küssen, usw.

Ein Aufschrei ging durch Deutschland und insbesondere auch durch die Führungsriege der Bayern. Bayern Präsident Uli Hoeness äußerte sich kürzlich in der “TZ” am 21.7.11 wie folgt zu dem Thema: “Ich bekomme im Moment viele Briefe, in denen mir gesagt wird, dass wir das Verhalten der Ultras nicht mehr dulden sollen. Ich glaube, sie haben es einfach übertrieben. Die Geschichte im Trainingslager und vor allem die Regeln für Manuel haben das Fass zum Überlaufen gebracht.”.

Ich bin alles andere als ein Freund der Ultra-Bewegungen, die in vielen Vereinen seit geraumer Zeit die Fankultur diktieren und Deutschlands Fankurven aktiv regieren und steuern. Seien es z.B. die Schickeria in München die die CFHH (Chosen Few) in Hamburg. Der Fall Neuer sollte aber etwas tiefgründiger und mit mehr Objektivität betrachtet werden. Manuel Neuer hat sich bereits im Kindesalter 100%ig zum FC Schalke 04 bekannt, woraus er während seiner gesamten Schalker Zeit keinen Herhl machte. Im Gegenteil: Er ließ keine Gelegenheit aus, sich öffentlich zur Clubliebe zu bekennen. De wichtigste Aspekt hierbei ist aber seine jahrelange Mitgliedschaft in der Schalker “Buerschenschaft”, einer einflussreichen und konservativen Ultra-Bewegung auf Schalke. Der Name ist abgeleitet vom Gelsenkirchener Stadtteil Buer, in dem der FC Schalke seit 1973 traditionell seine Heimspiele austrägt. Manuel Neuer ist in diesem Stadtteil groß geworden und aufgewachsen – ein echter Schalker und Buerer Jung also. Bei seinem ersten Bundesligaspiel für den FC Schalke trug Manuel Neuer unter seinem Torwarttrikot sogar ein T-Shirt der “Buerschenschaft”. Neuer hat Schalke 04 tagtäglich regelrecht gelebt, ähnlich wie Kevin Großkreutz sich extremst mit dem BVB identifiziert. Zwei Beispiele von Fußballern, die extreme Vereinsliebe und Vereinstreue an den Tag legen bzw. gelegt haben. Eine Vereinsliebe, die man im heutigen Profifußball nur noch selten bis gar nicht vorfindet.

Dies ist auch der Stein des Anstosses. Manuel Neuer kehrt dem FC Schalke 04 den Rücken und heuert ausgerechnet beim Ligakonkurrenten aus München an. Schlichtweg ein “No-Go” für alle Schalker und FCB-Ultras. Die Ehre der Gruppierungen, die konsequent für die traditionelle Fußballkutur einstehen, ist verletzt und aus ihrer Sicht beschmutzt. Es ist für die Münchner Ultras ein rotes Tuch, wenn ein ehemals aktiver Schalker Ultra namens Manuel Neuer plötzlich das Vereinstrikot des FC Bayern trägt und den Verein somit auch repräsentiert. Aus Sicht der Ultras ein Regelbruch erster Güte. Manuel Neuer wurde auch von den Schalker Ultras nach Bekanntwerden seines Wechsels aus der “Buerschenschaft” ausgeschlossen.

Es geht hier folglich um eine Auseinandersetzung im “Innenverhältnis” der jeweiligen Gruppierungen. Streitigkeiten innerhalb einer “kleinen Gruppe”, der auch Neuer seit langer Zeit angehört oder angehörte. Zumindest mit ihnen sympathisierte.

Fazit: Unser Nationaltorwart ist an den Entwicklungen zu einem Großteil selbst Schuld. Nicht zuletzt hat er sich durch den Wechsel hinsichtlich der Vereinsliebe unglaubwürdig gemacht. Wenn sich Neuer seit Jahren zu seiner Ultragesinnung öffentlich bekennt, muss er nun auch mit den Konsequenzen innerhalb der Gruppe(n) rechnen. Zu seinen Jugendzeiten hat Neuer wohl selbst nie damit gerechnet, einmal das Trikot der ersten Schalker Herrenmannschaft tragen zu dürfen, so dass ihm die Auswirkungen seiner Ultramitgliedschaft nicht bewusst waren. Dennoch hat er sich selbst auf den Höhepunkten seiner bisherigen Laufbahn nie von den Ultras distanziert. Ich bitte zu beachten, dass ich hier aus der Sicht der Ultras argumentiere, zu deren Gruppierung Neuer gehört. Er hat sich aus gänzlich freien Willen den Ultras angeschlossen und war sich sicherlich auch zu jedem Zeitpunkt den Ultra-Maximen bewusst. Ein Wechsel zu einem nicht-deutschen Fußballverein hätte ihm im übrigen wohl die wenigsten Ultras übelgenommen. Ein jeder weiss, dass ein professioneller Sportsmann immer nach der höchsten sportlichen (und ggf. auch finanziellen) Herausforderung strebt. Diese aber beim FC Bayern zu suchen, war der fatale Fehler des Ultras Neuer.

Durch diesen Blickwinkel betrachtet, habe ich Verständnis für die Reaktionen der “Fans”, wenn ich die “Regeln” in der Ultra-Gemeinschaft als Maßstab nehme – sowohl auf Schalker als auch auf Münchner Seite. Ob dieser Fußballfanatasimus dem Sport gut tut sei einmal dahingestellt. Deswegen hege ich auch kein Mitleid mit Manuel Neuer. Wer sich so klar und eindeutig als Ultrafan bekennt, darf sich nicht wundern, wenn der Schuss irgendwann einmal nach hinten losgeht. TSMEFEXWVQ57

Im übrigen ist im heutigen Fußball vermehrt zu beobachten, dass sich einige Profifußballer als Ultras bekennen oder ihnen sehr nahestehen. Diese Entwicklung fiel mir vor Jahren bereits im unterklassigerenn Ligabereich auf. (3. bis 5. Liga). Dieses durchaus interessante Thema würge für heute ab. Eine Frage hat mich im Zuge meiner heutigen Recherchen noch beschäftigt und ich habe keine Antwort darauf finden können: Großkreutz und Neuer wird nachgesagt, sie wären zu früherer Zeit mit Stadionverboten belegt worden. Ist da etwas dran?

Manuel Neuer… und die Geister, die er selbst (!) rief.

Edit: Ich entdeckte eben einen Artikel im Blog “Spielverlagerung.de” – im übrigen ein äußerst lesenswerter Blog – der sich mit dem gleichen Thema beschäftigt. Es ist reiner Zufall, dass wir das gleiche CreativeCommons-Neuer-Foto verwendet haben für unsere Einträge – witzig. Hier der Link: http://spielverlagerung.de/2011/07/21/politik-in-der-kurve/

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Mein Postzusteller ist überfordert – Gaudi in der Lederhose

Wie ich hier im Blog bereits geschrieben habe, bin ich begeisterter Postcrosser. Für alle, die das Postcrossing-Projekt noch nicht kennen: Man kann dort Postkarten an Mitglieder in aller Welt verschicken und erhält die entsprechene Anzahl von versendeten Postkarten von jeweils anderen Usern zurück. Pro Woche trudeln hier 5- 15 Postkarten ein. Das scheint unseren Postzusteller zu überfordern bzw. habe ich ihn schon so konditioniert, dass er anscheinend sämtliche Postkarten Kiels in meinen Briefkasten stopft, ohne auf den korrekten Empfänger zu achten. Letzte Woche hatte ich eine Ansichtskarte aus Australien im Briefkasten, die für meinen Nachbarn bestimmt war. Heute dann das Highlight: Eine Karte für eine weibliche Person, die an eine Adresse weit entfernt von meiner Straße adressiert war. Da sendet jemand eine selbstgestaltete Karte aus dem Urlaub in Österreich an ihre beste Freundin. Das Motiv ist echt witzig… und zeigt die Absenderin knutschenderweise vor dem Ösi-Alpenpanorama. Grins. Hach… Teenager möchte ich nochmal sein.Bin ich froh, dass die beiden nicht im FKK-Urlaub weilten… Ich habe die Personen so gut es geht unkenntlich gemacht. Will hier ja niemanden persönlich vorführen. Ich find’s süß :-)

Gaudi in der Lederhose

Gaudi in der Lederhose

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